Migrant Markus Lanz hat keinen Respekt vor kriminellen Migranten: „Was ist daran so schwer zu verstehen?“
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TV-Fachkraft mit Moderationshintergrund erklärt den Deutschen, was er von Ausländerkriminalität hält …
Die Kölner Silvesternacht liegt jetzt mehr als acht Jahre zurück und ist zum geflügelten Wort für die Kombination aus einer gescheiterten Migrationspolitik unter Angela Merkel und die bis heute zunehmende und überrepräsentierte Gewalt durch Ausländer im öffentlichen Raum geworden.
Bis heute tun wir uns in der Debatte schwer damit, zu benennen, was ist und was daraus folgen sollte. Umso wohltuender war der Auftritt von Markus Lanz in seiner eigenen Talkshow am Donnerstagabend. Lanz wortwörtlich: „Ich habe keinen Respekt vor Menschen, die sich auf der Kölner Domplatte so aufführen … und dann führen wir Debatten darüber, ob man ‚Nafri‘ oder ‚nordafrikanischer Intensivtäter‘ sagen darf oder nicht. Mich interessiert: Ist der kriminell oder nicht.“
Es ist der überraschendste Klartext der Woche. Und er geht noch weiter. Lanz, geboren und aufgewachsen im italienischen Bozen (Südtirol), im ZDF: „Ich will sagen, davor habe ich überhaupt keinen Respekt. Und ich finde: Jemand, der in dieses Land kommt … und das betrifft mich übrigens auch … ich hatte von Anfang an das dringende Bedürfnis, Teil dieser deutschen Gesellschaft zu werden und entsprechend habe ich mich versucht zu benehmen, schlicht und ergreifend. Und das darf ich doch von jedem erwarten, der in dieses Land kommt. Was ist daran so schwer zu verstehen?“
Hier ist die Szene:
Danke, Markus Lanz! Die Abschlussfrage ist so richtig wie traurig: Was ist daran so schwer zu verstehen, dass Menschen, die in ein anderes Land kommen, sich an die Regeln halten? Und wieso müssen wir Verständnis für Kriminalität aufbringen?
Mich bewegt dieser Lanz-Monolog vor einem Millionen-Publikum auch deshalb, weil sich immer wieder Leserinnen und Leser mit Migrationshintergrund bei NIUS melden, die sagen: Früher war das anders. Als wir nach Deutschland gekommen sind, gab es keine Sprachkurse, kein Bürgergeld, wir haben uns durch Arbeit integriert, um unseren Kindern eine gute Zukunft zu ermöglichen.
Lisa R. schrieb mir am Mittwoch eine sehr lange E-Mail, sie ist 43 Jahre alt, in Tschechien geboren, vor 33 Jahren nach Deutschland gekommen und heute Mutter eines 11-jährigen Jungen. Lisa erinnert sich: „Als meine Mutter und ich nach Deutschland kamen, gab meine Mutter ihre gute Stellung als Professorin auf. Sie sprach kein Deutsch, ich kaum. Sie ging putzen, arbeitete sieben Tage die Woche und musste erniedrigende Besuche bei der Ausländerbehörde über sich ergehen lassen. Auch abschieben wollte man uns, obwohl sie gearbeitet hat, ich ein Gymnasium besuchte und wir keinen Pfennig vom Staat bekamen. Dank meines damaligen Klassenlehrers und des Kirchenasyls konnte man das Schlimmste abwenden.“ Kurzum: Die Mutter hat sich aufgeopfert für die Tochter, die Tochter später Abitur gemacht und studiert. Heute ist Lisa R. verbeamtete Lehrerin in Bayern. So geht Migration.
Ihr Alltag HEUTE sieht so aus: „Ein Tag auf einer Schule mit durchschnittlich 85 Prozent Migrationsanteil in einer Klasse ist gefüllt mit Ignoranz, Gewalt, Respektlosigkeit, mangelnder Leistungs- und Lernbereitschaft und vielen Schimpfwörtern – natürlich nur in Fremdsprachen. Wir sollen in Deutschklassen Schüler fördern, die gar kein Interesse daran haben, sich auf Deutsch überhaupt vorstellen zu können.“

Die Kölner Silvesternacht 2015/2016: Sinnbild für gescheiterte Migrationspolitik
Was ist in den vergangenen 33 Jahren passiert, dass eine Frau, die selbst als junges Mädchen nach Deutschland eingewandert ist, derart frustriert auf die neue Generation junger Migranten blickt?
Die Antwort ist sicher nicht einfach. Aber vielleicht wäre ein Eingeständnis mal ein Anfang: Weil wir in Deutschland irreguläre Migration ohne Konsequenzen zugelassen und zur Normalität erklärt haben. Niemand, der aus welchem Grund auch immer nach Deutschland kommt, muss den deutschen Staat oder die deutsche Gesellschaft zwingend respektieren. Oder gar vor Konsequenzen bei Fehlverhalten fürchten.
Das ist auch das, was Markus Lanz so hervorragend auf den Punkt bringt: Wer wirklich Teil dieser Gesellschaft werden will, der benimmt sich. Das ist keine vorsichtige Erwartungshaltung, die wir als Gesellschaft an Migranten haben sollten. Sondern notwendige Bedingung für Integration.
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Willi Haentjes
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