„Tarotkarten legen“, „Sind Penisse real?“, „Klimakommunismus“: Die verrückte linke Welt hinter Weimers Buchhandelspreis
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Felix PerrefortDie deutsche Welt des Buchhandels besitzt eine tiefe linke Schlagseite. Viele dieser Läden erhalten nun den Buchhandelspreis von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. Drei von ihnen sind derart extrem, dass sie nun von der Preisverleihung tatsächlich ausgenommen werden. Über drei weitere, die radikal oder extrem links stehen, hat NIUS gestern berichtet.
Dieser Artikel geht deutlich niedrigschwelliger vor; er ist ein Streifzug durch die dezidiert linke Welt der mit dem Steuermittelpreis ausgezeichneten Buchhandlungen.
Das Artemis in Aachen beschreibt seine Mission so: „‚Queerness‘ zu normalisieren, uns gegenseitig auf unseren einzigartigen Lebenswegen zu unterstützen und ein Beispiel für die Welt zu geben, in der wir leben wollen.“ Ausdruck findet das etwa darin, dass ein „Begegnungsraum für queere/queerfreundliche BIPoCs (Schwarze, Indigene, andere Menschen of Colour)“ eröffnet wird, dessen Fokus darauf liegt, „sich kennenzulernen und sich intersektional auszutauschen 🌸🥰.“

Wie tauscht man sich intersektional aus? Und kann das wirklich anregend (gar flirty) sein?
Doch wer glaubt, dass die Queer-Ideologie auf das Sexuelle beschränkt bleibt, täuscht sich. Wo jede Normalität und Normativität „problematisch“ ist, erscheint im Umkehrschluss jede Verrücktheit als potenziell vernünftig. So wurde es an einem längst vergangenen Abend „witchy“ (also „hexig“) bei Artemis Books. Verbringen wollte man „einen magischen Abend“, bei dem es darum ging, „Tarot- und Orakelkarten füreinander zu legen“.

Von Queertheorie zum Tarot scheint es nur ein Katzensprung zu sein.
Vom Wetter und Klimakommunismus
In Frankfurt am Main gibt es nicht nur die Karl-Marx-Buchhandlung, die mit dem Buchhandlungspreis ausgezeichnet wird und sich in rot-revolutionärer Gesinnung präsentiert, sondern auch die Autorenbuchhandlung Marx & Co., die ebenfalls vom Kulturstaatsminister gefördert werden soll.
Für eine Stunde schloss man den Laden, um gemeinsam mit Fridays for Future für „Klimaschutz“, sprich für das sinnlose Verarmungsprogramm der „deutschen Energiewende“, zu demonstrieren. „Beim Thema Klimawandel ist es fünf vor zwölf!“, hieß es am 23. September 2021. Ob es inzwischen nach zwölf ist, verraten die Adepten von Marx und Greta nicht.
1968 titelte der Sozialistische Deutsche Studentenbund auf einem Wahlplakat „Alle reden übers Wetter. Wir nicht“, was die Buchhandlung aufgreift, indem sie das Plakat zu einem stolzen Bekenntnis beim kollektiven Mitmachen variiert: „Alle reden vom Wetter … wir auch!“ Immerhin steckt darin die Einsicht, dass der Kult ums Klima letztlich einer ums Wetter ist.

Marxismus: Von der Weltrevolution zum Weltwettergerede ...
Auch die andere Marx-Buchhandlung (die mit dem großen Kommunistenstern) mobilisiert auf ihrer Instagram-Seite für den „Klimastreik“ und präsentierte eine ganze Reihe passend ideologischer Bücher, darunter „Klimakommunismus“, erschienen im Unrast-Verlag. „Die Klimakrise verhilft der Idee des Kommunismus zu einem unverhofften Comeback“; einem Kommunismus, „bei dem wir die Atmosphäre unseres Planeten als unser letztes Gemeingut begreifen und die Idee des Klimakontos zu Ende denken“, heißt es in der Buchbeschreibung.

Wer liest solche Bücher? Und wie viele?
Dass solche Ideen eher in der Kategorie Ladenhüter zu verorten sind, verwundert ebenso wenig wie der Umstand, dass „Klimakommunismus“ der Feder eines WDR-Mitarbeiters entstammt – Miltiadis Oulios aus Düsseldorf. Dort befindet sich auch das BiBaBuZe, über das NIUS gestern bereits berichtete.
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Der Buchladen veranstaltete eine Buchvorstellung von „TURN LEFT“, organisiert von Linkspartei, Attac und den Klimaaktivisten von „Zucker im Tank“. Gemeinsam fiebert man hier der Endzeit entgegen: So sei „vielen, gerade jungen Menschen klar geworden, dass es in diesen Zeiten buchstäblich um alles geht, um einer dystopischen Zukunft zu entgehen und ein gemeinsam und solidarisch organisiertes Leben für alle gestalten zu können.“

Deutsche Linke: gerne in Katastrophenstimmung ...
Schwurbelei vom Allerfeinsten
Neben Marxismus, Wetter und mitunter sogar Tarotkartenlegen interessieren sich heutige Linke weiterhin für alles, was sie „queer“ finden. Dabei stellen sie sich tiefsinnig-philosophische Fragen. „Sind Penisse real?“, fragt man sich etwa in Leipzig.
Wer glaubt, diese einfache Frage mit einem schwungvollen „Ja!“ beantworten zu können, befindet sich nicht in der Welt von rotorbooks in Leipzig, deren Fokus laut Selbstbeschreibung unter anderem auf „linke[r] Theorie und Gesellschaftsanalyse; feministische Theorie, Gender- und Queer-Studies“ liegt.

Ja, sind sie.
In der zugehörigen Buchvorstellung samt Vortrag, so heißt es auf der Website, „trifft sexuelles Begehren auf die Enge geltender Normen, Literatur und Theorie auf Glauben, fühlendes Subjekt aufs Patriarchat, jahrhundertealte Geschlechterkonzepte auf radikale Offenheit“. Mag ja alles sein – die Frage, ob Penisse real sind, bleibt trotzdem eine Schwurbelei vom Allerfeinsten.
Und dann ist da noch der Evergreen des „Antirassismus“, der in „Rehaugen“-Fehltritten heimischer Politiker sofort ein „westliches Patriarchat“ erkennen will – im Nicht-Westen aber bemerkenswerte Milde walten lässt. Geradezu enthusiastisch und an programmatischer Stelle wird bei rotorbooks etwa The Queer Arab Glossary beworben, das angeblich den „Beweis“ liefern soll, „dass die arabische LGBTQI+-Gemeinschaft lebendig ist und floriert“. Unerwähnt bleibt dabei, dass in vielen arabischen Ländern bereits eheliche Seitensprünge strafbar sind, Homosexualität grundsätzlich illegal ist und Demonstrationen unter Regenbogenflagge nicht existieren. Doch das islamische Patriarchat, das diese Realität hervorbringt, darf in der Welt linker Buchläden nicht einmal benannt werden.
Die Idee, auf die keiner kommt: Steuersenkung statt Steuerschenkung
Letztlich ist der Buchhandlungspreis kein wirklicher Preis, sondern ein getarntes Subventionsprogramm für Buchläden, die finanzielle Schwierigkeiten haben. Dass diese auch damit zusammenhängen könnten, dass die Abgabenlast in Deutschland so hoch ist, dass rentables Wirtschaften schwierig wird – auf diese Idee kommt in der verrückten linken Welt wohl kaum jemand.
Um den deutschen Buchhandel zu stärken, könnte man etwa die Steuerlast senken. Stattdessen setzt man wie gewohnt auf den Umverteilungsstaat – und fördert damit genau jene Misere, auf die man keine Antwort in Form intelligenter Lektüre hat. Das merken auch potenzielle Käufer, weshalb sich die Bücher eben nicht verkaufen: ein linker Teufelskreis.
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