Er verletzte zehn Menschen schwer, wollte Dutzende töten: Amokläufer von Ansbach flieht aus Psychiatrie
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Weil er sich gemobbt fühlte, stürmte Georg R. im Jahr 2009 schwer bewaffnet das Carolinum-Gymnasium in Ansbach (Bayern), verletzte neun Schüler und einen Lehrer schwer, teilweise schwebten die Opfer in Lebensgefahr. Seitdem saß er in Erlangen in der Psychiatrie. Nun ist er von dort entflohen.
Die Polizei sucht aktuell mit Hochdruck nach dem heute 34-Jährigen, der im September 2009 mit Beil, Hammer, vier Messern und fünf Brandsätzen in das Carolinum-Gymnasium in Ansbach (Bayern) stürmte, um 47 Menschen zu töten, bevor Polizisten ihn mit drei Schüssen zum Aufgeben zwangen.

Georg R. auf dem Weg zur Gerichtsverhandlung.
R. wurde wegen versuchten Mordes in 47 Fällen zu neun Jahren Haft verurteilt. Wie Bild berichtet, hatte er vor dem Amoklauf in seinem Tagebuch notiert: „Die ganze Schule soll bezahlen.“
Das Gericht habe bei Georg R. „erhebliche Wiederholungsgefahr“ festgestellt, berichtet Bild weiter. Es habe ihn nach Verbüßung der Freiheitsstrafe dauerhaft in die Psychiatrie eingewiesen.

Das Gericht wies den Amokläufer dauerhaft in die Psychiatrie ein.
Am Samstag sei Georg R. ein unbegleiteter Ausgang gewährt worden, von dem er am Abend nicht zurückkehrte, berichtet die Polizei.
Die Bezirkskliniken Mittelfranken, Träger der Psychiatrie, teilten auf Anfrage der Bild mit: „Wir können bestätigen, dass ein Patient von einem genehmigten Tagesausgang nicht zur vereinbarten Uhrzeit zurückgekehrt ist.“ Seine Ausgänge seien Teil der Therapie und seit Jahresbeginn regelmäßig genehmigt worden – „stets ohne Vorkommnisse und Beanstandungen“.

Das Klinikum am Europakanal in Erlangen: Hier saß Georg R. ein.
Klinik-Sprecherin Karin Schulz behauptet gegenüber Bild: „Vom Patienten geht nach Einschätzung der behandelnden Klinik aktuell keine Gefahr für die Öffentlichkeit aus.“
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