Nix „Free Palestine“! Warum der „Welt“-Kommentar von Mathias Döpfner nicht unwidersprochen bleiben darf
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Spätestens seit Daniel Goldhagens Buch „Hitlers willige Vollstrecker“ ist klar, dass Deutschland sich schwertut mit dem Gedanken des „Tätervolks“.
Das gilt für die eigene Geschichte, aber auch für das aktuelle Zeitgeschehen. „Putins Krieg“ wurde Russlands Überfall auf die Ukraine lange genannt. Gegen die Idee, dass für ein solches Morden nie ein einzelner Mann, sondern immer weite Teile des Volkes Verantwortung tragen, haben wir einen nationalen Abwehrreflex entwickelt.
Es gibt in Deutschland keinen „Schuldkult“, sondern vielmehr einen Keine-Schuld-Kult, der in Weizsäckers Reinwaschungsrede vom „Tag der Befreiung“ seinen Höhepunkt fand.
Moralisch gemütlich
Auch „die Palästinenser“ werden von weiten Teilen der deutschen Politik und Medien bequemerweise als „Opfer“ der Hamas gelesen, als Unterdrückte, als erste und ständige Opfer der Terroristen. Das macht es moralisch gemütlich, weil man beides fordern kann, den Kampf gegen die Hamas und den Schutz der Palästinenser. Mit der Realität hat das allerdings wenig zu tun.

8. Mai 1985: In seiner Gedenkrede zum Kriegsende vor dem Bundestag deutete der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker die Deutschen vom Tätervolk zum Opfervolk um.
Döpfners Kommentar: naiver oder kalkulierter Unsinn
Gaza ist – wie einst Deutschland – ganz und gar erfasst und fanatisiert von einem antisemitischen Todeskult, der die Auslöschung des jüdischen Volkes zur nationalen Aufgabe erklärt und seit Jahrzehnten in den Köpfen verankert hat. Es mag in Gaza Menschen geben, die „in Frieden mit Israel“ leben wollen, aber wer einmal vor Ort war, der weiß: Es handelt sich nicht um ein Massenphänomen, genau wie der „Widerstand“ erst nach dem 8. Mai 1945 zu einem deutschen Massenphänomen wurde.
In der „Welt“ hat Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer nun unter der Überschrift „Free Palestine!“ die Befreiung der Palästinenser von Hamas gefordert. Das klingt schön und kommt sicher in den woken (und damit Israel-feindseligen) Teilen des Unternehmens als akzeptable Handreichung an, ist aber naiver (oder kalkulierter) Unsinn.

In einem „Welt“-Kommentar forderte Axel-Springer-Verlagschef Mathias Döpfner „Free Palestine“.
„Free Palestine“ – eine Parole für die Vernichtung von Juden
Die bittere Wahrheit lautet: Wenn Israel eine sichere Zukunft haben soll, darf es nicht um „Free Palestine!“ gehen, sondern um „Defeat Palestine!“. Das, was sich heute „Palästina“ nennt, ist in dieser Form, geographisch wie gesellschaftlich, nicht mehr integrierbar in das, was die „Weltgemeinschaft“ immer noch sehnsüchtig als „Zwei-Staaten-Lösung“ bezeichnet. Schon das Wort sollte einen erschaudern lassen, weil eine „Zwei-Staaten-Lösung“ mit diesen Palästinensern schon die zweite „Lösung“ wäre, die am Ende den Massenmord von Juden bedeuten würde. Jeder palästinensische „Staat“ wäre im jetzigen Zustand nichts anderes als eine Aufmarschplattform für die Auslöschung Israels, geflutet mit Waffen und Geld aus dem Iran und der arabischen Welt.
Auch ist „Free Palestine!“ derart offenkundig eine Parole für die Vernichtung von Juden, dass man sie ähnlich wie „Arbeit macht frei“ nicht für vermeintlich originelle Gedankenspiele zweckentfremden sollte.
„Free Palestine!“ heißt immer Mord an Juden. Der Satz sollte ein unantastbares Tabu bleiben für jegliche Relativierung, damit niemand jemals wagen kann zu behaupten, er habe das mit „Free Palestine!“ ja ganz anders gemeint. „Free Palestine!“, sollte man ganz und gar jenen überlassen, die es genauso meinen, wie es seit Jahrzehnten gemeint ist. Sie sollen sich ja nicht verstecken können.

Der Hass auf den Straßen tobt seit Jahrzehnten: Auf den Straßen Gazas wird die Verbrennung israelischer Flaggen von jung bis alt gefeiert, hier ein Foto von 2017.
Dort, wo sich Palästinenser selbst regieren können, ist die Demokratie abgeschafft
Viel wichtiger aber ist, dass dieses naive „Free Palestine!“ die entfesselten Selbstheilungskräfte der Freiheit beschwört, die schlicht nicht existieren. „Palästina“ und „die Palästinenser“ verfügen nach Jahrzehnten der mörderischen Indoktrination mit Öl-Milliarden, Hassreden und Opfer-Narrativen über keine solchen Kräfte. Dort, wo sich Palästinenser selbst regieren könnten, in der Westbank, ist die Demokratie abgeschafft. Auch dort wuchern Terror, Islamismus und Korruption. Regieren lassen sich die Palästinenser in der Westbank von einem Greis, der über Holocaust-Leugnung „promoviert“ hat und Hass auf die Juden als nahezu Regierungs-Agenda betreibt.
Das Volk der Palästinenser ist nicht Opfer, sondern Basis der terroristisch-islamistischen Ideologie. Natürlich nicht jeder einzelne Palästinenser, aber eine über Jahrzehnte herangezogene Mehrheit. Zu behaupten, Hamas würde „zwei Millionen Palästinenser in Geiselhaft“ halten, wie Mathias Döpfner es tut, verkennt vollkommen den ideologisch-islamistischen und mörderisch antisemitischen Furor, der in der palästinensischen Gesellschaft tobt, eine Märtyrer-Ideologie, auf die unzählige Menschen in und außerhalb von Gaza nur allzu stolz sind.

Reifen brennen, Steine fliegen: Palästinenser im Westjordanland im Jahr 2018
All diese Menschen pauschal als „Geiseln“ der Hamas zu bezeichnen und zu entschuldigen, als „von ihren Terrorführern missbraucht“, ist genauso abwegig wie „die Deutschen“ als Geiseln der Nationalsozialisten, missbraucht von ihrem „Führer“ darzustellen. Dass die Anhänger der Hamas zum Jubel nicht gezwungen werden müssen, erkennt man ganz einfach daran, dass sie vollkommen freiwillig und mit mörderischer Gesinnung unter Al-Qaida- und ISIS-Flaggen durch deutsche Innenstädte spazieren. „Die Palästinenser“, wie wir sie heute kennen, müssen nicht befreit, sondern besiegt und umerzogen werden, genauso wie es die Alliierten mit den Deutschen im freien Teil unseres einst geteilten Landes getan haben.
Deutschland wurde mitsamt der Deutschen besiegt – und von den Alliierten umerzogen
Mathias Döpfner schreibt in der Welt: „Palästina muss von seinen diktatorischen Machthabern befreit werden wie Deutschland im Zweiten Weltkrieg durch die Alliierten. Nur ein geschlossenes Bündnis demokratischer Gegenwehr aus Amerika und Europa kann jetzt Menschenrechte und Zivilisation im Nahen Osten wiederherstellen.“
Es bleibt unklar, wie Mathias Döpfner das meint, weil Deutschland eben nicht „von seinen diktatorischen Machthabern befreit“ worden ist, um sich dann erleichtert wieder der Demokratie zu widmen. Deutschland wurde mitsamt der Deutschen besiegt, besetzt, eingehegt, zunächst vollkommen entwaffnet, bewaffnet bewacht und dann dem wohl großzügigsten, nachsichtigsten und wohlwollendsten Umerziehungsprogramm der Weltgeschichte unterworfen.
Die Alliierten fanden mit Adenauer und Erhard, aber auch in Verlegern wie Axel Springer begnadete Partner für diese Aufgabe, Menschen, die ein Geschenk der Geschichte waren. Wer das in „Palästina“ sein sollte, ist vollkommen unklar und wird von Mathias Döpfner auch nicht erklärt.

Juni 1994: Mit einer letzten gemeinsamen Militärparade nehmen die Truppen der drei westlichen Alliierten Abschied von Berlin.
Man kann „Palästina“ nicht einfach so „befreien“, man müsste es – in engster Absprache mit Israel – besiegen und besetzen, mit einer internationalen Militärverwaltung und streng kontrollierten Milliardenhilfen ausstatten.
Die Umerziehung könnte man auch nicht den arabischen Ländern überlassen, die das vollständige Debakel der Palästinenser ja seit Jahrzehnten finanziert und befeuert haben. Es müssten Soldaten aus nicht-muslimischen Ländern sein, die in Gaza patrouillieren, was nach der amerikanischen Katastrophe im Irak und dem international-westlichen Trauerspiel in Afghanistan gänzlich ausgeschlossen und auch nur wenig aussichtsreich erscheint. Aber wer so etwas fordert wie Mathias Döpfner, muss dann auch bereit sein, die Konsequenzen auszubuchstabieren. Die Konsequenz hieße Besatzung Gazas durch westliche Mächte.
Es ist also vermutlich eine Illusion, dass es in Gaza jemals ein friedliches „free Palestine“ geben wird. Das Beste, was der Weltgemeinschaft, so es sie denn gibt, gelingen könnte, wäre ein Deal mit Ägypten. Das muslimische Land sollte seine Glaubensbrüder aus Gaza aufnehmen, und zwar alle, so wie Erdogan gegen westliches Geld Syrer in der Türkei aufgenommen hat. Und dann sollte man den unheilbaren Landstrich Gaza zu Ackerfläche werden lassen, auf der irgendwann wieder etwas erblühen kann.
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