Schöner Fasten mit dem Islam: Tschüss Weihnachten, Hallo Ramadan-Beleuchtung
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Der Islam ist Frieden, er gehört zu Deutschland und das größte Hindernis bei der Integration der Muslime in Deutschland ist der antimuslimische Rassismus der deutschen Mehrheitsgesellschaft. Wallah! Gut, wenn wir hier die Floskeln deutscher Islampolitik gleich zu Beginn abhandeln, damit vorweg klar ist, dass jede Kritik an der Ramadan-Beleuchtung in der Frankfurter Innenstadt nicht mehr ist als deutsche Islamophobie und fehlende Toleranz.
Während der islamische Fastenmonat Ramadan weltweit seit Jahren vor allem dafür bekannt ist, dass in diesem Zeitraum im Namen des Friedens besonders viele islamistische Attentate auf Ungläubige stattfinden, schreitet die Stadt Frankfurt nahezu antizyklisch voran, um den Spitzenplatz bei der Zeichensetzenolympiade zur Unterwerfung vor dem Islam zu gewinnen. Es ist sicher kein Zufall, dass die Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg und die Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner beide bei den Grünen sind. Natürlich.
Logisch: Fasten in der Fressgasse
Ab dem 10. März soll also die auch als „Fressgass“ bekannte Große Bockenheimer Straße der Innenstadt in ein festliches Lichtermeer verwandelt werden. Warum man als Muslim während einer Fastenzeit in eine Fressgasse gehen sollte, um den ganzen Tag nichts zu trinken und nichts zu essen, ist dabei ebenso nachrangig zu behandeln wie die Kosten, die sich irgendwo zwischen 50.000 und 100.000 Euro belaufen werden. Es geht hier schließlich nicht um Logik oder Geld, sondern um Zeichen und Haltung!

Techniker bringen die Ramadan-Beleuchtung in Frankfurt am Main an.
Nach meinem letzten Besuch in Frankfurt vor gerade mal zwei Wochen hätte ich nun gedacht, die haben dort ganz andere Sorgen, gerade auf den Straßen der Innenstadt. In meiner Naivität hatte ich geglaubt, die 500 Meter zu meinem Hotel in Bahnhofsnähe zu Fuß samt Koffer bewältigen zu können. Es wurde gerade als Frau ein Spießrutenlaufen zwischen Drogenhändlern, Junkies, einer schreienden Prostituierten auf der Fahrbahn, vorbei an arabischen „Kiosken“, Bordellen und sonstigen Never-Come-Back-Lokalitäten, sodass selbst mein Stehenbleiben an einer roten Fußgängerampel für manche als Einladung zum näheren Kennenlernen verstanden wurde.
Hätte es auch nur ein einziges Taxi in der Gegend gegeben, ich hätte mich todesmutig vor den Wagen geworfen, nur um mich die letzten 100 Meter fahren zu lassen und das Ganze am helllichten Tag. Aber Ramadan Beleuchtung ist natürlich auch ganz wichtig.
Statt Kippa und Kirche: „Happy Ramadan!“
Während wir also bundesweit inzwischen Weihnachtsmärkte in Wintermärkte umbenennen und St. Martins-Umzüge in Lichterfeste, während Kreuze in und an öffentlichen Gebäuden und in Klassenzimmern verdeckt und abgehängt werden, um niemanden mit dem christlich-abendländischen Kulturerbe unseres Landes zu sehr zu behelligen, während Juden sich nicht mehr mit Kippa auf die Straße trauen und die Bundesregierung als Antwort Studien und Meldestellen gegen antimuslimischen Rassismus bezahlt – während wir also bundesweit in der Adventszeit unsere Innenstädte und Weihnachtsmärkte mit Polizeiaufgebot, Gitterzäunen und Betonpollern absichern, damit kein islamischer Attentäter im Namen des Friedens ein paar deutsche Christen beim Glühweintrinken und ein paar Kinder auf dem Karussell totfährt, bekommt dieselbe Religion, die sich in Deutschland keineswegs von diesen Irren überzeugend distanziert hat, jetzt ihre Lichtfestspiele in derselben Innenstadt.
Wie schön, dass man die frisch aufgestellten „Happy Ramadan“ Schilder nicht gegen gewalttätige Christen absichern muss.

Keine einfachen Zeiten für das Christentum – hier zu sehen: ein Aushängeschild einer katholischen Kirche in der Innenstadt von Euskirchen.
Lieferung ganz ohne Forderung
Die größte Irritation in dieser Sache besteht gar nicht darin, dass man einer weiteren Religionsgemeinschaft außer dem Christentum im öffentlichen Raum Platz schafft, um ihre Feste zu feiern, sondern, eher in der Tatsache, dass es diese Forderung von muslimischer Seite auch in Frankfurt gar nicht gab. Das ist, wie mit der Genehmigung des Muezzin-Rufes in Köln, keine Moschee hatte es beantragt, die Stadtregierung genehmigte es aus Eigeninitiative in vorauseilendem Gehorsam, schließlich könne ein Muezzin-Ruf „ein Beitrag zur Integration sein“, wusste schon NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst. Der Applaus aus Ankara war damit sicher!
Wenn nun argumentiert wird, dass 20 Prozent der Frankfurter Bevölkerung schließlich Muslime seien, ist das nicht falsch, aber von keinem einzigen ist bislang die Forderung nach Ramadan-Beleuchtung in der Innenstadt gehört worden. Stattdessen handelt es sich auch hier um einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, die damit ein Zeichen setzen will und ein religiöses Fest mit einer politischen Botschaft auflädt. Das alles ist also nicht einfach eine religiöse Tradition, sondern ein Zeichen „gegen antimuslimischen Rassismus“.
Das öffentliche Feiern eines islamischen Fastenmonats soll gar ein Zeichen „gegen Antisemitismus“ sein.

Frankfurts Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) äußerte, dass die Ramadan-Lichter auch „gegen Antisemitismus“ stehen würden.
Nun würde mich ja interessieren, wie die Semiten, also die Juden in Frankfurt, das Ganze finden und ob sie sich durch islamische Festbeleuchtung in den Innenstädten auch so richtig beschützt und umarmt fühlen? Ich bin auch hier nur Laie, aber sollte ein Zeichen gegen Antisemitismus nicht mit jüdischen Symbolen in der Innenstadt gesetzt werden, anstatt jener Religion zu huldigen, deren Vertreter in der jüngsten Vergangenheit vor allem damit öffentlich auffielen, dass sie durch deutsche Innenstädte marschierten und Juden wahlweise zurück ins Meer oder gleich ins Gas schieben wollten?
Es wäre jedenfalls ein spannendes Sozialexperiment, neben jeden leuchtenden Halbmond noch ein Israelfähnchen oder einen leuchtenden Davidstern zu hängen, so als Zeichen gegen Antisemitismus und für religiöse Toleranz. Möglicherweise hat man in Frankfurt für solche Solidaritätszeichen aber weder genug Sozialarbeiter noch Polizisten.
Die politische Klasse ist schon beispielhaft vorangegangen
Jetzt, da der Islam bekanntlich zu Deutschland gehört, oder Deutschland zum Islam – wer will da noch kleinlich differenzieren – sollten wir uns sowieso alle langsam mit den Sitten und Gebräuchen dieser Religion bekannt machen und unsere Vorurteile gegen Kinderehen, Frauenunterdrückung, Zwangsverschleierung, Ehrenmorde, Selbstmordattentäter und Vielehen ablegen.
Auch hier ist unsere politische Klasse schon beispielhaft vorangegangen. In manchen Schulen nimmt man anständig Rücksicht und verschiebt Abiturprüfungen und Klassenarbeiten wegen des Ramadans und schaut bereitwillig weg, wenn fastende Schüler die nicht-fastenden Mitschüler kultursensibel an ihre muslimischen Pflichten erinnern. Die ehemalige Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Özoguz verteidigte schon vor Jahren tapfer die Rechte verheirateter Kinderbräute vor islamophoben CDU-Politikern, die die minderjährigen Mädchen von ihren Gatten zwangsscheiden wollten. Immerhin würden sie doch durch die Scheidung ihren Anspruch auf ihr Familienerbe verlieren. So eine eheliche Vergewaltigung wird durch das Erbe einer Lehmhütte in Afghanistan doch tausendmal aufgewogen.
Und schon Franziska Giffey erklärte einst als damalige Frauenministerin, dass der Burkini eine adäquate Schwimmbekleidung im schulischen Sportunterricht sei, schließlich sei das besser, als dass die Mädchen gar nicht schwimmen lernen. Wer braucht schon Frauenrechte, wenn man dafür ein Seepferdchen-Abzeichen auf die Burka nähen kann?
In diesem Sinne, alles Gute zum internationalen Frauentag morgen, Ladies. Und natürlich: Happy Ramadan!
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Birgit Kelle
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