Nein, Macheten-Männer gab es nicht „schon immer“! In Deutschland grassiert der Alltags-Islamismus
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Am Wochenende kämpfte ein Mann mitten auf der Kreuzung vor meiner Wohnung schattenboxend gegen alle Autos und Fahrräder, die ihm entgegenkamen. Ich war auf dem Weg nach Hause, kehrte jedoch auf dem Absatz um, weil der Mann aussah, als würde er bei einem aussichtsreicheren Gegner auch einen echten Boxkampf nicht scheuen. Außerdem hatte er erkennbar Migrationshintergrund, vermutlich aus einem islamischen Land.
Als er in die Richtung lief, in die ich geflohen war, suchte ich in einer Eisdiele Schutz und erklärte den Kunden, die dort anstanden, dass ich nur kurz einem Verrückten ausweiche. Sie blieben stumm; der Blick, mit dem sie mich ansahen, brannte sich mir ein: In ihren aufgerissenen Augen konnte ich eine vollkommene Leere ablesen, als hätten sie ihr Gehirn absichtlich ausgeschaltet, um die Situation nicht erfassen zu müssen.
Der verrückte Migrant zog schließlich von dannen. Was blieb, waren zwei Erkenntnisse: Ich muss jetzt auch in meinem eigentlich recht sicheren und gentrifizierten Wohnviertel aufpassen. Und: Gefährlicher als der Islamismus selbst ist die Weigerung weiter Teile des deutschen Bürgertums, diesen überhaupt zu erkennen.
Islamismus ist viel mehr als ISIS
Wir leben in einer Zeit der Hypersensibilität: Noch die winzigste Kränkung wird aufgebauscht zu einem prägenden Erlebnis, mit gesellschaftlicher Bedeutung aufgeladen. Ein schiefer Blick, ein falsches Wort werden von linksgrüner Seite als Belege für tief in der Gesellschaft verwurzelten Rassismus oder Frauenhass gewertet. Doch ausgerechnet bei einem der offensichtlichsten Phänomene scheinen die kollektiven Sensoren defekt zu sein: dem Islamismus.
Der Islamismus wird immer dann zum medialen Thema, wenn sich ein Mörder zu ISIS oder einer anderen Terrororganisation bekennt. Diese Definition aber setzt viel zu spät an.
Wenn ich vor dem fortschreitenden Einfluss aggressiver muslimischer Männer warne, werde ich häufig zweifelnd gefragt: Hast du denn schon mal einen Übergriff erlebt? Das Problem des Alltags-Islamismus aber beginnt viel früher. Es beginnt dort, wo Frauen ausweichen, Umwege gehen, Straßen und Plätze meiden. Es beginnt dort, wo sie angegafft werden, dort, wo muslimische Männer noch nicht einmal gaffen müssen, weil sie eine solch aggressive Präsenz ausstrahlen, dass man als Frau die Straßenseite wechselt.
Es beginnt dort, wo Mädchen und Frauen unter das Kopftuch gedrängt werden. Dort, wo sich die patriarchalen Verhaltensmuster muslimischer Männer auf eine ganze Generation junger Männer übertragen; wo sich auch nicht-muslimische Mädchen für ihre Sexualität rechtfertigen müssen, weil der Islam an deutschen Schulen diktiert, wer eine „Schlampe“ ist.

Kopftuchträgerinnen werden in Deutschland immer jünger.
Der politisch-mediale Gleichklang
Hand in Hand mit diesem Prozess der Normalisierung islamistischer Regeln geht ein Prozess der Leugnung. Dieser Tage können wir in Echtzeit den Prozess einer solchen Normalisierung und die damit einhergehende Leugnung von Islamismus beobachten: Am Samstag zündete ein polizeibekannter Syrer in Essen zwei Mehrfamilienhäuser an, rammte anschließend zwei Geschäfte mit seinem Transporter. Er war mit einem Palästinenser-Tuch und einer Palästina-Flagge bekleidet, trug ein Messer und eine Machete bei sich. 30 Menschen wurden durch die Brände verletzt, darunter zahlreiche Kinder, zwei von ihnen schwebten in Lebensgefahr. Für seinen Anschlag wählte der Mann Orte aus, an denen die Verwandten des neuen Freunds seiner Ex-Frau leben und arbeiten.

Eines der demolierten Geschäfte in Essen, daneben der Transporter des Täters.
Der Syrer war also bekleidet wie ein Islamist, bewaffnet wie ein Islamist und handelte wie ein Islamist. Und doch wollen Politik und Medien ihn nicht als solchen anerkennen. Die grüne Bundesfamilienministerin Lisa Paus bezeichnete die Tat als „Partnerschaftsgewalt“. Der zuständige Innenminister aus Nordrhein-Westfalen, Herbert Reul, sprach gegenüber der DPA vom „Werk eines Mannes, welcher möglicherweise die Trennung seiner Ex-Frau nicht verkraftet hat“. Und legte in einem Interview mit Welt nach: „Das gibt es immer schon. Das ist nicht neu, dass Menschen, weil sie private Rachegelüste haben, quasi Amok laufen. Und dass da alle Mittel eingesetzt werden, ist in der Vielfalt vielleicht neu. Aber sowas gab’s immer.“

Der Täter von Essen
Eine solche Aussage müsste eigentlich in ihrer Absurdität von Medien sofort aufgegriffen und skandalisiert werden. Was jedoch geschieht, ist, dass die Medien die Diktion der NRW-Regierung übernehmen. Sie spekulieren: „Tatverdächtiger hat wohl Trennung nicht verkraftet“ (RND), schreiben von einem „Ehestreit“ (Zeit Online), von „abgrundtiefem Hass wegen verschmähter Liebe“ (Bild) oder berichteten erst gar nicht über die Tat (Deutschlandfunk Nachrichten).
Blutrache wird zur Normalität
Auf diese Weise wird das Phänomen der Blutrache in Deutschland zu einer bedauernswerten, aber alltäglichen Handlung umgedeutet. Ein Verbrechen, bei dem der Täter absichtlich politisch-ideologische Symbole offenbarte, wird von Medien und Politik entpolitisiert und auf die Ebene einer Fernseh-Soap reduziert, um sich nicht mit den politischen Implikationen der Tat auseinandersetzen zu müssen.
Die Blutrache durchläuft derzeit denselben Prozess wie vor ihr das Kopftuch, der islamistische Tauhid-Finger, der Ehrenmord und das Messer in der Hosentasche: Ein Symbol islamistischer Gesellschaften gewinnt an Dominanz auf unseren Straßen, stößt aber nicht auf Widerstand, sondern wird von der Mehrheitsgesellschaft geleugnet – solange, bis es zum Alltag gehört. Heute mag uns der Anschlag von Essen noch ungewohnt vorkommen. Bald schon aber könnte eine solch brutale Blutrache zum Alltag gehören.
Um dem Phänomen der Normalisierung zu trotzen, wäre es ein Anfang, es beim Namen zu nennen: Wir haben es mit Alltags-Islamismus zu tun.
Lesen Sie auch: Wie sich die Medien nach Essen zum Vollstrecker der schwarz-grünen Islamismus-Vertuschung machen
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Pauline Voss
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