Faeser ist alles egal – mit einer Ausnahme: sie selbst ist sich nicht egal
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Wenn Sie möglichst heimlich Urlaub machen, dann hat das in der Regel einen Grund: Sie ahnen schon, dass es in Ihrem Umfeld nicht gut ankommt, wenn Sie sich eine Auszeit gönnen. Niemand wird verstehen, dass Sie ausgerechnet JETZT weg sind. Also halten sie es lieber geheim. Funkstille statt Postkarten.
Nun ist das Umfeld von Nancy Faeser gerade ziemlich groß, 84 Millionen Deutsche stellen sich deshalb die Frage: Muss die Innenministerin in diesen Tagen auf Mallorca in einem 5-Sterne-Komplex ausspannen?
Die Antwort lautet: Nein. Wer als Innenministerin in diesen Tagen den Hotel-Pool der Amtsstube vorzieht, hat seinen Job nicht verstanden. Faeser wollte ihren Mallorca-Trip geheim halten. Es hat nicht funktioniert. Während Kanzler Olaf Scholz am Kiosk auf dem Spiegel-Titel eine Abschiebe-Offensive ankündigte, lag die zuständige Ministerin am Pool. Die Botschaft: Eure Sorgen zu Hause in Deutschland sind mir egal. Ich brauche mal eine Pause.

Der Kanzler kündigte eine Abschiebe-Offensive an
Theoretisch: Deutschlands wichtigste Ministerin
Kein Regierungsmitglied ist gerade so gefragt wie die Bundesinnenministerin. Bei ihr laufen die zentralen Fragen der inneren Sicherheit und des Grenzschutzes zusammen. Polizei, Migration, Terrorabwehr – das ist Faesers Job.
Aber während sich auf Deutschlands Straßen täglich ein Judenhasser-Mob austobt, der die gescheiterte Migrationspolitik der vergangenen Jahre offenlegt und die Bundespolizei zum Grenzschutz ausrückt, erholt Faeser sich von ihrem Hessen-Debakel in der spanischen Herbst-Sonne.
Man stelle sich vor, Jens Spahn wäre als Gesundheitsminister während der Corona-Hochphase mal kurz auf die Balearen geflogen. Die Rücktritts-Rufe hätten kein Ende genommen. Bei Faeser reiht sich mittlerweile ein Rücktrittsgrund an den anderen. Man wird langsam müde.
Faeser hat übrigens kein Bundestagsmandat, sie wurde von niemandem gewählt. Das merkt man in diesen Tagen besonders. Sie ist Ministerin, nicht Abgeordnete. Sie dient sich selbst, nicht dem Volk. Würde sie dem Volk dienen, würde sie verstehen, dass sie ihren Job machen muss. Würde sie dem Volk dienen, würde sie ein Verantwortungsgefühl spüren, dass es ihr unmöglich macht, in dieser Krise von der Bildfläche zu verschwinden.

Willkommen zurück: Scholz begrüßt Faeser am Mittwochmorgen im Kabinett
Dürfen Minister sich mal eine Auszeit vom Amtsstress nehmen? Ja, natürlich! Sie müssen es sogar. Spitzenpolitik ist ein Knochenjob mit chronischem Schlafmangel und maximalem Entscheidungsdruck. Also: Urlaub, gerne. Aber bitte nicht, wenn sie regieren MÜSSEN.
Das Innenministerium verweist auf Nachfrage darauf, dass Faeser „wenige Tage“ auf Mallorca verbracht habe, „um mit ihrem 8-jährigen Sohn dort einen Teil seiner Herbstferien zu verbringen“. Das mag jetzt rührend klingen. Aber wissen Sie, wie viele Familien ihren Urlaub abbrechen oder verkürzen müssen, weil Mama oder Papa plötzlich arbeiten müssen? Weil der Job in dem Moment vorgeht und der Chef Druck macht? Jeden Sommer höre ich diese Geschichten. Von ganz normalen Leuten. Das führt dann zu Beziehungskrisen und Tränen bei den Kindern. Bei allem Respekt: Kein Job ist gerade wichtiger als der einer präsenten Innenministerin, die Deutschlands Probleme annimmt und löst.
Stattdessen hat Faeser mit ihrem Mallorca-Urlaub vor allem eins bewiesen: Der Frau ist alles egal. Einzige Ausnahme: sie selbst.
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