Nachdem er Psychiatrie-Insassen mit einem Cuttermesser bedroht hat: SEK überwältigt Algerier in Bedburg
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Ein 38-jähriger Patient hat in der LVR-Klinik für psychisch kranke Straftäter am Montag für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt. Der Mann, ein Algerier, soll Mitarbeiter der geschlossenen Psychiatrie mit einem Cuttermesser bedroht haben. Das Personal flüchtete in einen Schutzraum, während Spezialeinsatzkommandos (SEK) den Insassen überwältigten und festnahmen. Bei dem Zugriff wurde niemand verletzt, wie ein Sprecher der Polizei Essen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilte.
Der Vorfall ereignete sich gegen 14:48 Uhr auf einem Flur der Klinik. Nach Hinweisen, dass der Patient sich bewaffnet hatte, rückten schwer bewaffnete Elite-Polizisten aus, einige sogar per Hubschrauber. Die Einsatzkräfte evakuierten Personen aus dem Gebäude über eine Drehleiter – eine Person soll dabei eine Regenrinne heruntergerutscht sein. Eine Gefahr für die umliegende Bevölkerung wurde ausgeschlossen. Die Hintergründe und das Motiv des 38-Jährigen sind noch unklar.

Die LVR-Klinik in Bedburg-Hau, eine der größten Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen, beherbergt in ihren forensischen Abteilungen Straftäter mit schweren psychischen Erkrankungen, Suchterkrankungen oder Verhaltensstörungen. Diese gelten oft als vermindert schuldfähig. Durch Behandlungen wie Psychotherapien soll eine erneute Straffälligkeit verhindert werden.
Es handelt sich nicht um den ersten Zwischenfall in der Klinik: Im Mai 2025 randalierten Patienten, darunter ein 27-Jähriger, der sich verbarrikadierte. Andere Insassen schlossen sich an, errichteten Barrikaden und legten Brände. Damals rückten Spezialkräfte aus ganz NRW an, bis die Randalierer sich ergaben.
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