Jung, queer, GRÜN: Regiert bald ein „BürGAYmeister“ München?
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Melanie GrünWird die drittgrößte Stadt Deutschlands bald von einem 35-Jährigen, homosexuellen GRÜNEN regiert? Möglich ist es, denn die Bayerische Kommunalwahl lief nicht gut für Münchens amtierenden Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD).
Der SPD-Mann muss am 22. März in die Stichwahl mit dem Kandidaten der Grünen, Dominik Krause. Reiter holte nur 35,6 Prozent, sein Konkurrent hängt ihm mit 29,5 Prozent dicht auf den Fersen. Vor allem in den Altbau-Vierteln der Biomarkt-Boheme schnitt der grüne Posterboy gut ab. Reiter dagegen bekam eine Watschn nach einem Pannen-Wahlkampf.

Münchens amtierender Oberbürgermeister Dieter Reiter
Reiter nicht mehr fest im Sattel
Was Reiter zum Verhängnis wurde: monatelanges Gezerre um die berühmte Eisbachwelle, Krieg ums Tempolimit, dazu zwei handfeste Skandale: Als Verwaltungsbeirat des FC Bayern München soll Reiter seit Ende 2021 jährlich 20.000 Euro bekommen haben. Aktuell wird geprüft, ob er diese Nebentätigkeit vom Stadtrat hätte genehmigen lassen müssen. Dass der Ober-Soze gleich mehrere gutbezahlte Jobs hat, ist auch in Anbetracht der Münchner Arbeitslosenquote von fast 6 Prozent schwer vermittelbar.
Und dann sagte der 67-Jährige vergangene Woche im Stadtrat auch noch das N-Wort: „So, wo samma, sagen die ...“. Das Zitat des Künstlers Fredl Fesl sorgte für Aufregung. Und das von einem SPD-Mann? Wie NIUS berichtete, betreibt der Oberbürgermeister ein städtisches Antifa-Netzwerk, das in Teilen mit Steuergeldern finanziert wird.
In seiner Instagram-Story bemüht sich Reiter nach der Wahlschlappe um Schadensbegrenzung und spricht von einem „enttäuschenden Wahlabend“. Er habe in den vergangenen zwei Wochen „ein, zwei Fehler gemacht“, das würde das Ergebnis deutlich beeinflussen. „Das ist schlecht und das tut mir leid, dafür möchte ich mich ausdrücklich entschuldigen.“

Dominik Krause wirbt mit seinem Schwulsein.
Grüne Politik als Wohlstandskiller
Nützt aber nichts: Am 22. März wird der SPD-Silberfuchs seinen Sessel möglicherweise einem 35-jährigen Grünen überlassen müssen. Aber wer ist der Neue denn eigentlich? Dominik Krause, studierter Physiker, seit 2023 Zweiter Bürgermeister, hat beste Chancen, die Nummer eins in der Isarmetropole zu werden. Zudem wäre der große Blonde der erste offen schwule BürGAYmeister. Krauses Wahlkampftaktik: Er gibt das sympathische Kerlchen von nebenan. Er will 50.000 Wohnungen bauen (fragt sich bloß, wo?), die Verkehrswende vorantreiben (fragt sich, wie? Auch in der bayerischen Landeshauptstadt sind Verspätungen bei Bus und Bahn Alltag), er will den Klimaschutz stärken (fragt sich, von welchem Geld?). Er tritt beim Christopher Street Day auf, kann aber auch seriös. Dieser Punkt im Krause-Programm aber ist der interessanteste: „Kampf gegen rechts“. Führt der Junior die steuerfinanzierte, Antifa-freundliche Politik von Reiter fort?

Krause mit seinem Verlobten
Hallo, Herr Krause!
Dabei kommt Krause betont harmlos-hemdsärmlig daher: Sein Instagram-Account ist gut gepflegt, Brezel-Emoji, Teleskop im Profil, Wahlkampfveranstaltungen mit Partei-Bro Robert Habeck, Wahlparty mit den Weltverbesserern von VOLT, Begegnungen mit Bürgern: Beim vermeintlich spontanen Volleyballspiel im Englischen Garten lässt er sich siezen. Trotzdem: Krause beherrscht das Spiel aus Social Media und Volksnähe. Seinen Verlobten, einen Arzt, lernte er laut Abendzeitung mit 17 beim Tanzkurs kennen. Bald wird geheiratet.
Man kann Krause fast nicht nicht mögen, wenn da nicht die grüne Politik wäre, die den Wirtschaftsstandort München zu schreddern droht. Doch die Münchner (die die AfD zur viertstärksten Kraft im Stadtrat gemacht haben) haben ohnehin keine Optionen mehr. Nach der Stichwahl am 22. März bekommen sie so oder so das, was die meisten NICHT wollten: einen linken Bürgermeister.
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