Bewaffnete Flucht im Mercedes A 200: Türkische Tatverdächtige schießen aus fahrendem Auto auf SEK!
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Nach einer geplanten Wohnungsdurchsuchung im mittelfränkischen Absberg ist es am Dienstagnachmittag zu einer schweren Gewalttat gegen Polizeikräfte gekommen. Zwei Männer eröffneten während einer Flucht mit einem Pkw das Feuer auf Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK).
Ausgangspunkt des Einsatzes waren Hinweise auf bewaffnete Personen in einer Wohnung in Absberg. Gegen 17 Uhr stellten SEK-Kräfte vor dem Anwesen einen Mercedes mit niederländischem Kennzeichen fest, besetzt mit zwei Männern. Als der Wagen kontrolliert werden sollte, flüchteten die Insassen mit hoher Geschwindigkeit. Bereits kurz nach dem Anfahren gaben sie aus dem Fahrzeug heraus Schüsse auf ein Polizeifahrzeug ab.

Der Mercedes, in dem die türkischen Tatverdächtigen unterwegs waren, ist nach der Verfolgungsjagd schwer demoliert.

Das Fluchtfahrzeug hinter Absperrband der Polizei
Die Flucht führte mit teils deutlich über 100 km/h durch mehrere Ortschaften. Unterstützt von einem Polizeihubschrauber verfolgten die Einsatzkräfte den Wagen bis nach Weißenburg. Am Kreisverkehr Emetzheimer Straße verunfallte das Fluchtfahrzeug und kollidierte mit einem unbeteiligten Auto. Um eine Weiterfahrt zu verhindern, schossen SEK-Beamte gezielt auf einen Reifen.
Drei SEK-Beamte wurden verletzt
Die beiden Tatverdächtigen, türkische Staatsangehörige im Alter von 23 und 24 Jahren, wurden eingeklemmt, verletzt aus dem Fahrzeug befreit und festgenommen. Drei SEK-Beamte erlitten Verletzungen und mussten ärztlich behandelt werden. Am Polizeifahrzeug wurde ein Einschussloch in der Motorhaube festgestellt. Die Insassen des unbeteiligten Pkw wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.

Einsatzkräfte am Ort der Karambolage
Kurz darauf nahm die Polizei einen weiteren Mann (30, ebenfalls türkisch) am Wohnanwesen in Absberg fest. Bei der Durchsuchung wurden keine weiteren Personen angetroffen. Eine großangelegte Fahndung nach einer möglichen vierten Person blieb erfolglos.
Die Staatsanwaltschaft Ansbach beantragte Haftbefehl gegen den 24-Jährigen wegen versuchten Mordes, gegen den Fahrer wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Die Ermittlungen führt die Kriminalpolizei Ansbach. Dabei wird auch geprüft, ob die Beschuldigten in gewaltbereite Gruppierungen eingebunden sind. Zeugen der Flucht werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.
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