Nutella soll vegan werden – muss das sein?
Ein Beitrag von
An grünen Stahl hatten wir uns gewöhnt. Auch dass Zement bald CO2-frei produziert wird, scheint möglich. Die größten Dreckschleudern (kaum etwas stößt mehr CO2 in der Herstellung aus als Zement und Stahl) sollen sauber werden.
Der Nutella-Konzern Ferrero wollte den Zeitgeist nicht verpassen: Sein wichtigstes Produkt Nutella soll vegan werden – musste das sein?
Es geht um den Milchanteil bei Nutella. Und um die Frage, die Großstadt-Kids der woken Generation bewegt – Kuhmilch? Geht gar nicht. Hafermilch? Vielleicht. Noch ist geheim, aus welchen Zutaten der Milchersatz bei Nutella bestehen wird. Nur vegan soll er sein, das steht fest. Wann das neue Nutella nach Deutschland kommt – ungewiss. Auf jeden Fall wird es zuerst in Italien zu löffeln sein.

Die Milch macht’s? Nicht mehr bei Nutella, da soll sie nun verschwinden.
Etwa ein Kilogramm Nutella pro Kopf verspeisen die Deutschen jedes Jahr. Ein Kilogramm süße ungesunde Wucht. Die meisten Nutella-Liebhaber (dazu gehöre ich) drehen das Glas nicht mal um – wie viele Kalorien da drinstecken, will man gar nicht wissen. Es ist eben die kleine Sünde für zu Hause. Wer nicht mehr raucht, isst Nutella. Oder so.
Die Milch muss raus, das Palmöl darf bleiben
Mit der neuen veganen Variante sollen noch mehr Menschen zum Nutella-Glas greifen. Ob Nutella 2.0 wirklich dem wissenschaftlichen Anspruch „vegan“ standhalten kann – niemand weiß es bis jetzt. Wahrscheinlich wird es ein Verkaufserfolg werden. Motto: Ich esse Nutella. Aber natürlich vegan. Klingt gut und passt in die Zeit. Lebensmittel-Experten vermuten einen ganz anderen Grund dafür, dass Nutella vegan werden will. Der Ferrero-Konzern will so davon ablenken, dass er regelmäßig in der Kritik steht, in seiner Haselnusscreme Palmöl zu verwenden.
Für den Anbau von Ölpalmen werden in vielen Ländern große Flächen Regenwald abgeholzt, auch die Artenvielfalt leidet darunter. Trotzdem soll das pflanzliche Nutella weiterhin Palmöl enthalten. Der Hersteller Ferrero verspricht zwar eine streichfähige Creme mit ähnlicher Konsistenz und einen Geschmack wie die klassische Version. Aber eben auch mit Palmöl.

Für die Palmöl-Plantagen wird Regenwald abgeholzt.
Nutella erhielt 2022 bei Ökotest schlechte Bewertungen. Bemängelt wurden Mineralölbestandteile, hoher Zuckergehalt und schlechte Arbeitsbedingungen in den Anbauländern. Jährlich werden über 300.000 Tonnen Nutella produziert – rund 400 Millionen Nutella-Gläser. Ferrero erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 17 Milliarden Euro.
Zahlen zum Staunen und Wundern. Wenn das vegane Nutella auf dem Markt ist – ich werde es probieren, ist man Nutella schuldig, finde ich. Aber auf mein gutes altes Nutella (das schon Boris Becker geschmeckt hat), lass’ ich nichts kommen. Vegan dürfen die anderen. Ich will es mit Milchpulver und Palmöl.
Mehr NIUS:
Mord an Henry Nowak: Diese Tat steht für staatlich unterstützten Hass auf Weiße
Zwischen Tränen und Schuldgefühlen: Das seltsame Frauenbild der Grünen
Bewiesen: Zu wenig Schlaf macht alt – zu viel aber auch!
Fettig, deftig, ehrlich: Der Taxiteller ist zurück!
Wolfgang Kubicki muss das Strack-Zimmermann-Lager aus der FDP vertreiben
Robert und der Wolf: Habeck jetzt offiziell Märchenerzähler
Abgewählt und trotzdem gefeiert: Plant Robert Habeck ein Politik-Comeback?
Ex-Ferrari-Boss Montezemolo entlarvt das traurige Schicksal europäischer Automobilkunst
Mehr NIUS:
Fettig, deftig, ehrlich: Der Taxiteller ist zurück!
Wolfgang Kubicki muss das Strack-Zimmermann-Lager aus der FDP vertreiben
Robert und der Wolf: Habeck jetzt offiziell Märchenerzähler
Abgewählt und trotzdem gefeiert: Plant Robert Habeck ein Politik-Comeback?
Ex-Ferrari-Boss Montezemolo entlarvt das traurige Schicksal europäischer Automobilkunst
„Was ist schlimmer – Bärbel Bas oder die Tagesschau?“: Heiko Wasser, der Unerschrockene
Warum die AfD jetzt über 30 Prozent geht
Bärbel Bas und das „Einheitsbraun“: Wie eine „rechte Verschwörungstheorie“ zur offiziellen Regierungslinie wurde
Louis Hagen
Artikel teilen
Kommentare