Das wahre Gesicht der Antifa: Wenn aus Antifaschisten Antidemokraten werden
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Sie behaupten, ihr Ziel sei der Kampf gegen den Faschismus. Dafür verwüsten sie ganze Straßenzüge, errichten brennende Barrikaden und bewerfen Andersdenkende mit Steinen und Flaschen. Die Antifa ist alles andere als ein harmloser Verein, der sich für gesellschaftspolitische Ziele engagiert. Ein Kommentar darüber, warum der Hass der Antifa nichts mit einer lebendigen Demokratie zu tun hat.
Für Donald Trump steht es eindeutig fest: Die Antifa ist eine Terrororganisation. Vor wenigen Wochen veröffentlichte die US-Regierung eine Anordnung, in der festgehalten wird, dass die Antifa eine militaristische, anarchistische Organisation ist, die zum Sturz der US-Regierung, der Strafverfolgungsbehörden und des US-Rechtssystems mit gewaltsamen Mitteln aufruft. Gleichzeitig wurden damit auch Ermittlungen gegen die Antifa angekündigt. Wenige Tage später verkündeten Viktor Orbán und die ungarische Regierung, dass die Antifa in Ungarn ebenfalls als „terroristisch“ eingestuft wird. In Deutschland hingegen ist die Antifa tief in einigen Parteien links der Mitte verwurzelt. Die Grünen solidarisieren sich regelmäßig mit ihr, genauso wie Teile der SPD. Lars Klingbeil gab sogar an, in jungen Jahren selbst einmal Mitglied bei der Antifa in Niedersachsen gewesen zu sein.

In jungen Jahren war Klingbeil selbst Mitglied der Antifa. (Foto von 2005)
Die Romantisierung einer gewaltbereiten Organisation
Egal, ob man nun von Terror oder nicht sprechen mag, eines steht in jedem Fall fest: Die Methoden der Antifa sind alles andere als harmlos und trivial. In den letzten Jahren kam es wieder zu heftigen Demonstrationen und Ausschreitungen seitens der Antifa, die nicht selten in Straßenschlachten, Brandstiftungen und sogar Plünderungen endeten. Erinnern wir uns beispielsweise an den G20-Gipfel in Hamburg im Jahr 2017: Damals wurden rund 400 Polizeibeamte verletzt. Zuletzt machte die Antifa außerdem immer wieder mit Anschlägen auf die kritische Infrastruktur von sich reden. Erst Anfang September begannen in Berlin zwei Strommasten zu brennen, woraufhin zehntausende Haushalte ohne Strom dastanden. Die Täter sprachen später von einem Schlag gegen den „militärisch-industriellen Komplex“.
In den Reihen dieser Gruppierungen geht es also schon lange nicht mehr um einen gesellschaftspolitischen Kampf gegen den Faschismus. Das Schlagwort des Antifaschismus wird hier regelmäßig gerne als Ausrede verwendet, um linksextreme Gewalt gegen öffentliches Eigentum, Beamte und Andersdenkende zu legitimieren. Gerade von Politikern links der Mitte wird die Antifa jedoch weiterhin romantisiert – wie die vielen Solidaritätsbekundungen aus der linken Ecke angesichts der Ankündigung von Donald Trump vor Kurzem erneut unter Beweis stellten.

Gewalt und Vandalismus gehören untrennbar zur Antifa – wie hier bei den G20-Protesten in Hamburg.
Salonfähige Antidemokraten
Keine Frage, die Schrecken des Faschismus stecken uns in Europa nach wie vor in den Knochen. Das gemeinsame Versprechen, dass solche Ideologien bei uns nicht mehr Fuß fassen dürfen, müssen wir uns als Gesellschaft jedes Mal aufs Neue wieder vor Augen führen. Doch das bedeutet nicht, dass wir im angeblichen Kampf gegen den Faschismus plötzlich andere gewaltbereite Gruppierungen hofieren und bagatellisieren dürfen.
Die Antifa ist in Deutschland salonfähig. Und das, obwohl das Wertefundament dieser Aktivisten offensichtlich nichts mit unserem Verständnis einer lebendigen Demokratie zu tun hat. In einer Demokratie sind unterschiedliche Meinungen nämlich ein Muss. Die öffentliche und politische Auseinandersetzung zu gegensätzlichen Standpunkten ist ein essenzieller Bestandteil eines demokratischen Diskurses. Gewählte parlamentarische Mehrheiten und daraus abgeleitete politische Maßnahmen sind zu akzeptieren und nicht mit Gewalt zu bekriegen. Das alles gehört zu unserer Demokratie dazu, wird von der Antifa in ihren Aktionen aber regelmäßig abgelehnt und auf brachiale Art und Weise bekämpft.
Damit macht sie eines offensichtlich: Die Protagonisten der Antifa sind zutiefst antidemokratisch.
Wenn plötzlich jeder Faschist ist
Absurderweise sprach ausgerechnet Lars Klingbeil einmal davon, dass „jeder überzeugte Demokrat Antifaschist sein müsse“. Damit hat er recht: Demokratie und Faschismus schließen sich aus und können niemals Hand in Hand gehen. Umgekehrt bedeutet das jedoch nicht, dass jeder selbst ernannte Antifaschist auch ein überzeugter Demokrat ist. Genau das stellen viele Unterstützer der Antifa immer wieder von Neuem unter Beweis.
Darüber hinaus leben wir in einer Zeit, in der gerade in linken Kreisen gerne jeder, der rechts der Mitte steht oder eine abweichende Meinung vom angeblichen „Mainstream“ äußert, als moralisch verkommen, böse und oft auch als „Faschist“ abgestempelt wird. Für Vertreter der Antifa eröffnet sich damit offenbar eine ganz neue Perspektive: Denn wenn plötzlich jeder Faschist ist, ist es dann nicht legitim, gegen solche Gruppierungen mit voller Härte aufzutreten und ihren angeblichen Faschismus – notfalls mit Gewalt – zu bekämpfen? Der verkommene Diskurs der letzten Jahre und die öffentliche Brandmarkung von Menschen, die ihre Meinung rechts der Mitte äußern, gibt solchen Gruppierungen weiteren Auftrieb.

Ob AfD oder Ampelkoalition – für Antifa-Aktivisten ist alles Faschismus, was nicht dem eigenen Narrativ entspricht.
Missbrauch des Antifaschismus
Wenn es eine Sache gibt, die die Antifa regelmäßig bravourös vormacht, dann, wie sehr man den Begriff des Antifaschismus für seine eigene, demokratiefeindliche Agenda zweckentfremden kann. Das Streben der Antifa nach einer linken beziehungsweise in Teilen anarchistischen Gesellschaft hat nichts mit der Verteidigung unserer Demokratie zu tun – im Gegenteil. Aktionen, Aussagen und Kampagnen, wie sie die Antifa tätigt, richten sich gegen die Grundwerte unserer Demokratie.
Anstatt dem Faschismus seinen Nährboden durch einen offenen und kontroversen Diskurs zu entziehen, steckt hinter der Antifa ein gewaltbereiter Mob, der sich als Kämpfer gegen das vermeintlich Böse zu inszenieren versucht. Eine peinliche, aber leider dennoch gefährliche Scharade.
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