Das Bekennerschreiben zum Strom-Anschlag in Berlin
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Die linksextreme Vulkangruppe beansprucht den Anschlag auf das Berliner Stromnetz für sich. In der Folge verbringen mehrere Zehntausend Haushalte in Berlin das Wochenende ohne Strom und Heizung.
In dem Bekennerschreiben (liegt NIUS vor) heißt es unter anderem: „Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten. Wir können das Ende der imperialen Lebensweise einleiten. Wir können den Raubbau an der Erde stoppen.“ Aus Sicht der Kriminellen sind fossile Kraftwerke Ursache für eine „niedergebrannte, vergewaltigte, zerstörte“ Erde. Sie rufen auf: „Fossile Kraftwerke abschalten ist Handarbeit. Nur Mut.“
Zum Tatort schreiben die Chaoten: „Wir haben heute Nacht das Gaskraftwerk in Berlin-Lichterfelde erfolgreich sabotiert. Es kam zu Stromausfällen in den wohlhabenderen Stadtteilen Wannsee, Zehlendorf und Nikolassee. Stromausfälle waren nicht Ziel der Aktion, sondern die fossile Energiewirtschaft. Bei den weniger wohlhabenden Menschen in dem Südwesten Berlins entschuldigen wir uns. Bei den vielen Besitzern von Villen in diesen Stadtteilen hält sich unser Mitleid in Grenzen.“
„Akt der Notwehr“
„Der Angriff auf das Gaskraftwerk ist ein Akt der Notwehr und der internationalen Solidarität mit allen, die die Erde und das Leben schützen“, schreiben die Terroristen. Fossile Energiegewinnung könne gestoppt werden. „Ganze Regionen werden unter der Hitze unbewohnbar gemacht. Sie verbrennen einfach. Oder Lebensräume verschwinden unter den Fluten bei Überschwemmungen oder aufgrund des steigenden Meeresspiegels.“
„Imperiale Lebensweise auf Kosten anderen Lebens“
„Die Angebote an Teilhabe einer verbrannten Welt weisen wir mit unserer militanten Aktion zurück“, heißt es in dem Schreiben. „Deshalb haben wir die Aktion auf das Gaskraftwerk in Lichterfelde gemacht. Wir verhindern dadurch nicht unsere eigene Verstrickung in eine imperiale Lebensweise auf Kosten anderen Lebens, aber wir setzen ein Signal. Einmal mehr, so wie das viele Menschen und Gruppen an unterschiedlichen Orten der Welt tun. Wie das auch hier einige Gruppen, wie beispielsweise Vulkangruppen seit 2011 beständig tun.“
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