Gruppenvergewaltigung in Berlin: Die Spur führt in eine Wohnung, in die immer wieder „dunkelhäutige Männer mit Kapuzen huschten”
Ein Beitrag von
Ein 17-jähriges Mädchen soll Opfer einer Gruppenvergewaltigung in Berlin geworden sein. Mit Hämatomen am ganzen Körper fand man das Mädchen im Hausflur eines Plattenbaus. Die Wohnung, in der das Verbrechen passiert sein soll, wirft zahlreiche Fragen auf. Ebenso wie die Tatsache, dass die Polizei zwischenzeitlich einen Tunesier festgenommen hatte, der aber wieder auf freiem Fuß ist.
NIUS war am Tatort und sprach mit Mietern, Nachbarn und Verantwortlichen.

Die Wohnungstür ist von der Polizei versiegelt worden.
Als um kurz nach acht an der Neuen Grottkauer Straße in Berlin-Hellersdorf ein Mädchen in einem Hausflur aufgefunden wird, wusste noch niemand, dass das Mädchen einem Sexualverbrechen zum Opfer gefallen war. Eine Nachbarin, der die 17-Jährige gerade nach dem Einkaufen in die Arme gelaufen war, verständigte den Rettungsdienst. Die Verletzungen deuteten auf ein Sexualverbrechen hin, wie die Polizei mitteilte.
Gegenüber NIUS sagte die Nachbarin, die das Mädchen gefunden hat: „Sie sah schlimm aus. Ich hoffe, dass sie eine vernünftige Therapie bekommt und ihr Leben irgendwie wieder aufnehmen kann.“

Der Plattenbau in Berlin-Hellersdorf, in dem das Verbrechen passiert sein soll
Der Plattenbau in Berlin-Hellersdorf wirkt unscheinbar. Im dritten Stock des Wohnhauses kleben am Montagmorgen nur noch Polizeisiegel an der Tür ohne Nachnamen an der Klingel. Ursprünglich war die Wohnung auf eine Frau angemeldet, die einen bosnischen Migrationshintergrund hat. Sie heißt Amra R., der Briefkasten ist so voll, dass kaum neue Briefe hineinpassen.
Eine Nachbarin, die direkt unter der Wohnung wohnt, in der sich das Sexualverbrechen ereignet haben soll, erzählt NIUS, dass der Briefkasten schon seit Monaten nicht mehr geleert worden sei und die Briefe teilweise im Hausflur liegen. Neben Inkasso-Briefen stapeln sich auch gelbe Behörden-Briefe im Postkasten.
Mysteriöse Unbekannte mietete Wohnung in Hellersdorf an
Niemand in dem Wohnhaus hat die Mieterin der Wohnung, die mutmaßlich zum Tatort geworden ist, jemals gesehen oder mit ihr sprechen können. Stattdessen berichten Nachbarn, dass die Wohnungstür der besagten Wohnung in den letzten Monaten immer mit einem Türstopper, einem Stein oder mit einem Stück Stoff offengehalten wurde. Wer da wirklich wohnt, weiß niemand.

Die eigentliche Mieterin der Tatort-Wohnung war offenbar schon lange nicht mehr dort.
Die Menschen, die dort ein und aus gingen, sollen monatlich, teils wöchentlich gewechselt haben. Eine ältere Frau, die im Erdgeschoss des Hauses wohnt, berichtet, dass die Haustür des Wohnhauses des Öfteren nachts aufgetreten wurde. „Danach huschten dann immer dunkelhäutige Männer mit Kapuzen in den dritten Stock und verschwanden in der Wohnung von Amra R.“
Ein Hauswart in leitender Funktion berichtet NIUS, dass die Wohnung seit September gekündigt sei, aber offenstand. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft „Stadt und Land“ erreicht die ehemalige Mieterin der Wohnung nicht, sie sei untergetaucht. Vermutlich, weil sie sich mit der Untervermietung der Wohnung etwas dazuverdiente. Letztlich sollen dunkelhäutige Männer die Wohnung im dritten Stock besetzt und sich regelmäßig in der leeren Wohnung aufgehalten haben, berichtet auch der Hauswart gegenüber NIUS.
Die Polizei ermittelt, noch ist kein Tatverdächtiger festgenommen worden. Kurzzeitig war ein Tunesier in Gewahrsam, der aber wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. Zu den Hintergründen machte die Polizei keine Angabe. In welchem Verhältnis das 17-jährige Mädchen zu den mutmaßlichen Tätern stand, ist bislang unklar. Auch, ob sie freiwillig in die Wohnung gegangen war oder gezwungen wurde, ist nicht bekannt.
Mehr NIUS: Mann nach Festnahme wieder auf freiem Fuß: 17-Jährige soll Opfer von Gruppenvergewaltigung sein
Mehr NIUS:
Homophobie in Hamburg: Mann mit „südländischem“ Aussehen verprügelt 40-Jährigen
Eine Droge namens „Knastpapier“ überschwemmt deutsche Gefängnisse
Buttersäureanschlag auf Auto von Christoph de Vries
Gesucht! Hüseyin B. (33) soll Mann in Bremen niedergestochen haben
Innerhalb von staatlichen Suchtzentren: Köln und Düsseldorf wollen Handel mit Crack legalisieren
Sie hatte ein Messer: Frau nach Polizei-Schuss an Tankstelle lebensgefährlich verletzt
Großrazzia: Beamte stellen Waffen, Drogen und Bargeld sicher
Täter (16) stellt sich! Polizist in Göttingen angeschossen
Mehr NIUS:
Gesucht! Hüseyin B. (33) soll Mann in Bremen niedergestochen haben
Innerhalb von staatlichen Suchtzentren: Köln und Düsseldorf wollen Handel mit Crack legalisieren
Sie hatte ein Messer: Frau nach Polizei-Schuss an Tankstelle lebensgefährlich verletzt
Großrazzia: Beamte stellen Waffen, Drogen und Bargeld sicher
Täter (16) stellt sich! Polizist in Göttingen angeschossen
Polizei gewichtete Hautfarbe zu stark: Land Berlin wegen Rassismus verurteilt
+++ 14-Jähriger verletzt 14 Personen mit Pfefferspray +++ 45-Jähriger angeschossen +++ 27-Jähriger ersticht seine 60-jährige Schwiegermutter +++
Polizist bei Clan-Kämpfen in Göttingen angeschossen
Marc Sierzputowski
Artikel teilen
Kommentare