Anklage gegen Todesfahrer vom Magdeburger Weihnachtsmarkt
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Die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg hat Anklage gegen den Todesfahrer vom Magdeburger Weihnachtsmarkt erhoben. Dem 50-jährigen Taleb A. werden sechsfacher Mord, versuchter Mord in 338 Fällen sowie gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Bei der Tat am 20. Dezember 2023 kamen fünf Frauen im Alter von 45 bis 75 Jahren sowie ein neunjähriger Junge ums Leben.
Nach den Ermittlungen raste der saudische Arzt mit einem 340-PS-Mietwagen über den Weihnachtsmarkt und fuhr dabei mit bis zu 48 Stundenkilometern. Der Anschlag dauerte eine Minute und vier Sekunden. Insgesamt wurden 344 Menschen geschädigt.
Der Beschuldigte sitzt in Untersuchungshaft und wurde bereits mehrfach verlegt. Ein psychiatrisches Gutachten soll klären, ob er schuldfähig ist. Alkohol spielte nach Angaben der Anklagebehörde bei der Tat keine Rolle.
Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann aus Frustration über private Streitigkeiten handelte. Er habe das Ziel verfolgt, wahllos möglichst viele Menschen zu töten. Die Tat sei über Wochen hinweg geplant worden, Mittäter oder Mitwisser gebe es nicht.
Wann der Prozess beginnt, ist noch offen. Derzeit entsteht in Magdeburg ein provisorisches Gerichtsgebäude in Leichtbauweise, das voraussichtlich im September fertiggestellt wird.
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Redaktion
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