„Person mit Gebärmutter“: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk verhöhnt Frauen!
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Ausgerechnet im öffentlich-rechtlichen Rundfunk widerstrebt es manchen offenbar, Frauen als das zu benennen, was sie sind. Dahinter verbirgt sich in Wahrheit nichts anderes als perfider Aktivismus. Ganz offenkundig wird hier versucht, Frauen ihre eigenen frauenspezifischen Erfahrungen abzusprechen und ihr Geschlecht in eine Art Maskerade zu verwandeln.
Auf dem Instagramkanal von Radio Fritz wurde vor kurzem ein ausführlicher Beitrag zum Thema Endometriose veröffentlicht. Bei Endometriose handelt es sich um eine chronische, sehr schmerzhafte Erkrankung der Gebärmutter. Etwa zwei bis vier Millionen Frauen in Deutschland sollen davon betroffen sein. Verbunden mit dieser Erkrankung sind sehr starke Schmerzen vor und während der Periode. Die Krankheit galt lange als unerforscht und rückt erst jetzt immer mehr in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit. Somit handelt es sich bei Endometriose um alles andere als um eine Nebensächlichkeit. Viele Frauen leiden massiv unter dieser chronischen Erkrankung und erleben dadurch einen starken Einschnitt in ihrer Lebensqualität.
Doch die Ernsthaftigkeit des Themas hinderte die Verantwortlichen bei Radio Fritz nicht daran, einen Beitrag zu diesem Thema zu veröffentlichen, ohne ein einziges Mal das Wort „Frau“ zu verwenden. Konkret bezeichnen sie die Betroffenen in dem Beitrag lediglich als „Personen mit Gebärmutter“.

Radio Fritz klärt in einem Instagram-Post über Endometriose bei „Personen mit Gebärmutter“ auf.
Ideologiegetriebene Sprache
Nun wissen wir mittlerweile, dass die Bezeichnung „Frau“ für manche schon beinahe als Schimpfwort einzustufen ist. Doch gerade in Zusammenhang mit einem solch eindeutig frauenrelevanten Thema Frauen ihre Existenzberechtigung auf diese Art und Weise absprechen zu wollen, grenzt an einen Skandal.
Radio Fritz ist außerdem nicht einfach nur irgendein privater Sender, der auf eigene Kosten ein abstruses Nischenprogramm verfolgt. Der Sender gehört zum digitalen Angebot des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) und wird somit aus öffentlicher Hand finanziert. Das Budget des RBB beläuft sich auf weit über 500 Millionen Euro – anzunehmen ist, dass ein nicht unwesentlicher Teil davon in das Radio Fritz fließt. Ein Sender, der somit von allen bezahlt wird, hat auch die Verantwortung, derartige Themen mit entsprechender Sorgfalt zu bearbeiten und nicht in die ideologiegetriebene Sprache einzelner politischer Spektren zu verfallen.
Frauen ohne Existenzberechtigung
Die „Gleichheit der Geschlechter“ ist etwas, was uns in Europa nur zu gerne – und zum Teil auch zu Recht – an die Fahnen geheftet wird. Doch aus dieser angeblichen „Gleichheit“ wurde in den letzten Jahren zunehmend ein Streben nach „Geschlechtsneutralität“, die es, folgt man dem Credo einiger weniger, mit allen Mitteln herzustellen gilt.
Im Zuge dieser Debatten werden Frauen und Weiblichkeit zunehmend aus der Öffentlichkeit verdrängt. Plötzlich spricht man in vielen Diskussionen nur noch von „Menschen, die menstruieren“ oder wie im RBB von „Menschen mit Gebärmutter“. Stück für Stück wird so die Sichtbarkeit von Frauen im öffentlichen Leben untergraben. Begründet wird diese Abänderung der Sprache von einigen Aktivisten mit potenziellen Ängsten, die Transmenschen möglicherweise dabei empfinden könnten. Auch wenn manche Begriffe per se nicht diskriminierend seien, so bestehe doch die Gefahr, dass transsexuelle Personen durch historische Verbindungen oder Zuschreibungen zu einzelnen Wörtern negative Emotionen empfinden würden. Aus diesem Grund spricht man in vielen Bereichen im englischsprachigen Raum beispielsweise nur noch von „Chestfeeding“ anstatt von „Breastfeeding“ – genauso wie Menstruation oder die Periode nur noch als „monatliches Bluten“ bezeichnet werden sollen.

Ulrike Demmer, Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB)
Reine Fiktion
Wenn solche aberwitzigen Thesen von vereinzelten linken Aktivisten vertreten werden, ist das eine Sache. Wenn jedoch der öffentlich-rechtliche Rundfunk, der mit öffentlichem Geld finanziert wird, anfängt, solche Ideologien zu verbreiten, ist das mehr als bedenklich. Darüber hinaus sollte
eigentlich jedem völlig klar sein, dass solche Wortkreationen in Wahrheit reine Fiktion darstellen. Es gibt keine Männer mit Gebärmutter. Es gibt auch keine Männer, die schwanger werden können. Die Periode ist nichts, was auch nur im Ansatz als geschlechtsneutral zu begreifen ist.
In der Realität gibt es lediglich schwangere Frauen und Frauen, die dank ihrer Gebärmutter und ihrer Menstruation Kinder gebären können. Daran kann auch kein Aktivismus etwas ändern.
Männer ohne frauenspezifischen Erfahrungen
Besonders skandalös ist in diesem Zusammenhang jedoch, dass hier eindeutig frauenspezifische Erfahrungen ausgehöhlt und in Frage gestellt werden. Zu suggerieren, dass Endometriose und die damit verbundenen schmerzhaften Symptome keine rein weibliche Angelegenheit wären, ist an Heuchelei nicht zu überbieten. Genau das veranschaulicht das Kernproblem der Debatte rund um Geschlechtsneutralität. Jemand, der viele Jahre seines Lebens als Mann gelebt hat, damit auch rein männliche Erfahrungen gemacht hat und keinesfalls die Schmerzen, die ein weiblicher Körper in so einer Situation durchmacht, nachvollziehen kann, kann hier keinesfalls mitgemeint werden.
Wer glaubt, dass Weiblichkeit und weibliche Erfahrungen etwas sind, was so leicht austauschbar ist, verhöhnt damit letzten Endes lediglich Frauen und ihr Geschlecht. Weiblichkeit – mit all ihren Facetten – ist nichts, was als Scherz verstanden werden sollte. Weiblichkeit ist auch nichts, was Männer einfach so für sich einnehmen können – und das auch nicht unter dem Deckmantel irgendwelcher radikaler Thesen.
Dass ausgerechnet der öffentlich-rechtliche Rundfunk bei diesem perfiden Spiel mitmacht, offenbart, welche fragwürdigen Geisteshaltungen in den heimischen Redaktionen anzutreffen sind.
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Laura Sachslehner
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