Grausamer Mord im Blut- und Drogenrausch! Algerier (22) tötet Zahnarzt (77) im Freiburger Villenviertel – jetzt steht er vor Gericht
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Dieser Prozess dürfte die Asyldebatte weiter anheizen: Der drogensüchtige Algerier Abdellah C. (22) bricht am helllichten Tag in eine Zahnarzt-Villa in Freiburg ein, ermordet den arglosen Berthold K. (77) mit einem extrascharfen, japanischen Küchenmesser. 17 Stiche – in Hals, Herz, Lunge und die Hauptschlagader. Nachdem er ein Blutbad angerichtet hat, raubt Abdellah C. so viele Wertgegenstände, wie er tragen kann, wickelt die Leiche in einen Teppich und haut ab. Kurz darauf wird er gefasst, jetzt steht er vor Gericht.
Die Richter am Landgericht Freiburg gaben Abdellah C. am Dienstag zunächst Gelegenheit, seinen Lebensweg und seinen Weg nach Deutschland zu schildern. Mithilfe eines Dolmetschers und recht zusammenhanglos und wirr, erzählte der 22-Jährige Berichten zufolge von seiner ärmlichen und nicht behüteten Jugend in Algerien, frühem Drogenkonsum, einer enttäuschten Liebe und Gelegenheitsjobs.

Abdellah C. am Dienstag im Landgericht Freiburg
Er will ein leichteres Leben, bricht am 23. Dezember 2023 nach Europa auf. Über Spanien und Frankreich gelangt er in die Schweiz, von dort aus kommt er nach Deutschland. Nur wenige Monate nach seiner Abreise in Algerien bringt er in Freiburg Berthold K. in seinem eigenen Wohnzimmer um. Skrupellos, brutal und kaltblütig.
Er pirschte sich an sein Opfer heran, stach zu
Im Prozess wird schnell klar: Mit dem Zahnarzt im Ruhestand verband Abdellah C. vor der Tat absolut nichts. Opfer und Mörder kannten sich nicht, waren sich nie begegnet. Abdellah C. hatte am 14. Juli eigenen Aussagen zufolge bereits frühmorgens die Freiburger Villengegend Lorettoberg ausgekundschaftet, offenbar in voller Absicht, einen Raubüberfall zu begehen. Der Drogensüchtige suchte die Zahnarzt-Villa aus, weil man sie von der Straße aus nicht einsehen kann. Er brach durch ein Badfenster ein, hängte von innen die Kette der Haustür ein, damit niemand von draußen reinkommen konnte.
Abdellah C. schlich der Anklage zufolge in den ersten Stock und pirschte sich von hinten an sein Opfer heran. Berthold K. saß im Schlafanzug in seinem Sessel und schaute Fernsehen. Es war der letzte Tag der Fußball-EM. Da er sein Hörgerät noch nicht eingesetzt hatte, hörte der alte Mann seinen Mörder nicht kommen. Abdellah C. richtete ein Blutbad an.

Blick auf Freiburg, im Hintergrund der Lorettoberg
Bevor Berthold K. starb, kam es wohl noch zum Kampf. Ein Polizist im Zeugenstand berichtete am Dienstag von kaputten Möbeln, Bilder seien beschädigt gewesen. C. könnte sie im Drogen- und Blutrausch aber auch mutwillig zerstört haben.
Drogen und Suizidversuche
Nach kurzer Odyssee durch Europa war Abdellah C. in Deutschland geblieben. Eigenen Aussagen zufolge hasste er sein Leben, hatte in einer Schweizer Flüchtlingsunterkunft bereits versucht, sich umzubringen. In Freiburg spielt der Stühlinger Kirchplatz, wo er sich mit Drogen aller Art eindeckte, eine zentrale Rolle in seinem Leben. Laut Badischer Zeitung konsumierte er Haschisch, Kokain, Ecstasy, das Antiepileptikum Pregabalin, Benzodiazepine wie Rivotril.
Nach dem Mord am Ex-Zahnarzt räumte Abdellah C. dessen Handy, Laptop und Bankkarten, Schmuck, Münzen und andere Wertsachen ab, packte das Diebesgut in einen Rollkoffer und eine Tasche und verschwand vom Tatort. Mehrere Zeugen nahmen Notiz von ihm, Berthold K.s erwachsener Sohn fand seinen Vater wenig später in Teppich gewickelt in der gemeinsam bewohnten Villa und alarmierte die Polizei.
Abdellah C. konnte wenige Tage später von der Polizei in der Schweiz festgenommen werden. Der Prozess wird am 21. Januar fortgesetzt.
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