Antisemitismus: So tief verwurzelt ist der Judenhass bei ARD und ZDF
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Nach dem brutalen Angriff der Hamas auf Israel konnten es öffentlich-rechtliche Sender wie ARD und ZDF nicht lassen, die Taten der Terroristen zu relativieren.
NIUS hat eine kleine Auswahl an Antisemitismus-Beispielen zusammengestellt. Es handelt sich um eine repräsentative, aber keineswegs vollständige Auswahl.
Lesen Sie dazu auch den NIUS-Kommentar: Zwangsgebühren an ARD & ZDF: Warum muss ich als Jude für Antisemitismus bezahlen?
Beispiele der Israel-Berichterstattung
Beispiel 1: Terroristen werden nicht als solche bezeichnet.
Die Tagesschau tut sich schwer, die Hamas als das zu bezeichnen, was sie ist: eine Terror-Organisation. In vielen Meldungen wird lediglich von „Kämpfern“ gesprochen statt das Kind beim Namen zu nennen.

Die Community Notes korrigieren die Tagesschau.
Und Hamas-Terroristen? Werden respektvoll und ideologiegerecht als „militante Palästinenser:innen“ gegendert – es ist absurd:

Beispiel 2: Israel kämpft gegen vermeintlichen „Terror“.
„Israel beendet Militäreinsatz gegen den ‚Terror‘“, so lautete die Schlagzeile in der Tagesschau – das Wort Terror dabei explizit in Anführungszeichen gesetzt. Was möchte uns der Autor damit sagen? Dass der Terror gegen Juden eigentlich keiner ist? Dass es ein behaupteter Terror ist, der überhaupt nicht stattfand? Oder dass es kein Anti-Terror-Einsatz gewesen sein kann, da er von Israel ausgeführt wurde? Wie auch immer – es wird das Narrativ vom bösen Zionisten bedient, der eine „Spur der Zerstörung hinterlässt” – und dies bestimmt nicht macht, um seine Bürger, von denen 20 Prozent Muslime sind, zu schützen. Ob der Autor die Eliminierung Bin-Ladens ebenso mit „USA beendet Militäreinsatz gegen den ‚Terror’“ betitelte? Das wäre zumindest konsequent.

Zweifelt die Tagesschau daran, dass Terror gegen Juden wirklich Terror ist?
Auch in dem folgenden Beispiel wird der israelische Kampf gegen den Terror ganz offen angezweifelt, indem das Ziel, nämlich eine „terroristische Infrastruktur“ despektierlich in Anführungsstriche gesetzt wird. Zweifelt der Autor daran, dass es sich tatsächlich um eine ebensolche handelt? Möchte er vermitteln, dass die Terroristen in Wirklichkeit angegriffene Freiheitskämpfer sind?

Für die Tagesschau scheint das Angriffsziel nicht eindeutig zu sein.
Beispiel 3: Die Antisemitismus-Doku, die zu pro-israelisch war.
Der deutsch-französische TV-Sender Arte hat sich geweigert, den Film „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Sophie Hafner und Joachim Schröder auszustrahlen.
Als Begründung gab Arte an, dass die Dokumentation nicht dem ursprünglichen Programmvorschlag entspreche, da sie sich hauptsächlich auf den Nahen Osten konzentriere und nicht auf den Antisemitismus in verschiedenen europäischen Ländern. Der Film beleuchtet den modernen europäischen Antisemitismus, der sich hauptsächlich aus Gerüchten über den jüdischen Staat speist. Es drängt sich der Eindruck auf, dass dem Sender die Doku nicht „israelkritisch“ genug war.
Auswahl des Personals
Jan Böhmermann
Jan Böhmermann kann es nicht lassen, die NS-Verbrechen zu relativieren. Zusätzlich dazu gab es mehrere Vorfälle mit dem jüdischen Komiker Oliver Polak. Der Böhmermann-Witze-Autor „El-Hotzo“ folgt Hasan Ö., dem antisemitischen Kopf hinter „Fridays For Future“, und der antisemitischen Migrantifa auf Instagram.

El Hotzo folgt Antisemiten auf Instagram.
Nemi El-Hassan
Nemi El-Hassan, Moderatorin des Wissenschaftsformat „Quarks“ des WDR, geriet 2021 in einen Medienskandal. Grund dafür waren ihre Teilnahme am al-Quds-Marsch in Berlin 2014 und einige ihrer Äußerungen und Handlungen in sozialen Medien, die als antisemitisch interpretiert wurden. Als Reaktion auf die Kontroverse entschied der WDR, El-Hassan nicht als Moderatorin für „Quarks“ einzusetzen, bot ihr jedoch eine Position als Autorin an. Diese Entscheidung löste weitere Debatten aus. El-Hassan selbst verteidigte sich gegen die Vorwürfe und bezeichnete ihre Teilnahme am al-Quds-Marsch als „Fehler“. Sie betonte auch, dass sie sich stets gegen Antisemitismus engagiert habe und warf dem Sender vor, sich den Argumenten der Medien, insbesondere der Bild-Zeitung, angeschlossen zu haben.
Nach weiteren Überlegungen entschied der WDR schließlich, El-Hassan endgültig nicht zu beschäftigen. Nemi El-Hassan arbeitet allerdings weiter beim Rundfunk – zuletzt für das Funk-Format „Der Fall“. Funk ist das Online-Medienangebot und Content-Netzwerk von ARD und ZDF.

Nemi El-Hassan
Immer wieder: Malcolm Ohanwe
Malcolm Ohanwe ist ein echter Rundfunk-Funktionär. Seine Tätigkeiten für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk durchliefen alle möglichen Formate und Plattformen. Dass ein ausgewiesener Antisemit, wie Malcolm Ohanwe ganz unzweifelhaft einer ist, beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk Posten bekleidet, ist bezeichnend und steht sinnbildlich auch dafür, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk bisher keinerlei Problem damit hatte, judenfeindliche „Journalisten“ zu beschäftigen.
Ohanwes Liste antisemitischer Fehltritte ist lang, die folgenden Beispiele sind exemplarisch zu verstehen. Ohanwe verdreht gern Tatsachen: Aus Kindersoldaten werden unschuldige Kinder, aus Juden Pseudojuden, aus israelischen rechten Politikern „Hitlerfans“ und aus einer liberalen Demokratie eine Apartheid.
Ein kurzer Besuch auf seiner Twitterseite (er deaktiviert diese allerdings oft) offenbart seinen Hass gegenüber Israel allzu deutlich. Ähnliche Tendenzen sind auf seinen Facebook- und LinkedIn-Profilen zu erkennen: Es fehlen grundsätzlich klare Verurteilungen zu Terrorakten gegen Israel, er verharmlost diese vielmehr, die „Schuld“ liegt grundsätzlich bei Israel.
Nach dem brutalen Angriff der Hamas auf Israel und dem wahllosen Töten unschuldiger Zivilisten, rechtfertigt Malcolm Ohanwe den Angriff als Verzweiflungsakt der Palästinenser, als notwendige Konsequenz, denn: „die Zunge der Palästinenser wird systematisch abgschnitten“. Das sagt ausgerechnet ein von Steuergeldern finanzierter inoffizieller Pressesprecher der militanten Palästinenser.

Ferner schreibt er, dass unbewaffnete Menschen schließlich auch „täglich in Palästina getötet werden“ und relativiert damit die systematische Ermordung von mittlerweile 1300 Israelis. Das sind mehr als jemals zuvor an einem Tag seit dem Ende des Holocausts.
Auch der Tatsache, dass die meisten der von israelischen Streitkräften neutralisierten Palästinenser eben keine Zivilisten sind, schenkt Mohanwe in einem Tweet keine weitere Beachtung. Nach den letzten Äußerungen Mohanwes distanzierten sich arte und der Bayerische Rundfunk von ihm. Viel zu spät, aber besser als nie:


Der in Berlin aufgewachsene Pressesprecher der israelischen Armee, Arye Shalicar, spricht in einem Beitrag über palästinensische Kindersoldaten. Ohanwe bezeichnete daraufhin Israel als Apartheid, die Kriegsverbrechen begehe und Kinder und Journalisten wahllos ermorde.
Ohanwe bezichtigt Arye Shalicar des Rassismus, ebenso wie den Soldaten der israelischen Armee.

Ein Auszug aus Malcolms Twitter-Hetze
Auf seinem Twitter-Account unterstellt er dem Aktivisten und Journalisten Aras-Nathan Keul ein deutscher Pseudojude zu sein. Keul selbst hat nichts dergleichen jemals von sich behauptet. Was ein Pseudojude sein soll bleibt unklar.

Malcolm bezeichnet Aras-Nathan indirekt als Pseudo-Jude.
Auf Instagram schreibt er, dass es in der israelischen Regierung von 2023 „Hitler-Fans“ gibt. Juden indirekt als Nazis zu bezeichnen ist zwar sehr beliebt unter linken Aktivisten, sollte aber eigentlich ein definitives Tabu darstellen.

Ein Screenshot aus Malcolm Ohanwes Instagram-Story.
Matondo Castlo
Matondo Castlo war zeitweise Moderator des Kika-Baumhauses – eine Sendung, die Kinder auf die Nachtruhe einstimmen sollte. Dann nahm er an einem israelfeindlichen Jugend-Festival in Farkha (Westjordanland) teil, organisiert von der kommunistischen „Palestinian Peoples Party“, die sich öffentlich gegen Israel richtet und Terroristen als Helden feiert. Man stelle sich mal vor, ein öffentlich-rechtlicher Mitarbeiter hätte an einem Nazi-Festival teilgenommen – wie groß und langanhaltend wäre der mediale Aufschrei wohl gewesen? Nichtsdestotrotz: KiKa beendete die Zusammenarbeit mit Castlo – gut so!

Matondo Castlo am Mikrofon vor dem Brandenburger Tor.
Alena Jabarine
Das Reportageformat STRG-F brachte eine Dokumentation von Alena Jabarine über Covid-Impfungen in Israel und Palästina mit dem Titel „Impf-Weltmeister in Gefahr: Mutationen aus Palästina?“ heraus, die auf erheblichen Widerspruch stieß. Kritiker bemängelten die Darstellung, dass Israel für die Impfung der Palästinenser im Westjordanland verantwortlich sei. Das ist falsch. Tatsächlich liegt die Zuständigkeit für den Gesundheitssektor bei der palästinensischen Autonomiebehörde, die zudem Israels Hilfe bei den Covid-Impfungen ablehnte. Aber das ist nur ein Beispiel für Jabarines Fakten-Darstellung und ihre offenkundige Ablehnung Israels. Die öffentlich-rechtliche Journalistin lässt es sich darüber hinaus auch nicht nehmen, neutralisierte palästinensische Terroristen als unschuldig ermordete Zivilisten darzustellen. Dabei übernimmt sie ungeprüft die Propaganda-Zahlen der Hamas-Regierung.

Helen Fares
Die öffentlich-rechtliche Mitarbeiterin Helen Fares, bekannt aus „Datteltäter“, „follow me.reports“ und dem Podcast „Akte: Raubkunst“, relativiert und rechtfertigt den Hamas-Terrorismus, indem sie sagt, dass „Israel seit Jahrzehnten Kriegsverbrechen an den Palästinensern begeht“.

Sie repostet blanken Antisemitismus, der den Israelis einen Genozid vorwirft und markiert den nicht weniger judenfeindlichen Hanno Hauenstein:

Kritikloser Umgang mit Antisemiten
Migrantifa
Hier geht es weniger um die problematischen Ansichten einer einzelnen Person, sondern um das scheinbar absichtliche Verschweigen von Informationen. Der Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb) berichtete von einer Demo gegen Polizei und Passkontrollen in Freibädern. Die Demo wurde von der sozialistischen und antisemitischen Bewegung „Migrantifa“ organisiert. Abgesehen davon, dass sich der Bericht ausschließlich positiv über die Forderung äußerte, wurde gezielt ausgelassen, dass diese Bewegung auf so gut wie jeder Demo antisemitsch auffällt oder auf ihren Plakaten gerne auch ausgewiesene Judenfeinde wie Leila Khaled oder Malcolm X platziert.
Hier ein geht es zum NIUS-Bericht dazu.

Der Aufruf zur Demo am 1. Mai – grün markiert: PFLP Terroristin Leila Khaled und Malcolm X.
RBB: „Tolle Atmosphäre“ bei antisemitischer Demo
In Berlin fand 2021 eine Demonstration statt, bei der antisemitische Parolen gerufen und Hetz-Plakate gezeigt wurden. Einige Teilnehmer wurden von der Polizei festgenommen. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg berichtete über diese Demonstration in seinen Abendnachrichten. Anstatt die antisemitischen Vorfälle zu thematisieren, beschrieb der Reporter die Atmosphäre als „toll“ und lobte die „verkleideten Demonstranten“. Der Reporter des rbb betonte, dass die Demonstration friedlich war und keinerlei Judenhass zu hören war. Diese Darstellung wurde von anderen Beobachtern und Medien mit Fakten widerlegt, die antisemitische Hetzrufe und andere Beweise für den Hass gegen Israel dokumentierten.
Naivität, Inkompetenz oder Sympathie seitens des Reporters? Wir werden es nicht erfahren.
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