Manchmal fühle ich mich hilflos: Wie Migranten langsam den öffentlichen Raum erobern
Ein Beitrag von
Es ist heiß, über 30 Grad. Es hat seit Tagen nicht geregnet, die Menschen schwitzen. Jetzt ins Wasser springen – das wäre es.
Da ist das Berliner Columbia Bad im Bezirk Neukölln, ein Schwimmbad mit Rang und Namen. Es ist eine der beliebtesten Freizeiteinrichtungen Berlins, es grenzt an den ehemaligen Flugplatz Tempelhof. Finanziert wurde das erste Freibad der Hauptstadt 1951 aus Mitteln des amerikanischen Marschallplans, damit die Einwohner sich in den entbehrungsreichen Nachkriegsjahren erholen konnten. Der legendäre Oberbürgermeister Ernst Reuter („Ihr Völker der Welt, schaut auf diese Stadt!“) hat es eröffnet.
Jetzt, im Sommer 2024 zu Ferienbeginn, ist das geschichtsträchtige Freibad geschlossen. Die Belegschaft will nicht mehr arbeiten. Oder besser – kann nicht mehr. Die Angestellten haben die Pöbeleien, die Gewalt, die Drohungen vorwiegend männlicher Jugendlicher mit Migrationshintergrund satt. Sie haben sich reihenweise krankgemeldet.
Tausenden Familien wurde zu Ferienbeginn ihr Sommerspaß genommen. Hauptbetroffene der Schließung sind Frauen mit kleinen Kindern, oft aus Neukölln, oft mit Migrationshintergrund. Es ist die Spitze einer Entwicklung, die leider – in Deutschland – immer öfter zu beobachten ist: Migranten haben Parks, Schwimmbäder, Festplätze und anderen öffentlichen Raum erobert. Und die sogenannten Bio-Deutschen (was für ein irrsinniges Wort) trauen sich nicht mehr hin.

Die Polizei sichert das Columbia Bad in Berlin Neukölln.
Die alten Berliner gehen da nicht mehr hin
Wer denkt, das sei eine Verbreitung von Vorurteilen, der sollte sonntags mal versuchen, sich in einem öffentlichen Park zu entspannen. In Berlin zum Beispiel (weil wir gerade über das Berliner Columbia Bad sprachen) eignet sich der Tiergarten für einen solchen Test. Sie werden keinen Platz finden, liebe Leser. Sie werden keinen Durchgang finden, hunderte von Familien haben sich da niedergelassen. Sie stehen da herum, Grill an Grill, Rauchschwaden überziehen die 700 Linden, Eichen und Kastanien, die dort nach dem Krieg gepflanzt wurden, damit die Berliner wieder ein Erholungsgebiet in der Stadt haben.
Natürlich werden dort keine Eintrittskarten verteilt. Keiner steht da und verbietet einem, irgendwo hinzugehen. Und kein Migrant ruft: „Geht, wir wollen unter uns sein!“ Sie müssen es nicht rufen. Die alten Berliner gehen da nicht hin. Sie fühlen sich nicht wohl unter so vielen Menschen, die ihnen fremd sind. Und das ist der Unterschied: Migranten scheinen sich unter ihresgleichen durchaus wohlzufühlen, auch wenn es immer wieder (zum Teil auch blutig) zu Schlägereien und sogar Messerstechereien kommt.

Der Tiergarten im Herzen der Hauptstadt – unweit des Reichstagsgebäudes.
Wo führt das noch hin, fragen sich viele Menschen. Schwimmbäder, die wie Festungen mit Stacheldraht gesichert sind; Bahnhöfe, in denen Polizei patrouillieren muss (was eigentlich jeder gern sieht, der nichts zu verbergen hat); Festplätze, auf denen Menschen friedlich feiern wollen, inzwischen aber Angst haben, dass sich irgendwo ein Messerstecher rumtreibt. Und dieser Messerstecher ist in der Regel kein Deutscher.
Wir haben unseren öffentlichen Raum verloren, jedenfalls einen großen Teil davon. Aber eigentlich haben wir ihn nicht verloren, wir haben ihn aufgegeben. Und wenn wir nicht aufpassen, verlieren wir weiter Stück für Stück. Das sollte, das darf nicht passieren.
Lesen Sie auch:
In Freibädern entlädt sich der Clash der Kulturen
Mehr NIUS:
Mord an Henry Nowak: Diese Tat steht für staatlich unterstützten Hass auf Weiße
Zwischen Tränen und Schuldgefühlen: Das seltsame Frauenbild der Grünen
Bewiesen: Zu wenig Schlaf macht alt – zu viel aber auch!
Fettig, deftig, ehrlich: Der Taxiteller ist zurück!
Wolfgang Kubicki muss das Strack-Zimmermann-Lager aus der FDP vertreiben
Robert und der Wolf: Habeck jetzt offiziell Märchenerzähler
Abgewählt und trotzdem gefeiert: Plant Robert Habeck ein Politik-Comeback?
Ex-Ferrari-Boss Montezemolo entlarvt das traurige Schicksal europäischer Automobilkunst
Mehr NIUS:
Fettig, deftig, ehrlich: Der Taxiteller ist zurück!
Wolfgang Kubicki muss das Strack-Zimmermann-Lager aus der FDP vertreiben
Robert und der Wolf: Habeck jetzt offiziell Märchenerzähler
Abgewählt und trotzdem gefeiert: Plant Robert Habeck ein Politik-Comeback?
Ex-Ferrari-Boss Montezemolo entlarvt das traurige Schicksal europäischer Automobilkunst
„Was ist schlimmer – Bärbel Bas oder die Tagesschau?“: Heiko Wasser, der Unerschrockene
Warum die AfD jetzt über 30 Prozent geht
Bärbel Bas und das „Einheitsbraun“: Wie eine „rechte Verschwörungstheorie“ zur offiziellen Regierungslinie wurde
Louis Hagen
Artikel teilen
Kommentare