Obwohl es Bilder der Überwachungskamera gibt: Die Polizei fahndet immer noch nicht mit Foto nach dem Messerstecher von Dresden
Ein Beitrag von
Der Messer-Angriff von Dresden ging um die Welt. Die Zivilcourage eines US-Amerikaners (21) – er schritt ein, als zwei Frauen von einer Männergruppe belästigt wurden – endete für ihn schwer verletzt in einem Dresdner Krankenhaus. Einer der Verdächtigen, der syrische Mittäter (21), sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Der Messer-Angreifer selbst, der dem US-Amerikaner die Klinge durchs Gesicht gezogen hat, ist weiterhin auf freiem Fuß.
Fakt ist: Von der vorhergegangenen Tat selbst – der Belästigung junger Frauen in der Straßenbahn – und dem Eingreifen von Rudat gibt es Videoaufnahmen einer Überwachungskamera. Dennoch fahndet die Polizei Dresden auch vier Tage nach der Tat nicht öffentlich und mit Foto nach dem Haupttäter.

Der verletzte US-Amerikaner John Rudat.
Polizei wertet weiter Videos aus und befragt Zeugen
NIUS fragte bei der Polizei nach, warum das so ist. Ein Sprecher erklärte: „Die Polizeidirektion Dresden steht in engem Austausch mit der Staatsanwaltschaft, auch zur Frage einer möglichen Öffentlichkeitsfahndung. Dafür müssen in einem Rechtsstaat viele Faktoren und rechtliche Vorgaben beachtet werden.“ Aktuell werte man noch immer zahlreiches Videomaterial und Zeugenaussagen aus.
Eine Begründung, warum das Mittel der Öffentlichkeitsfahndung noch nicht zum Einsatz kommt, wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht geben.
Lesen Sie auch dazu:
Nach Messerangriff auf US-Bürger reagiert US-Regierung: „Merz muss verstehen, dass die Leute die Schnauze voll haben“
Mehr NIUS:
SEK-Zugriff: Mann übergoss sich im Rathaus mit Benzin und drohte mit Feuerzeug
+++ Messerstecherei unter Rumänen +++ 30-Jähriger greift Ex-Partnerin (32) an +++ 52-jähriger Obdachloser schlägt mit Machete um sich +++
Homophobie in Hamburg: Mann mit „südländischem“ Aussehen verprügelt 40-Jährigen
Eine Droge namens „Knastpapier“ überschwemmt deutsche Gefängnisse
Buttersäureanschlag auf Auto von Christoph de Vries
Gesucht! Hüseyin B. (33) soll Mann in Bremen niedergestochen haben
Innerhalb von staatlichen Suchtzentren: Köln und Düsseldorf wollen Handel mit Crack legalisieren
Sie hatte ein Messer: Frau nach Polizei-Schuss an Tankstelle lebensgefährlich verletzt
Mehr NIUS:
Eine Droge namens „Knastpapier“ überschwemmt deutsche Gefängnisse
Buttersäureanschlag auf Auto von Christoph de Vries
Gesucht! Hüseyin B. (33) soll Mann in Bremen niedergestochen haben
Innerhalb von staatlichen Suchtzentren: Köln und Düsseldorf wollen Handel mit Crack legalisieren
Sie hatte ein Messer: Frau nach Polizei-Schuss an Tankstelle lebensgefährlich verletzt
Großrazzia: Beamte stellen Waffen, Drogen und Bargeld sicher
Täter (16) stellt sich! Polizist in Göttingen angeschossen
Polizei gewichtete Hautfarbe zu stark: Land Berlin wegen Rassismus verurteilt
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare