Ich gestehe, dieser Wille der „Ossis“ beeindruckt mich bis heute
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Schwarz-Rot-Gold: Schon immer fand ich unsere Bundesflagge faszinierend. Genauso wie das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Es erklärt uns deutlich, was Freiheit und Demokratie bedeuten. Für viele Menschen im heutigen Deutschland sind das Grundgesetz, die Freiheit und die deutsche Fahne einfach nur da, also „Normalität“.
Für mich, der im freien West-Berlin, aber umzingelt von der diktatorischen DDR aufgewachsen ist, hat das alles eine sehr hohe, zumal emotionale Bedeutung.
- Weil auch ich bereits als kleines Kind wusste, „dass auf Menschen wie auf Hasen an der deutsch-deutschen Grenze (auf DDR-Seite) geschossen wird“. So formulierte es einmal der West-Fernsehjournalist Lothar Loewe, der daraufhin vom Arbeiter- und Bauernstaat ausgewiesen wurde. Viele dieser Schüsse der DDR-Grenztruppen waren tödlich.
- Weil ich die Durchfahrt durch die DDR, über die Transitstrecken von Berlin (West) in das Bundesgebiet, oft beängstigend fand. Man wusste ja, dass es in der DDR eine Rechtsunsicherheit gibt. Man nannte das seinerzeit „Gummiparagraphen“.
- Weil ein großer Teil meiner Verwandtschaft in der DDR lebte und ich bei den zumindest möglichen Besuchen von West nach Ost deutlich sehen konnte, wie kostbar und wertvoll unsere westliche Freiheit ist, die wir den West-Alliierten – USA, Großbritannien und Frankreich, aber vor allem den USA – zu verdanken haben.
Menschen in Ost-Berlin und in der DDR brachten am 9. November 1989 die Mauer zum Einsturz. Knapp ein Jahr später, am 3. Oktober vor 35 Jahren, wurde Deutschland wieder eins.

Mauerfall am 9. November 1989
Die Alliierten spielten nach langen Verhandlungen mit, selbst die Sowjetunion. Der damalige CDU-Bundeskanzler, Helmut Kohl, erkannte sofort, was die Ostdeutschen wollten: die Wiedervereinigung.
Das haben sie sehr schnell, sehr deutlich gemacht. Ich gestehe, dieser Wille der „Ossis“ beeindruckt mich bis heute.
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Andreas Dorfmann
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