Heute ist ein schöner Tag für Deutschland: Man kann sich wieder um tote, statt um lebende Juden kümmern
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Alle Jahre wieder kommt der Tag, an dem die deutschen Wiedergutmachungsweltmeister à la Claudia Roth ihr „Nie wieder“ verkünden, wo immer sie können. Es ist der 9. November – Kristallnacht.
Diejenigen, die uns Juden das ganze Jahr über das Leben schwer machen, können diesen Tag kaum erwarten. Endlich kann man das obligatorische hübsch schwarz gefärbte #niewieder-Bild posten. Endlich kann man auf den historischen Antisemitismus der Rechten hinweisen. Endlich kann man die toten Juden in Schutz nehmen und sich als Widerstandskämpfer gegen das Dritte Reich inszenieren.
Bei diesem Thema kommt man um den Begriff des Gutmenschen nicht herum. Der Gutmensch ist für alles Gute und gegen alles Schlechte, er weiß, dass er 364 Tage im Jahr gegen Israel hetzen und aus humanistischen Gründen über den Islamismus hinwegsehen muss, um dann an einem Tag im Jahr seine „Solidarität“ mit den toten Juden zu verkünden.
Der deutsche Gutmensch zahlt gerne seine Steuern, damit sie bei der Hamas landen, aber auch, um das Gedenken an die „Reichspogromnacht“ zu finanzieren. Denn mehr Hamas bedeutet mehr tote Juden. Mehr tote Juden bedeuten – weniger lebende, die ihn damit nerven, dass er jüdisches Leben aktiv bedroht.
Natürlich nicht direkt – es gibt kaum strukturelle Gewalt von Deutschen gegen Juden. Dafür umso mehr islamistischen Hass, den man gerne importiert, mit Rundfunkgebühren finanziert und in hohen Gremien toleriert.
Man kann den Holocaust nicht ungeschehen machen – man kann sich auch nicht reinwaschen. Weder mit Philosemitismus noch mit diesem eintägigen Theater am 9. November. Die heutige Generation der Deutschen trägt keine Schuld – sie trägt nur die Verantwortung dafür, dass es sich nicht wiederholt. Auch nicht von den „ausgegrenzten“ Schutzbefohlenen.
Ein besonderes Beispiel für diese widerliche Heuchelei findet sich bei Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel, die maßgeblich für die judenfeindlichen Zustände auf deutschen Straßen verantwortlich ist, sich jetzt aber für den Schutz jüdischen Lebens ausspricht. Sie zündet das Haus an, lässt es brennen und wenn die Flammen langsam die Bewohner erreichen, fordert sie Feuerlöscher in den Fluren.
Bundeskanzler Olaf Scholz bezeichnete die Ausgrenzung von Juden heute als „eine Schande“. Eine Schande ist die Politik der Ampel im Umgang mit Antisemitismus.
Dieser Kommentar wird bei einigen Lesern auf taube Ohren stoßen, denn „was weiß ein Jude schon davon, wie man des Judenpogroms gedenkt“. Die selbstgerechten linken Deutschen sind Weltmeister in der Aufarbeitung, sie sind so unglaublich reflektiert, sie sind aufgeklärt, und das ist auch der Grund, warum die Juden in Deutschland keine Zukunft haben. Die Juden haben in Deutschland nur eine Vergangenheit und die spielt den Gutmenschen in die Hände, wenn sie sich selbst beweihräuchern.
Ich sage bewusst Kristallnacht, denn dieser Begriff gilt als politisch nicht korrekt – die Kristallnacht war politisch nicht korrekt.
Spart euch euer „Nie wieder“, wenn ihr den Rest des Jahres ein „Bald wieder“ lebt. Spart euch euer „Nie wieder“, wenn für euch nur die schwachen und toten Juden zählen und ihr die starken, bewaffneten Juden hasst.
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