Antifa-Terror in Schwaben: Viel zu lange wurde weggeschaut!
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Seit dem sogenannten Antifa-Ost-Verfahren und dem Urteilsspruch gegen Lina Engel sollte eigentlich jedem klar geworden sein: In Deutschland gibt es linksextreme Zellen, die vor schwerster Gewalt nicht zurückschrecken. Sie agieren konspirativ und bereiten sich akribisch vor – und treten zum richtigen Zeitpunkt als Überfallkommandos auf, die Gewalt als Mittel zum Zweck nutzen.
Das Ziel, das dieser militante Linksextremismus verfolgt, ist Einschüchterung. Sie erheben Anspruch auf den öffentlichen Raum und die Sphäre des politischen Meinungsaustausches. Dabei schafft ihr Vorgehen sowohl einen Sanktionsmechanismus als auch vorauseilenden Gehorsam. Motto: Wenn du etwas gesagt hast, das wir als menschenfeindlich oder rechtsextrem erachten, besuchen wir dich daheim; weil wir aber Menschen daheim besuchen, solltest du dir überlegen, ob du etwas Menschenfeindliches und Rechtsextremes sagst. Was dabei als rechtsextrem und menschenfeindlich eingestuft wird, obliegt der Definition der Antifa.
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„Free Lina“ vor dem Gesicht: Ein Angeklagter sitzt bei der Fortsetzung des Prozesses im Oberlandesgericht Dresden im Verhandlungssaal.
Gute Opfer, schlechte Opfer
Dass Linksextreme in Leipzig-Connewitz und bei der 1. Mai-Demo in Berlin auf die Straße ziehen, überrascht niemanden mehr. Dass sie aber im ländlichen Raum, zumeist bürgerlich und wohlständig geprägt, dermaßen einflussreich sind, dass sie für Akteure der AfD Konsequenzen im privaten wie politischen Leben hat, sollte eigentlich einen Aufschrei zur Folge haben. Man mag es sich kaum vorstellen, welche Reaktionen ein Vorgehen mit umgekehrten Vorzeichen hätte: Wenn militante Rechte Gewalt anwenden würde, die Linke an ihren Wohnorten bedroht und bei Wahlkampfveranstaltungen aufsucht. Es würde, jede Wette, nicht lange dauern, bis der Bundespräsident irgendwo auftaucht und Parallelen zum NS-Regime gezogen würden.
Weil die Opfer des Gesinnungsterrors aber von der AfD sind, wird das Vorgehen klammheimlich legitimiert. Und schlimmer noch: Angesichts der steigenden Umfragewerte der AfD und der langsam einsetzenden Erkenntnis, dass die Migrationspolitik dieses Land gegen die Wand fährt, dürfte die Gewalt zunehmen. Auch das ist eine interessante Erkenntnis: Dass die AfD inzwischen mancherorts bei mehr als 30 oder 40 Prozent steht, bringt diese Menschen nicht dazu, sich die sinnvolle Frage zu stellen, woran das liegt, sondern bestärkt sie in ihrem „Antifaschismus“.

Autonome setzen Barrikaden in Leipzig in Brand.
Der Glaube an einen Endzeitkampf
Dieser Antifaschismus gleicht einem Endzeitkampf. Linke glauben – und das legitimiert ihr Vorgehen auch moralisch –, wir befänden uns im Endzeitkampf. Schon bald ergreifen die Faschisten die Macht – und wir, die Antifa, sind die letzte Bastion, die sich dem entgegenstellt. Das ist natürlich realitätsfremd, aber stellt die Grundlage dar, auf der die Antifa agiert. Und liefert einen schalen Vorgeschmack darauf, dass ihr Widerstand in naher Zukunft eher zunehmen wird.
In jedem Fall aber ist die Fülle des sogenannten Widerstandes – beginnend bei Hausbesuchen und endend bei Angriffen mit Schlagstöcken und Überfallkommandos – gefährlich. Nicht nur werden durch ihr Treiben Existenzen von Unbeteiligten gefährdet, wie im Falle des Wirts von den Remstallstuben, sondern auch Menschenleben gefährdet. Denn auch das gehört zur Wahrheit: Bei Angriffen wie auf dem Marktplatz in Schondorf auf AfD-Politiker Schwarz oder auf Gewerkschaftler Ziegler in Stuttgart (oder auf rechte Festivalbesucher in Ungarn) nimmt man willfährig in Kauf, dass etwas Schlimmeres passiert als „bloße“ Körperverletzung.
In jedem Fall folgt diese Gewalt einer totalitären Gesinnung, in der falsche politische Meinungen massiv abgestraft gehören. Dass dieser Gesinnungsterror über Jahre durchgesetzt werden konnte und nach wie vor wird, ist ein Armutszeugnis.
Um es mit anderen Worten zu sagen: Es wurde zu lange weggeschaut. Alertà!
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