Wenn Habeck nur EINEN Tag lang Eis verkaufen müsste, wüsste er, wie die Preise explodiert sind
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Schon wieder erreichen uns aus dem besten Deutschland aller Zeiten sensationelle positive Nachrichten der großen Regierung rund um Wirtschaftsgott Habeck: Die Preise fallen, hört man aus dem Bundestag!
Die Jubelperser (darf man das noch sagen, oder ist man dann schon Rassist?) auf der grünen Sitzungsbank, danken bereits ausgiebig dem großen Wirtschaftsführer für die grandiose Leistung, dass Lebensmittel- und auch Energiepreise sinken. Laufen Sie sofort zur Bank, gehen Sie shoppen, es brechen goldene Zeiten an. Und natürlich stimmt das auch, denn schließlich – noch einmal Habeck – irrt der Staat ja nie.
Kommen wir nun zur Realität
So viel zur Märchenstunde aus dem Regierungsviertel, kommen wir zur Realität. Dass alles teurer geworden ist, lernen selbst meine Kinder ohne erwachsene Belehrung spielend einfach alljährlich im Frühjahr, wenn die Eisdiele auf dem Marktplatz ihre Tore zur Sommersaison öffnet und sich die Frage stellt, wie viele Kugeln bekomme ich für mein Taschengeld? Aktuell liegen wir in unserem kleinen Ort am Niederrhein bei 1,90 Euro pro Kugel Eis, was im Vergleich zu den Preisen in Düsseldorf oder Köln sogar noch günstig ist, wo man oft unter 2,50 Euro leer ausgeht oder gar Preise bis 3,50 Euro bezahlt. Vorbei die Zeiten, als man für 50 Cent noch seinen täglichen Eisshot abholen konnte, oder auch mal zwei Kugeln wagen durfte.
Nun könnte man auch das positiv sehen, es könnte ja schlimmer sein. Sagte nicht Jürgen Trittin, einst Bundesumweltminister der Grünen, die ganze Energiewende würde die Bürger im Monat nicht mehr kosten als eine Kugel Eis? Angesichts der Tatsache, dass die meisten dieser Bürger inzwischen doppelt oder dreimal so viel Geld wie früher bezahlen für Strom und Heizen sind 1,90 Euro also allemal besser als 200 Euro für eine Kugel gefrorene Eisspeise.

Ein leckeres Himbeereis im Sommer: Früher bekam man für einen Euro zwei Kugeln – heute bekommt man dafür nicht einmal eine.
Nein, es ist kein Erfolg, das grüne Wirtschaftswunder aus dem Hause Habeck
Wenn sich der Wirtschaftsminister nun öffentlich brüstet, die Energiepreise würden fallen und seine Claqueure sekundieren, die Inflation steige auch nicht mehr und die Preise für Lebensmittel würden sinken, um das Ganze als grünes Wirtschaftswunder aus dem Hause Habeck zu verkaufen, kann jeder Normalbürger sich eigentlich nur verhöhnt vorkommen.
Nein, es ist kein Erfolg, wenn man zuerst die Preise ins Astronomische hochtreibt, um dann zu verkünden, die Preise würden nun nicht mehr steigen. Es ist kein Erfolg, wenn man zuerst die Preise für Strom, Tanken und Lebensmittel explodieren lässt, wenn man den Wirtschaftsstandort Deutschland ruiniert, Arbeitsplätze abwandern lässt und die Inflation anheizt, was laut Verbraucherpreisindex allein seit 2020 eine Preissteigerung von 18 Prozent für alle Bürger bedeutet hat, und dann glaubt, man könne sich feiern lassen, weil ein paar Lebensmittel nicht mehr ganz so teuer sind, denn wir sind nicht auf einem verbraucherfreundlichen Niveau zurück, sondern immer noch mitten im Drama.
Jede Mutter könnte Habeck aufklären, was das Leben kostet
Als Mutter habe ich über viele Jahre einen 8-Personen-Mehrgenerationen-Haushalt geführt und verpflegt. Was das Leben gerade für Familien kostet, weiß jeder, der Kinder großzieht. Jede der sprichwörtlichen schwäbischen Hausfrauen, die bekanntlich der Grundstock des Vermögens sind, könnte dem Wirtschaftsminister besser vorrechnen, was mit einer durchschnittlichen Haushaltskasse noch leistbar ist und was nicht. Jede Familie weiß, wie teuer gerade gesunde Lebensmittel sind, wie unerschwinglich für manche jeder Schwimmbad- oder Kinobesuch ist.
Dazu wachsen diese Kinder täglich unkontrolliert und ohne Erlaubnis aus ihren Klamotten und Schuhen heraus, sie brauchen Sportschuhe für den Fußballverein und zum Start in jedes Schuljahr treiben Lehrer mit Sonderwünschen bezüglich Schulheften mit Sonderlinierung und Umschlägen in Exotenfarben ganze Elterngenerationen nicht nur in die Verzweiflung, sondern auch in den finanziellen Ruin. Jeden Tag liefen zwei Waschmaschinen in meinem Haus, die Teenager haben täglich mit ihren Freunden wie Termiten den Kühlschrank durchgefräst und nein, man konnte eigentlich nirgendwo mehr sparen, weil wir wie alle Familien in unserem Umfeld sowieso sparsam leben mussten. Ich habe Mütter erlebt, die in Krabbelgruppen verschämt nach einem ausrangierten Kinderbett fragten, das vielleicht woanders nicht mehr gebraucht wird, weil sie sich keines für den wachsenden Sohn leisten konnten.
Ich sah an Weihnachten einmal an einer Klassenzimmertüre einer zweiten Klasse in einem ganz normalen bürgerlichen Umfeld im Zettelwald der Weihnachtswünsche, die hier 8-Jährige aufgeschrieben hatten, mit krakeliger Anfängerschrift eines Zweitklässlers den Weihnachtswunsch notiert: „Dass wir wieder Strom haben zu Hause“. Wir brauchen keine zugeteilte Kindergrundsicherung, sondern eine Regierung, die den Menschen einen sicheren Arbeitsplatz und günstige Energiepreise verschafft, anstatt ihnen mit Heizungsgesetzen das mühsam angesparte Reihenhäuschen zu gefährden.

Fernab der Realität: Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne)
Strom in Deutschland ist durchschnittlich 174 Prozent teurer als im Rest der Welt
Stattdessen leistet sich Deutschland die teuersten Energiepreise weltweit, weil unsere Hochleistungsregierung gleichzeitig aus Kohle-, Gas- und Atomkraft aussteigt, um ein Industrieland wie Deutschland mit Windrädern und Lastenfahrrädern zu bewirtschaften. Strom sei in Deutschland durchschnittlich 174 Prozent (!) teurer als im Rest der Welt, meldet das Verbraucherportal Verivox aktuell.
Während die Deutschen im Durchschnitt 31,80 Cent pro Kilowattstunde berappen, zahlt der Rest der Welt im Schnitt 11,62 Cent. In Saudi-Arabien, Russland, Mexiko, Indien, Argentinien, der Türkei oder Kanada zahlen Bürger unter 10 Cent für die Kilowattstunde. Länder wie Venezuela, Libyen, Sudan und Kirgisistan schaffen es, ihren Bürgern Strom zu unter einem Cent pro Kilowattstunde zu liefern, während Durchschnittsfamilien in Deutschland in einem der reichsten Länder der Erde bald nicht mehr wissen, wie sie den örtlichen Stromversorger bezahlen können.
Ja, danke Herr Habeck und Gruß an die Klimakollegen.
Vielleicht sollte Habeck einfach mal 8 Stunden Eis verkaufen
Nun habe ich ja kluge Kinder großgezogen. Um ihren Eiskonsum und sonstige Begehrlichkeiten eines durchschnittlichen Teenagerlebens zu finanzieren, stehen sie nicht mehr verzweifelt münzenzählend VOR der Eis-Theke, sie arbeiten zwischenzeitlich IN der Eisdiele, um sich das Taschengeld aufzubessern. Im Gegenzug müssen Sie sich in jeder Arbeitsschicht von Kunden das Genörgel anhören, wie völlig überteuert das hier alles sei, sie ertragen Rentner mit ihren Vorträgen über die Eispreise damals in D-Mark-Zeiten und wissen aber auch durch die Antworten ihres Chefs, dass die Einkaufspreise für frisches Obst, Sahne und Zucker, aber auch die Miete und die Strompreise für die Eisdiele derart explodiert sind, dass er die Preise gar nicht niedriger ansetzen kann, wenn er noch etwas verdienen und auch pünktlich die Löhne an sie auszahlen will. Ganz zu schweigen davon, dass derselbe Chef wiederum verzweifelt und erfolglos nach Aushilfen für die Eisdiele sucht, die quasi nichts können müssen, solange sie nur ein paar Eisbecher tragen und eine Spülmaschine ausräumen, wäre das als Qualifikation schon völlig ausreichend. Aber dank der überbordenden Sozialleistungen in diesem Land, braucht scheinbar niemand mehr einen Job.
Zurück zur Strompreiskugel. Vielleicht sollte Robert Habeck einfach mal 8 Stunden Eis verkaufen. Man lernt dabei nicht nur die Volks-Seele kennen, sondern auch eine ganze Menge über reale Preise und die Kaufkraft der Bürger. Man sieht den Personalmangel in der Gastronomie, Eltern, die ihren Kindern auch trotz Gequengel nur eine Kugel Eis kaufen können, weil es für zwei nicht reicht.
Und vielleicht wäre es ihm und auch seinen Parteikollegen dann etwas peinlicher, sich öffentlich über sich selbst zu freuen, denn für alle diese Bürger, sind sie keine Leistungsträger, sondern nur ein hoffentlich bald abwählbares Ärgernis.
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Birgit Kelle
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