VW wankt und Ex-Chef Diess grüßt grinsend unterm Sonnenhut
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Der Volkswagenkonzern will die bis 2029 geltende Beschäftigungssicherung kündigen. In Deutschland stehen zwei Fabriken auf der Kippe. Es ist eine dramatische Zuspitzung einer verfehlten Konzern-Politik. Verantwortlich dafür sind die Grünen mit ihrer einseitigen Verbrennerverbots-Politik. Vor allem aber auch der frühere Konzernchef Herbert Diess, der nach Ansicht der meisten Experten viel zu radikal auf den Ausbau von E-Autos gesetzt hat und wegen Erfolglosigkeit den Konzern verlassen musste.
VW zieht jetzt die Reißleine, damit werden im nächsten Jahr nicht nur betriebsbedingte Entlassungen wahrscheinlich. Es stehen ein Fahrzeug- und ein Komponentenwerk auf der Kippe. Der Grund: VW erreicht seine Sparvorhaben nicht, die Kosten sollen bis 2026 um 10 Milliarden Euro gedrückt werden. Das Unternehmen läuft Gefahr, in die roten Zahlen abzurutschen. Insbesondere das Geschäft mit den E-Autos läuft nicht wie erhofft, berichtet die Berliner Morgenpost. Die Margen sind geringer als die der Verbrenner. Die allgemeine Kaufzurückhaltung verschärft die Situation.

Volkswagen ID. Buzz Pro, der elektrische Nachfolger des Bulli.
Der Riese Volkswagen, die Erfolgsgeschichte Nachkriegsdeutschlands, wankt. Ganze Generationen haben den VW Käfer kennen und lieben gelernt. Die 50er Jahre im Käfer über die Alpen – das war der Inbegriff von Freiheit und Luxus. Der Werbeslogan hieß: „Er läuft und läuft und läuft“. Das stimmte Jahrzehnte lang. Dann kam Herbert Diess.
Er ist der Mann, der das alles zu verantworten hat. Er musste Anfang September 2022 abtreten, sein Nachfolger wurde Oliver Blume. Die Entscheidungen, die zur Fehlentwicklung bei VW geführt haben, stammen von Diess. Finanziell muss er sich keine Sorgen machen. Laut Vergütungsbericht des Volkswagen-Konzerns erhält er für seine letzten acht Monate an der Konzernspitze inklusiver Altersversorgung 7,9 Millionen Euro, plus weitere 3,9 Millionen Euro nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand – insgesamt also gut 11,8 Millionen Euro.
Welchen Irrsinn Herbert Diess über die Chancen der E-Mobilität verbreitet hat, belegt ein Interview mit der Süddeutschen Zeitung vom Juli 2022. Er sagte unter anderem: „In Europa wird die Infrastruktur für E-Autos kein Problem sein. 2025 könne VW weltweit Marktführer bei E-Autos sein.“ Und dem Focus sagte er: „Solarenergie ist weltweit jetzt günstiger als Kohle und damit wächst sie einfach sehr viel schneller, weil sie einfach günstiger ist.“

Diess beim „World Economic Forum“ in Davos.
Der Prophet Diess galt leider doch was im eigenen Land. Ergebnis: Keine seiner Vorhersagen sind eingetroffen, und VW wankt.
Sein neues Leben unter dem Strohhut verbringt Herbert Diess grinsend beim Herstellen von Birnenschnaps und Züchten von Angus-Rindern in Spanien, wie er dem Business Insider verriet. Das Fleisch seiner Tiere soll besonders zart sein.
Das wird die Tausende VW-Arbeiter freuen, die wegen seiner falschen Planung um ihren Job bangen müssen.
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