Gruppe von Syrern greift in Berlin Afghanen an: 20-Jähriger stirbt durch Messerattacke
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Am Humboldt-Forum in Berlin-Mitte ist es erneut zu einer brutalen Konfrontation gekommen. Nur wenige Wochen nach einer blutigen Messerstecherei zwischen rivalisierenden Gruppen hat sich am Freitagabend ein ähnlicher Vorfall ereignet, bei dem ein 20-jähriger Mann lebensgefährlich verletzt wurde und später im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag.
Nach Angaben der Polizei und der Staatsanwaltschaft waren drei afghanische Männer gegen 19:30 Uhr in der Nähe des Humboldt-Forums unterwegs, als sie von einer Gruppe von etwa 15 Syrern attackiert wurden. Die Angreifer sollen mehrmals auf den 20-Jährigen eingestochen haben, was zu schweren Verletzungen führte. Rettungskräfte reanimierten das Opfer vor Ort, doch es verstarb später auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Die beiden Begleiter des Getöteten erlitten nur leichte Verletzungen.

Zahlreiche Einsatzkräfte waren am Freitagabend vor Ort.
Die Täter konnten unerkannt entkommen. Der Tatort wurde großflächig abgesperrt, während die Feuerwehr mit mehreren Fahrzeugen ausrückte. Spuren des Kampfes und des Einsatzes waren sichtbar, wie der Tagesspiegel berichtet: eine Blutlache, Verpackungen von Verbandsmaterial, Kompressen, Handschuhen und Kanülendeckeln.
Eine Mordkommission des Landeskriminalamts (LKA) und der Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen zu dem Tötungsdelikt aufgenommen.
Die Behörden untersuchen, ob ein Zusammenhang zu dem Vorfall vom 23. August besteht, bei dem ebenfalls Afghanen und Syrer involviert waren. Damals gerieten zwei Gruppen aneinander, was in eine heftige Messerstecherei mündete. Sechs Männer im Alter von 20 bis 26 Jahren wurden teils schwer verletzt, darunter ein 24-Jähriger mit lebensgefährlichen Stichwunden am Rücken, der operiert werden musste. Die Opfer wiesen Schnitt- und Stichverletzungen an Händen, Beinen, Becken und Oberkörper auf.


Beteiligte teilweise erschreckend jung
Zeugen hatten die Polizei alarmiert, nachdem die bewaffneten Gruppen aufeinander losgegangen waren. Nach dem Vorfall wurden zwei Männer im Alter von 19 und 20 Jahren sowie eine 14-jährige Jugendliche vorläufig festgenommen – alle afghanischer Herkunft. Sie wurden jedoch als Zeugen eingestuft, ihre genaue Rolle blieb unklar. Die Minderjährige wurde an einen Kindernotdienst überstellt.
Zunächst hatte die Polizei von Berichten über etwa 20 Personen gesprochen, die in den Streit verwickelt gewesen sein sollen. Ob die jüngste Attacke Teil einer anhaltenden Fehde ist und die Beteiligten sich kennen, ist noch nicht geklärt. Die Auswertung von Spuren, Beweisen und Zeugenaussagen läuft weiter.


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