„Gio Unzensiert“: Der Luke Mockridge-Shitstorm ist lächerlich!
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In der aktuellen Folge von „Gio unzensiert“ spreche ich über den Shitstorm rund um den ohnehin kontrovers diskutierten Luke Mockridge – und erkläre, warum ich diesen Cancel-Wahnsinn für maßlos überzogen halte.
Auslöser war eine Episode des Podcasts „Die Deutschen“. Mockridge machte, gemeinsam mit den beiden Moderatoren Nizar und Shayan, Witze über die Paralympics und deren Sportler. Das wurde als behindertenfeindlich empfunden, die Empörung in den sozialen Medien und der Presse war groß.
Woke-Germany ist süchtig danach, schuldig zu sprechen
Woke-Germany reagierte prompt, und nun steht der Vorwurf des „Ableismus“ im Raum. Besonders scharf äußerte sich die Paralympics-Athletin Kristina Vogel, die selbst querschnittsgelähmt ist. Sie forderte eine Entschuldigung – die Mockridge auch lieferte. Doch wie so oft wird diese Entschuldigung nicht gut aufgenommen. Wenig überraschend, wie ich finde.
Woke-Germany geht es nicht um Versöhnung oder Wiedergutmachung. Woke-Germany möchte Menschen an den Pranger stellen und schuldig sprechen!
Der Schaden ist also längst angerichtet. Luke Mockridge ist, in der öffentlichen Wahrnehmung, erledigt. Man wirft ihm Mobbing vor, und ironischerweise wird genau das nun an ihm verübt – in einer Art und Weise, die jegliches Maß überschreitet. Es bleibt nur zu hoffen, dass er mental stark genug ist, um dieser enormen öffentlichen Hetze standzuhalten.
Was mich an dieser Debatte jedoch besonders stört, ist die rasante Eskalation eines – zugegebenermaßen – geschmacklosen Witzes. Ein Aspekt, der dabei völlig untergeht, ist doch die Frage nach der Rolle von Humor im öffentlichen Raum. Ja, Witze auf Kosten anderer sind meistens grenzwertig. Aber wo ziehen wir diese Grenze? Ab wann wird Satire zur bewussten Provokation, und bis wohin ist es einfach nur Humor, der nicht jedem gefallen muss? Diese Frage halte ich für zentral, denn wenn wir beginnen, jede Aussage und jeden Witz zu zensieren, verlieren wir ein wichtiges Ventil, um gesellschaftliche Spannungen zu verarbeiten.
Comedy darf provozieren – sie muss es sogar!
Doch anstatt eine differenzierte Debatte über Humor zu führen, schreien wir sofort nach Zensur und nach Regulierungen. Wollen wir wirklich in einer Gesellschaft leben, in der nur noch das gesagt werden darf, was niemanden verletzen könnte? Wollen wir in einer Gesellschaft leben, die Cancel-Culture kultiviert und institutionalisiert?
Ich möchte das nicht.
Schaut euch hier die neue Folge von „Gio unzensiert“ an:
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Giovanna Winterfeldt
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