Wer die Sprache nicht spricht, kommt nicht rein: Was Ungarn bei der Migration einfach besser macht
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Seit dieser Woche lässt die Ampelregierung sämtliche Landesgrenzen kontrollieren. Damit will sie „irreguläre Migration weiter zurückdrängen, Schleuser stoppen, Kriminellen das Handwerk legen, Islamisten erkennen und aufhalten“. Worte, auf die Millionen Menschen gewartet haben. Worte, auf die hoffentlich Taten folgen. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán kommentierte: „Jetzt ist Deutschland aufgewacht“. Diese Bemerkung wurde von den linken und öffentlich-rechtlichen Medien als „vergiftet“ bezeichnet. Gucken wir uns dieses „Gift“ doch mal etwas genauer an.
Ungarn ist das neue Lieblingsland der Deutschen. Das gilt nicht nur für Urlaube, sondern als Land, in dem man bleiben möchte – für immer. Gründe sind niedrige Lebenshaltungskosten, ein einfaches Steuersystem mit geringen Steuersätzen und die Nähe zur Heimat. Aber eben auch mehr.

Die Fußgängerzone in Budapest.
Andere Länder, andere Dimensionen
Bei NIUS berichtete eine deutsche Familie, warum sie nach Ungarn ausgewandert ist und warum sie dieses Land so liebt. Die Leserin schrieb: „Wir können hier nachts durch die Straßen bummeln, man braucht vor niemandem Angst zu haben. Meine Teenager-Tochter kann ohne Angst Bahn fahren – es ist sicher hier. Ich kann es mit einem Satz erklären: Ungarn ist heute so, wie Deutschland früher mal war.“
In Ungarn leben zurzeit 142.300 Migranten, das entspricht 1,5 Prozent der Bevölkerung. In Deutschland leben 20,2 Millionen Menschen mit Migrationsgeschichte, das entspricht einem Ausländeranteil von circa 15,2 Prozent.
Ab Januar 2025 müssen Antragsteller für eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis für Ungarn einen Test zur ungarischen Geschichte und Kultur bestehen, der auf Ungarisch absolviert werden muss. Wer es schafft, kann gut in Ungarn leben – mit einer Rente von 1000 Euro sogar fast fürstlich. Die Deutschen sind einer Meinungsumfrage zufolge in Ungarn „sehr beliebt“.

Ein Flüchtlingsheim in Bochum.
Unbegrenzte Migration schürt Ängste
Viktor Orbán, der Mann, der angeblich „vergiftetes Lob“ ausgesprochen hat, warnt seit Jahren vor den Folgen illegaler und unkontrollierter Migration. Was er zum Beispiel am 18. Februar 2018 zur „Lage der Nation“ formuliert hat, wirkt heute wie eine prophetische Vorherschau der Dinge, die längst eingetreten sind. „Die großen Nationen Westeuropas sind zu Einwanderungszonen geworden. Tag für Tag wandeln sich ihre kulturellen Grundlagen. Die in einer christlichen Kultur aufgewachsene Bevölkerung schrumpft und die großen Städte werden islamisiert.“ Die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung konstatiert: „Orbáns Botschaften wirken auch deswegen, weil es in der ungarischen Mehrheitsgesellschaft einen breiten Konsens gibt, dass die Anti-Migrationspolitik grundsätzlich richtig sei – bis in die Wählerschaft der linken Parteien hinein. So unterstützen 80 Prozent der Ungarn den Zaun an der Außengrenze zu Serbien.“

In der EU unbeliebt, in Ungarn erfolgreich: Viktor Orbán.
Ich bin überzeugt davon, dass dieser „breite Konsens“ nicht nur für die Menschen in Ungarn gilt. Angst vor unbegrenzter Migration hat etwas damit zu tun, dass Menschen Angst haben vor zu vielen Menschen, die sie nicht kennen. Es ist eine Angst, die in jedem von uns schlummert, eine angeborene Angst, die uns vor vielen hunderttausend Jahren einen Überlebensvorteil bot. Wir lebten in Gruppen und Stämmen zusammen, in denen sich die Menschen aufeinander verlassen konnten und mussten. Der Psychologe Borwin Bandelow formuliert es so bei ntv: „Dieses Angstsystem gibt es bei gebildeten und ungebildeten Menschen gleichermaßen … Die Fremdenangst entsteht aus einer Mischung aus Urängsten und rationalen Überlegungen. Man kann dem Menschen diese Angst nicht nehmen.“
Man kann aber etwas gegen diese Angst tun, wenn die Regierung die Landesgrenzen besser schützt. Das haben die Ungarn geschafft. Und das hat nichts mit „Gift“ zu tun, wirklich nicht.
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Louis Hagen
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