Angriff auf schwule Männer im Volkspark Friedrichshain
Ein Beitrag von
Nach einem Angriff im Volkspark Friedrichshain ermittelt der Berliner Staatsschutz wegen des Verdachts auf eine homophobe Tat. Ein 45-jähriger Mann wurde am 22. Mai kurz vor Mitternacht im Bereich Büschingstraße/Friedensstraße verletzt aufgefunden und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Polizei hatte ein Anrufer zuvor eine verletzte Person gemeldet. Darüber berichtet der Tagesspiegel.
Die Ermittler gehen nach bisherigen Erkenntnissen davon aus, dass eine Gruppe Jugendlicher oder Heranwachsender gezielt gegen Männer im dortigen Cruising-Bereich vorgegangen sein könnte. Eine Anzeige wegen Körperverletzung wurde aufgenommen. Zu weiteren Einzelheiten verweist die Polizei auf das laufende Verfahren.
Als Cruising-Bereich werden Treffpunkte bezeichnet, an denen schwule Männer, spontan und anonym sexuelle Kontakte suchen. Solche Orte gibt es unter anderem in Parks, Grünanlagen oder an Badeseen. Der betroffene Bereich im Volkspark Friedrichshain liegt am „Denkmal der Spanienkämpfer” und gilt seit längerem als solcher Treffpunkt.

Das „Denkmal der Spanienkämpfer” im Volkspark Friedrichshain
15 junge Männer im Alter von 16 bis 22 Jahren
Ein Zeuge schilderte dem Tagesspiegel, dass rund 15 junge Männer durch das Areal gezogen seien. Die Gruppe soll zwischen 16 und 22 Jahre alt gewesen sein und sich teils mit Taschenlampen bewegt haben. Nach seiner Darstellung wurden mehrere Männer aus dem Gebüsch in offenere Bereiche gedrängt und attackiert. Als die Polizei eintraf, waren die mutmaßlichen Angreifer bereits nicht mehr vor Ort.
Der Volkspark Friedrichshain war bereits im vergangenen Jahr mehrfach Schauplatz ähnlicher Vorfälle. Besonders im August registrierte die Polizei mehrere Taten im Bereich der dortigen Cruising-Zone. Damals sprach die Behörde von einer Häufung von Straftaten mit mutmaßlich homophobem Hintergrund.
Auch die Opferberatungsstelle Maneo weist darauf hin, dass Cruising-Orte immer wieder zum Ziel von Übergriffen werden. Für das vergangene Jahr erfasste die Stelle 29 Gewaltvorfälle in solchen Bereichen, davon 24 mit schwulenfeindlichem Hintergrund. Die Polizei kündigte an, den Bereich weiter verstärkt im Blick zu behalten. Die zuständigen Einsatzkräfte seien nach den Vorfällen des vergangenen Jahres erneut für die Lage sensibilisiert worden.
Mehr NIUS:
Schüsse in Westerland: Mann mit scharfer Waffe festgenommen, ein Verdächtiger auf der Flucht
Polizist angeschossen – Kinder als Geiseln: Schütze ergibt sich nach stundenlangem SEK-Einsatz in Dortmund
+++ 83-Jähriger mit Elektroschocker ausgeraubt +++ Jugendliche mit „südosteuropäischem Erscheinungsbild” überfallen Pizzalieferanten +++ Maskierte treten 17-Jährigen zusammen +++
Gewalt: Ukrainer (16) schlägt Lokführer im Regionalexpress zusammen
Warum der Nürnberger Fall an die Grooming-Gangs von Rotherham und Rochdale erinnert
Lebenslange Haft für Syrer nach Messerangriff auf Partygäste in Bielefeld
Messerattacke: Blutüberströmter Mann am Essener Hauptbahnhof gefunden
Staatsanwaltschaft klagt „Jurassica Parka“ erneut wegen Kinderpornographie an
Mehr NIUS:
Gewalt: Ukrainer (16) schlägt Lokführer im Regionalexpress zusammen
Warum der Nürnberger Fall an die Grooming-Gangs von Rotherham und Rochdale erinnert
Lebenslange Haft für Syrer nach Messerangriff auf Partygäste in Bielefeld
Messerattacke: Blutüberströmter Mann am Essener Hauptbahnhof gefunden
Staatsanwaltschaft klagt „Jurassica Parka“ erneut wegen Kinderpornographie an
Europabrücke: Auto rast durch Grenzkontrolle, Beamte eröffnen Feuer
Der Linksextremismus kann in Deutschland immer noch auf Verständnis hoffen
Berlin: Zeugen berichten von bewaffneter Person auf dem Tempelhofer Feld
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare