Die Wut auf den Streik ist berechtigt: Die Gewerkschaften schüren den Hass auf die Bahn
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Vor dem Streik ist nach dem Streik oder anders herum, so genau weiß das niemand mehr. Am Sonntagabend endet der Mammut-Streik der Lokführer-Gewerkschaft GDL. Wenn man die Dinge ins Verhältnis setzt: Ein Arbeitskampf für wenige, der Millionen nicht nur nervt, sondern wirklich behindert. Millionen Arbeitnehmer mussten sich mit großen Schwierigkeiten zur Arbeit durchkämpfen. Wieder einmal. Dieser Streik, an Absurdität kaum zu übertreffen, verursacht erhebliche Belastungen nicht nur für Arbeiter, sondern auch für die deutsche Industrie. Und das in einer Phase, in der jeder spürt: Es geht dem Land nicht gut. Aber die GDL setzt noch einen drauf.
Interessant ist hierbei, dass es sich bei der Deutschen Bahn um ein Staatsunternehmen handelt, dessen interne Auseinandersetzungen nun unmittelbare Auswirkungen auf die breite Bevölkerung, also Steuerzahler, und die Wirtschaft haben. Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Deutschen Industrie Tanja Gönner sagte: „Bei einem sechstägigen Streik ist eine Schadenshöhe von insgesamt bis zu einer Milliarde Euro nicht unrealistisch.“ Am Ende waren es fünf Tage, aber das macht es nicht viel besser.
Die ohnehin schon angespannte Beziehung zwischen der Öffentlichkeit und der Deutschen Bahn wird durch diesen Streik weiter belastet. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov zeigt, dass rund 59 Prozent der volljährigen Bevölkerung den Streik ablehnen. Die Frage stellt sich, warum die Bahn und die GDL keinen kreativeren Weg finden, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, ohne die Allgemeinheit derart zu belasten und „ein ganzes Land in Geiselhaft“ (CDU-Mittelstandschefin Gitta Connemann) zu nehmen.

Der leergefegte Hamburger Hauptbahnhof.
Eine mögliche Alternative wäre ein Streik, bei dem die Züge zwar fahren, aber auf die Kontrolle der Fahrkarten verzichtet wird. Dies würde den Betrieb finanziell treffen, gleichzeitig aber ein starkes Druckmittel darstellen und die Bahnkunden nicht direkt beeinträchtigen. Warum solche kreativen Lösungen in Deutschland nicht umgesetzt werden, bleibt unklar.
Die Wut der Pendler und Arbeiter, die nun nicht zur Arbeit kommen können, ist nachvollziehbar. In Zeiten der Wirtschaftskrise, Inflation und Unsicherheit möchten viele Bürger Geld verdienen, um ihre Familie abzusichern. Es geht um Existenzen. Der Streik der Gewerkschaft und die Entscheidungen der Bahn-Chefs verhindern jedoch dieses Vorhaben und schaden letztlich den Steuerzahlern.
Die GDL scheint mit ihrem Vorgehen den Ruf der Deutschen Bahn, die ohnehin schon als unzuverlässig gilt, weiter zu schädigen. Ein Lichtblick in dieser Situation sind private Zugunternehmen wie die ODEG, die nicht vom Streik betroffen sind und die entnervten Pendler transportieren.
Und genau das ist der entscheidende Punkt: Privatisiert die Bahn doch endlich! Schneidet sie in kleine Teile! Es bedarf konkurrierender lokaler Zugunternehmen, die dann mit besseren Arbeitsbedingungen um die Gunst der Arbeiter konkurrieren. Wenn dort dann gestreikt wird, dann nur in einem Unternehmen und nicht deutschlandweit ...
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