Neue EU-Verordnung macht Bauen noch teurer: Was haben Sie gegen Häuslebauer, Frau von der Leyen?
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Was da aus Brüssel kommt, klingt zwar etwas einschläfernd, aber irgendwie auch ganz vernünftig: Ursula von der Leyen (CDU), die wiedergewählte Präsidentin der EU-Kommission, will einen Kommissar neu benennen, der den Wohnungsbau in der EU beschleunigen soll.
Gleichzeitig hat die Kommission unter ihrer Leitung ein Gesetz in Arbeit, das ab 2028 den Neubau von Wohnhäusern nur noch mit Wärmepumpen erlaubt. Heizung und Warmwasser dürfen dann nicht mehr mit fossilen Energieträgern betrieben werden – also kein Erdgas oder Öl.
Die Baubranche ist alarmiert, die Verbände warnen vor dramatisch steigenden Baukosten, die dazu führen werden, dass immer weniger Wohnungen zu erschwinglichen Preisen gebaut werden können. Der Neubau kostet in Deutschland jetzt schon 5100 Euro pro Quadratmeter. Der Immobilien-Dachverband ZIA beziffert die vom Staat herbeigeführte Belastung (Grunderwerbssteuer, Umsatzsteuer, kommunale, technische und energetische Vorschriften) auf 37 Prozent. Real könne bereits jetzt eine Kaltmiete unter 21 Euro pro Quadratmeter nicht mehr angeboten werden.

Die alte und neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen
Die EU-Kommissionspräsidentin erschwert den Neubau und ernennt gleichzeitig einen Kommissar, der das Gegenteil erreichen soll – wer soll denn das verstehen? Was haben Sie gegen Häuslebauer, Frau von der Leyen?
Der große deutsche Traum vom Eigenheim scheint ausgeträumt
Deutschland ist immer noch das Land, in dem Wohneigentum zu den großen Träumen zählen. Das war in der Nachkriegsgeneration so, es wurde von den Eltern auf ihre Kinder vererbt: Heiraten, Häusle bauen, Kinder kriegen. Es ist tief in uns verwurzelt, es ist ein Teil der deutschen DNA, behaupte ich. Zahlen belegen es: 42,1 Prozent der deutschen Haushalte leben in den eigenen vier Wänden. Leider ist diese Tendenz rückläufig. Man könnte sagen – verzeihen Sie den Kalauer – unsere Eigenheime bröckeln.
Aber genau das belegen Zahlen, die nachdenklich machen: In keinem anderen wirtschaftlichen Bereich zeigt sich das Versagen der Ampel so deutlich wie im Bauwesen. Es fehlen 800.000 Wohnungen – und es werden viel zu wenige neu gebaut.
„Wir sind im freien Fall“
400.000 neue Wohnungen würden künftig jedes Jahr gebaut, hatte die zuständige Ministerin Klara Geywitz verkündet. Doch mit jedem Jahr geht die Zahl der neu errichteten Wohnungen zurück: 295.000 Wohnungen wurden laut Statistischem Bundesamt im vergangenen Jahr gebaut. Es hat sich ein Bündnis für das Bauwesen gegründet, dem alle für die Branche relevanten Verbände angehören. Dieses Bündnis warnt: „Wir sind im freien Fall.“

Bauministerin Clara Geywitz verpasst das Ziel von 400.000 neuen Wohnungen meilenweit.
Neue Zahlen zeigen, dass diese Warnung berechtigt ist. Obwohl Wohnungen fehlen, die die Ampel bauen will, die Zuwanderung unkontrolliert steigt und damit der Bedarf an neuen Wohnungen, bricht die Zahl der neu genehmigten Wohnungen dramatisch ein: Gerade mal 17.800 Wohnungen – fast 25 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres.
Und nun kommt noch Ursula von der Leyen mit ihren Verboten von Öl- oder Gasheizungen. Und dem Gebot, dass 2028 nur noch Häuser mit Wärmepumpen verbaut werden dürfen. Wie schlecht diese Umstellung funktioniert und wie teuer das wird, wissen die Deutschen, seit es Habeck gibt.
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