Islamismus bekämpft man nicht nur mit dem Gesetz, sondern mit selbstbewusster Kultur
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Öffentliche Islamgebete, Ehrenmorde oder migrantische Gewalt gegen junge Deutsche gehören mittlerweile zur Normalität in diesem Land. Ist die Entwicklung noch umkehrbar? Eines jedenfalls ist sicher, meint NIUS-Kolumnistin Birgit Kelle. Wir haben kein juristisches Problem, sondern ein kulturelles.
Zivilisationen sterben nicht, sie begehen Selbstmord, formulierte einst der britische Historiker und Philosoph Arnold J. Toynbee. Nimmt man das beim Wort, hat sich der deutsche Patient bereits seiner Depression ergeben und lässt sich nahezu widerstandslos zum Sterben überreden.
Ein paar Meldungen aus dem bunten Deutschland und Europa, allein aus den vergangenen Tagen: In Dresden organisiert ein vom Verfassungsschutz beobachteter Islamistenverein völlig ungestört mit hunderten an Teilnehmern und hübsch geschlechtergetrennt aufgereiht im Freien ein öffentliches Gebet am Elbufer. Schon in den Morgenstunden ertönen Allahu-Akbar-Rufe, Teilnehmer freuen sich, dass dank des Flüchtlingsstroms die Zahl der Beter von einst nur 20 Leuten jetzt bei 200 liegt.
Am selben Tag tun dies in Halle 5.000 Muslime in einem Stadion.
In Stralsund rollen Muslime mitten in der Stadt auf einem Platz ihre Gebetsteppiche aus und beten öffentlich im Straßenbild. Eine Landnahme, die weder Feministinnen noch Politik stört. Gut, dass sie nicht Gigi d'Agostini Musik gehört haben, das hätte Ärger gegeben.
Abgesagte Abiturfeier, Ehrenmord und „Allahu Akbar“
Eine Berliner Schule sagt die feierliche Abiturfeier samt Zeugnisvergabe ab, weil man die Sicherheit der Veranstaltung nicht garantieren könne. Dutzende von Abiturienten hatten angekündigt, die Feier für ein politisches Bekenntnis pro Palästinenser nutzen zu wollen. In Konsequenz ist die Feier jetzt für alle Schüler abgesagt. Kapitulation vor Halbstarken.
Am Rheinufer findet die Polizei die Leiche einer 15-Jährigen, mordverdächtig sind die aus Afghanistan eingereisten Eltern, die mit dem westlichen Lebensstil der Tochter nicht einverstanden waren. Ein „Ehrenmord“ ohne Aufschrei und Sondermeldungen.

Spurensicherung am Rhein. Die Wormser Polizei hatte im Stadtteil Rheindürkheim die Leiche eines 15-jährigen Mädchens gefunden.
An Berliner Schulen hat wegen der anrollenden Sommerferien die Aufklärungswoche gegen Zwangsehen in Kooperation mit der Polizei begonnen. Der Grund: jedes Jahr kehren hunderte Mädchen nach den Ferien nicht mehr, oder verheiratet aus dem Sommerurlaub zurück. Ein Schema seit Jahrzehnten. Im Jahr 2022 waren es allein in Berlin 496 Fälle. Über ein Drittel der Mädchen davon waren nicht volljährig, neun Mädchen erst zwölf Jahre alt, berichtet die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes.
Syrer und Afghanen verprügeln 14-jährigen Deutschen
In Dortmund ziehen begeisterte türkische Fußballfans mit „Allahu Akbar“-Rufen Richtung Stadion, um ihre türkische Nationalmannschaft zu feiern. Ihre Fußballgötter heißen offensichtlich nicht „Beckenbauer“ und auch nicht „Rummenigge“.

Türkische Fans auf dem Weg ins Dortmunder Westfalenstadion.
In Gera ermittelt die Polizei gegen eine Gruppe von 20 Kindern zwischen 12 und 15 Jahren. Sie stammen aus Afghanistan und Syrien und haben einen 14-Jährigen beschimpft, geschlagen und gewürgt, das Ganze auf Video aufgenommen und ins Netz gestellt.
Der aktuelle Verfassungsschutzbericht rechnet die Angst vor einer „angeblichen“ Islamisierung Deutschlands dem rechtsextremen Spektrum zu. Ebenso die Behauptung einer „vermeintlichen“ Dominanz des Islams im öffentlichen Raum, berichtet aber gleichzeitig von einem Anstieg islamistischer Gefahrenlagen und Täter. Derselbe Verfassungsschutz räumt ein, es gäbe keine Anzeichen für Islamfeindlichkeit in Deutschland, das sei „zu vernachlässigen“. Innenministerin Nancy Faeser (SPD) hat dennoch im vergangenen Jahr eine zweifelhafte Studie zum Anstieg der angeblichen Islamophobie in Deutschland finanziert. In NRW besteht weiterhin eine staatlich finanzierte Meldestelle für angebliche „Islamophobie“-Vorfälle. Schizophrenie auf staatlicher Ebene.
Sicherheit von israelischen Sportlern kann nicht garantiert werden
In Brüssel sagt die Stadt bereits jetzt ein für den September geplantes Fußballspiel der israelischen Mannschaft ab. Es werden dazu derart große Ausschreitungen befürchtet, dass man die Sicherheit der Spieler, aber auch der Besucher und der ganzen Stadt, nicht gewährleisten kann. In Folge können Juden in der belgischen Hauptstadt nicht mehr Fußball spielen. Kapitulation vor gewaltbereiten Antisemiten. Die Sicherheitsorgane geben bereits präventiv auf vor der Gewaltandrohung palästinensischer Europäer und solcher, die hier illegal eingereist sind.

Der junge Polizist Rouven L. wurde in Mannheim brutal von einem Islamisten in den Hals gestochen und schwer verletzt. Er erlag diesen Verletzungen im Krankenhaus.
Der Islam ist nicht erst ein Problem, wenn der Verfassungsschutz anrücken muss oder ein Polizist von einem Terroristen niedergestochen wird, diese Gesellschaft verändert sich bereits weit im Vorfeld auf den Straßen in den Schulen und in den Köpfen. Der Kulturkampf des Islam ist kein juristisches Problem, sondern ein Kultur- und Religionskrieg, der sich so lange demokratischer Mittel bedient, bis die gastgebende Gesellschaft kapituliert, oder in der Minderheit ist. Mit juristischen Mitteln ist das nicht zu lösen, es braucht auch den Überlebenswillen einer europäisch-christlichen Kultur und genau davon sind wir leider weit entfernt.
Völlige emotionale Verrohung
Islamisierung wird in zahlreichen Kontexten sichtbar, nicht erst als Terroranschlag in seiner radikalsten Form. Sie ist nicht erst dann ein Problem, wenn Menschen sterben, sondern bereits dann, wenn im Alltag die Kultur des Miteinanders gestört wird und Religion als Ersatz für Recht und Gesetz gehandelt wird. Wenn noch nicht einmal strafmündige Kinder, die in diesem Land als Flüchtlinge ankommen, ihre Mitschüler misshandeln und das auch noch lustig finden, ist das kein juristisches, sondern ein Erziehungsproblem in den eingereisten Familien der Kinder. Dann ist es ein Problem völlig unterschiedlicher Wertvorstellungen über angemessenes, soziales Verhalten oder die Legitimation körperlicher Auseinandersetzungen, es ist aber auch ein Zeichen völliger emotionaler Verrohung.

Eine brutale Schlägerbande misshandelt einen 14-jährigen Jungen in Gera. Sie würgen ihn, prügeln immer wieder auf seinen Kopf ein und filmen das Ganze.
Es ist erstaunlich, mit welcher Schonhaltung der deutsche Staat aber auch jener Teil der gesellschaftlich Dauerempörten, der sonst über jedes falsch verwendete Personalpronomen in Hysterie verfallen kann, den Islam und seine Kulturvorstellungen zum Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Geschlechter und Nationalitäten behandelt, so als sei es erst dann ein Problem, was in deutschen Moscheen gepredigt wird, wenn es der Verfassung widerspricht, während alles andere davor sich in einem gesetzeskonformen, sprich unbedenklichen Bereich bewegen würde.
Messerkontrollen sind keine Lösung
Hatte es irgendeine schulpolitische, bildungspolitische oder gesellschaftspolitische Reaktion oder einen Lösungsvorschlag gegeben, als man ebenfalls erst vor kurzem in Niedersachsen durch eine Studie belegen konnte, dass die große Mehrheit muslimischer Teenager die Scharia für wichtiger hält als die deutsche Verfassung?
Es geht weiter im Tagesgeschäft, so als sei es eben eine schicksalhafte Sache, dass sich zunehmend Bürger mit Migrationshintergrund keineswegs auch nur mit den Grundzügen unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung identifizieren. Die kleinen Schulhof-Paschas von heute sind die nicht integrierten Milieus von morgen. Und nein, Messerkontrollen an Schuleingängen sind keine Lösungen, sondern Verzweiflungstaten einer ratlosen Gesellschaft.
Gerade wird zu Land zu Wasser und in der Luft mit allerlei staatlichen Programmen und Millionen im Kampf gegen „Rechts“ die Demokratie gerettet, während sie in den Klassenzimmern der Republik vor die Hunde geht und wir Lehrer und vor allem Lehrerinnen mit den Folgen dieses gesellschaftlichen Wandels allein lassen. Das Problem der Islamisierung beginnt mit jedem verweigerten Handschlag und Wort gegenüber einer deutschen Lehrerin.
Das Problem ist längst da
In Frankreich haben bereits Priester und Lehrer nicht nur sprichwörtlich ihren Kopf gelassen, weil sie wagten, islamkritische Inhalte oder gar Karikaturen zu thematisieren. In Deutschland leben zahlreiche Islamkritiker unter ständigem Polizeischutz. Das Problem ist längst da, wenn sich Bürger oder auch staatliche Organe der erwarteten Bedrohungslage anpassen und dann eben schweigen.
So wie das Problem nicht erst im juristischen, sondern im kulturellen Bereich beginnt, kann die Lösung entsprechend nicht rein durch staatliche Institutionen, sondern nur durch die Zivilbevölkerung selbst eingefordert werden. Wer für nichts mehr einsteht, braucht sich nicht wundern, wenn er überrannt wird.
Nun ist es immer schwer, Reaktionsmuster auf Ereignisse oder Veranstaltungen zu vergleichen, es ist aber manchmal recht nützlich, um zu demonstrieren, wie mit zweierlei Maß gemessen wird. Gerade empörte man sich in der Stadt Tübingen mit Demonstrationen linker Gruppen gegen eine etablierte Universitätsveranstaltung christlicher Gruppierungen. Die aberwitzigen Vorwürfe gegen völlig normale christliche Glaubensinhalte reichten dabei von „rechtsextrem“ über „fundamentalistisch“ bis hin zu „homophob und transphob“. Als hingegen vor ein paar Wochen in Göttingen eine islamische Gruppe die Aula der Universität für einen Gebetsabend inklusive Geschlechtertrennung nutzte, war kein einziger linker Protestierender und auch keine feministische Gruppe zu sehen.
Islamismus fängt nicht erst beim Terroranschlag an
In München laufen sich gerade sowohl das örtliche CSD-Komitee als auch Lokalpolitik und Medienbetrieb im Protest gegen eine christliche Großveranstaltung warm. Dass Christen aus unterschiedlichen Ländern, Kontinenten und Gemeinden für Frieden und Gemeinsamkeit beten wollen, wird hier als eine angebliche Gefahrenlage durch „extremistische“, „menschenfeindliche“ und „fundamentalistische“ Christen herbeiphantasiert, während die SPD-Bürgermeisterin und die Fraktion der Linken laut darüber nachdenken, wie man ihnen die Räumlichkeiten für ihr Treffen wegnehmen kann.
Keine CSD-Gruppe im sogenannten Pride-Month hat jemals vor einer deutschen Moschee gegen islamische Homophobie demonstriert, obwohl es in allen deutschen Großstädten ständig zu Gewalttaten arabischstämmiger Bürger gegen Angehörige der LGBTQ-Lobby kommt. Nun darf man gegen christliche Moralvorstellungen demonstrieren, aber warum spart man jene Religion vom Protest aus, deren Vertreter Schwule in ihren Heimatändern gerne noch ins Gefängnis oder in Gruben werfen?
Würden katholische Pfadfinder durch die Straßen ziehen und „Gott ist groß“ brüllen, wären mindestens der Sektenbeauftragte am Start, aber wahrscheinlich alle Kirchenkritiker auch innerhalb der christlichen Kirchen und die versammelten Religionskritiker in Medien und Politik ebenfalls. Integration ist keine juristische Frage, sondern eine kulturelle Leistung. Dazu gehört die Akzeptanz einer bereits existierenden deutschen Tradition, Kultur und Sprache. Es ist nicht fremdenfeindlich, sondern normal, dies jedem Neubürger mitzuteilen und abzuverlangen. Geschlechtergerechtigkeit, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit ohne Todesangst auch für Juden jederzeit und überall in Deutschland sind keine verhandelbaren Optionen, sondern bedingungslos zu akzeptierende Grundvoraussetzungen.

Muslime beten vor dem Brandenburger Tor in Berlin.
Wer „Wehret den Anfängen!“ im Kampf gegen „Rechts“ verlangt, muss sich die Frage stellen lassen, warum dieses nicht auch im Kampf gegen religiös motivierte Feinde der Verfassung gelten sollte. Islamismus fängt nicht erst beim Terroranschlag an, die Anfänge sehen wir bei jedem demonstrativen öffentlichen Beten vor dem Brandenburger Tor oder am Elbufer.
Niemand regt sich auf
Wer das halbe Land und die Innenministerin mit medialen Empörungsritualen und einem digitalen Lynchmob in Gang setzten kann, wenn ein paar besoffene junge Menschen auf Sylt über die Stränge schlagen, muss sich fragen lassen, warum es weder Behörden noch die Mehrheit der Medien oder die Politik und nicht einmal eine versprengte Gruppe Feministinnen oder wenigstens einen Sektenbeauftragten aufregt, wenn vom Verfassungsschutz beobachtete radikale Muslime öffentlich mitten in der Stadt zum geschlechtergetrennten Beten auflaufen.
Wir haben kein juristisches Problem, sondern ein kulturelles. Wir sehen gerade tatenlos zu, wie eine Landnahme geschieht, auf den Straßen, in den Schulen, auf öffentlichen Plätzen und selbst in Behörden. Wir sehen zu, wie Mädchen aus Schulen verschwinden, zwangsverheiratet oder ermordet werden, weil sie unserer Kultur folgen wollen, statt der ihres Elternhauses. Wir sehen zu, wie Männer Frauen den Respekt und den Handschlag verweigern. Wir sehen zu, wie die Kinder der dritten Generation muslimischer Einwanderer sich weniger in unsere Kultur integrieren als ihre Großeltern es einst taten. Und was ist die Antwort dieser Regierung? – Meldestellen gegen „Islamophobie“.
Es ist das Elend der deutschen christlichen Großkirchen, dass sie den Kampf um kulturelle Deutungshoheit längst eingestellt haben, sodass das christliche Abendland derzeit vor allem durch Atheisten gerettet werden muss.
Auch bei NIUS: Die Akte Sulaiman A.: „Alles deutet auf einen IS-inspirierten Anschlag hin“
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