Drohbrief an israelische Olympia-Sportler: „Wir werden 1972 wiederholen!“
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88 Sportler aus Israel nehmen an den Olympischen Spielen in Paris teil, die diesen Freitag eröffnet werden. Bereits am heutigen Mittwoch beginnt für die Israelis das Fußballturnier gegen Mali. Sie spielen im berühmten Pariser Parc des Princes. Später wird das Team gegen Paraguay und Japan auflaufen.
Im Mittelpunkt steht bei den Israelis aber nicht nur der Sport, leider! Das Thema Sicherheit beherrscht Israel und die israelischen Medien. Und das ist nur allzu verständlich. In letzter Zeit wurde vermehrt über Morddrohungen gegen israelische Sportler berichtet.

Israel-Hasser machen in Paris mobil gegen die Teilnahme der Athleten.
Keinen Schritt ohne Security
Bei der „Times of Israel“ ging ein anonymes Schreiben ein. Darin stand: „Wir werden 1972 wiederholen.“ Bei den Olympischen in München 1972 hatten acht Mitglieder der palästinensischen Terrororganisation „Schwarzer September“ das israelische Herrenteam überfallen. Insgesamt wurden elf der 14 israelischen Olympiateilnehmer ermordet, darunter fünf Athleten.

Die israelische Schwimmerin Andi Murez hat sich die Nägel im olympischen Look lackiert.
Die israelische Regierung ließ mitteilen, dass sich die Sicherheitskosten für das Team im Vergleich zu den Sommerspielen 2021 in Tokio verdoppelt hätten, nannte aber keine Summe. In letzter Zeit wurde vermehrt über Morddrohungen gegen die israelischen Fahnenträger berichtet, gegen den Schwimmer Meiron Cheruti und den Judoka Peter Paltchik. Seit Monaten haben sich israelische Sportler mit den Sicherheitsvorkehrungen vertraut machen müssen. „Die Athleten können eigenständig nichts unternehmen“, sagt Michael Halika, Präsident des israelischen Schwimmverbandes und früherer Olympiateilnehmer. „Selbst wenn sie in der Wettkampfstätte auf die Toilette wollen, müssen sie sich mit Sicherheitskräften abstimmen.“ Auch in Paris kann es passieren, dass die israelischen Athleten ihre Unterkünfte und Fahrtrouten wechseln müssen, berichtet die Neue Zürcher Zeitung. „Die Athleten durften in sozialen Netzwerken nicht den Standort ihres Trainingslagers veröffentlichen“, sagt Halika. Eine Katastrophe wie 1972 wollen die Gastgeber auf jeden Fall vermeiden.

Das Fußball-Team aus Israel vor wenigen Tagen beim Training in Paris.
Israel-Hasser wollen das Großereignis für ihre Botschaften nutzen
Seit Monaten sprechen sich mehr als 300 palästinensische Sportorganisationen für den Ausschluss Israels aus den internationalen Wettbewerben aus. Der Krieg im Nahen Osten könnte ein zentrales Thema bei den Olympischen Spielen werden. Ob sich diese Stimmung auf die Sommerspiele übertragen wird? Seit Monaten fokussieren Gruppen wie die antisemische BDS-Bewegung, die Israel wirtschaftlich isolieren will und vom Deutschen Bundestag als antisemitisch eingestuft wird, auch auf den Sport. Im Internet wirbt BDS, das für „Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen“ steht, für Proteste, Sitzstreiks und „friedliche Störungen“ bei Wettkämpfen.
Wir können nur hoffen, dass es trotzdem heitere Spiele werden. Es ist die Zeit, die dem Sport vorbehalten ist. Es ist die Zeit, auf die Athleten aus der ganzen Welt hingearbeitet haben. Und es ist die Zeit, in der sich Millionen Zuschauer auf der ganzen Welt schon so lange freuen.
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