„Objekt von Verführungsversuchen“: Deckt dieses Skandalbuch Macrons Affäre auf?
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Die Ehe dieser beiden ist wie eine Reality-Show: Sie trägt die Haare schön, er stellt anderen nach, und jeden Tag wird die Handlung ein bisschen verrückter. Es gibt Schläge, sexy SMS und jetzt ein Skandalbuch, das Frankreich in Aufruhr versetzt.
Reality-Show im Élysée-Palast?
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und seine Frau Brigitte halten die Welt nicht etwa mit Politik in Atem, sondern mit Schlagzeilen, nach denen jeder mittelklassige Reality-Star lechzen würde. Es sind so viele, dass der Redakteur der Klatsch-Zeitschrift Paris Match, Florian Tardif, jetzt ein Buch veröffentlicht hat, das in Frankreich einschlägt wie eine Bombe. Der Titel: „Ein (fast) perfektes Paar“. Und allein wegen des Wörtchens „fast“ könnte sich die 215-Seiten-Lektüre lohnen. Seit dem Amtsantritt 2017 hat der Autor laut eigener Aussage Emmanuel Macron und seine Frau begleitet und mit rund einem Dutzend Personen aus ihrem Umfeld gesprochen.
Über den Altersunterschied von knapp 25 Jahren zwischen dem einstigen Musterschüler Emmanuel und seiner damaligen Lehrerin ist viel gesagt worden. Aber was ist es, was den (politisch weitgehend erfolglosen) Politiker und seine Frau seit mehr als zwei Jahrzehnten zusammenschweißt?

Emmanuel Macron und seine frühere Lehrerin Brigitte sind seit 2007 verheiratet.
Frankreichs Präsidenten: Treue steht nicht im Jobprofil
Es wäre kein Wunder, wenn Macron sich woanders nach ein bisschen Spaß umsähe. Er wäre nicht das erste Staatsoberhaupt, das mal ein Auswärtsspiel wagt: Schon François Hollande und François Mitterrand machten dem Ruf der Franzosen als liebestolle Genießer alle Ehre: Hollande wurde sogar dabei fotografiert, wie er 2014 mit einem Motorroller das Wohnhaus der Schauspielerin Julie Gayet verließ. Model Carla Bruni sagte mal, sie wolle nur einen Mann daten, der über eine Atombombe verfüge (sie meinte echte Waffen). Bruni ehelichte dann Nicolas Sarkozy, der von 2007 bis 2012 französischer Präsident war.
So viel Kalkül kann man Brigitte Macron nicht unterstellen: Als sie ihren Mann kennenlernte, hatte er vermutlich noch Teenie-Akne. Seitdem gehen die Mutter dreier erwachsener Kinder und der Politik-Karrierist gemeinsam durchs Leben – und so manchen Shitstorm:
Erst arbeiteten sich Podcaster wie Candace Owens an Gerüchten ab, Brigitte Macron sei in Wirklichkeit ein biologischer Mann. Die „Transvestigations“ setzten der 73-Jährigen anscheinend sehr zu. Sie klagte und siegte: Im Januar dieses Jahres verurteilte ein Pariser Gericht zehn Personen wegen schweren Cybermobbings und der Verbreitung von Falschinformationen.
Dann waren da noch diese amourösen Gerüchte, die nicht totzuklagen waren. Befeuert von einer Szene, die nun wirklich die ganze Welt sehen konnte: Bei der Eröffnung der Olympischen Spiele im Sommer 2024 gaben sich Präsident Macron und seine Sportministerin Amélie Oudéa-Castéra einen dermaßen innigen Kuss, dass sogar der Spiegel schrieb: „French Kiss“: Sie umschloss seinen Hals, er drückte zärtlich ihre Schulter – und viele dachten sich: Nehmt Euch ein Zimmer!

Diese Szene sorgte für Getuschel: Macron herzt seine Ministerin.
Der Haussegen bei „Manu“ und „Bibi“ schien fortan schiefzuhängen. Das zumindest bestätigt der Autor des Skandalbuches: Da heißt es, die Präsidentengattin sei extrem eifersüchtig. Vor allem eine Frau soll Brigitte Macron demnach auf dem Kieker haben: die iranisch-französische Schauspielerin Golshifteh Farahani. Die ist 42 und, nun ja, rasend schön. Ihr soll Emmanuel Macron Avancen gemacht haben. Es sei ein mehrmonatiges, rein platonisches Techtelmechtel gewesen.
Die Ohrfeige von Hanoi
Hinter dem Rücken seiner Frau soll er flirty Botschaften an die Exil-Iranerin verschickt haben. Und eine dieser Nachrichten soll Brigitte Macron zufällig gelesen haben, kurz bevor sich im Mai 2025 in Hanoi die Tür des Regierungsfliegers öffnete und ihre Hand im Gesicht des verdutzten Präsidenten zu sehen war. Die präsidentielle Schelle ging sofort viral. Der Geohrfeigte wurde zum Gespött – unter anderem von Donald Trump.
Was ist denn jetzt dran an den Gerüchten um den Präsidenten und die schöne Schauspielerin? In seinem Buch schreibt Tardif, Macron finde sie „sehr hübsch“ und schicke ihr Komplimente wie: „Ich finde Sie wunderbar.“ Das findet seine Frau sicher nicht wunderbar. Die Umschwärmte hat übrigens schon dementiert!

Golshifteh Farahani verließ den Iran und lebt seit 2009 in Frankreich.
„Objekt von Verführungsversuchen“
Angeblich achtet Brigitte mit Argusaugen darauf, dass nicht zu viele attraktive Mitarbeiterinnen in die Nähe ihres Mannes kommen. Sie habe großen Einfluss auf ihn und habe mehr als eine Ministerkarriere in Gang gebracht. Andersherum soll sie dafür gesorgt haben, dass hier eine Praktikantin, dort eine Beraterin aus dem Umfeld ihres Mannes verschwand. Sie wisse schließlich, dass er „Objekt von Verführungsversuchen“ werden könne, so Tardif.

An ihr führt kein Weg vorbei, heißt es im Umfeld des Präsidenten: Brigitte Macron.
Im Netz kursieren derweil Memes darüber, dass Macron den Iran angeblich nicht bombardiere, weil dort seine Angebetete beheimatet ist. Aber sein Endgegner dürfte ohnehin nicht am persischen Golf, sondern im heimischen Palast sitzen. Seine jüngste Afrikareise bestritt er ohne seine Gattin. Wer kennt es nicht? Wenn’s mal in der Beziehung knirscht, tut ein bisschen Abstand gut.
Wir warten gespannt auf die Fortsetzung dieser Amour fou ...
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Melanie Grün
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