Kölner Rentner (93) zu Tode gefoltert: Täter wurde schon zwei mal abgeschoben!
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Ein 93-jähriger Senior aus Köln-Neubrück wird in seinem eigenen Haus überfallen und zu Tode gefoltert. Der Fall erschüttert nicht nur wegen der Brutalität der Tat – sondern auch wegen der Vorgeschichte mehrerer Verdächtiger.
Wie Focus Online berichtete, führen die Spuren zu Männern, die den Behörden teils seit Jahren bekannt gewesen sein sollen und Deutschland offenbar längst hätten verlassen müssen.
Als die Kinder von Hans-Jürgen W. am Nachmittag des 3. Mai das Haus ihres Vaters betreten, finden sie den 93-Jährigen leblos im Schlafzimmer. Der Senior hatte nicht geöffnet, war telefonisch nicht erreichbar gewesen – obwohl ein Treffen vereinbart war. Im Bungalow am Böhmweg bietet sich ihnen ein Bild des Grauens: Der alte Mann liegt neben seinem Bett, gefesselt, übel zugerichtet. Laut Focus Online weisen Hämatome im Gesicht sowie Verletzungen an Kopf, Händen, Rücken und Schultern darauf hin, dass der Rentner vor seinem Tod massiv misshandelt wurde. Die Rechtsmedizin spricht später von stumpfer und komprimierender Gewalt gegen Oberkörper und Hals.
Ein Wochenende des Grauens
Auch das Haus selbst ist verwüstet. Schränke und Kommoden sind geöffnet, Behälter ausgeleert, Gegenstände liegen verstreut auf dem Boden. Gestohlen werden nach den vorliegenden Angaben unter anderem ein hochwertiges E-Bike, das Mobiltelefon, eine EC-Karte und der Ehering des Opfers.
Die Ermittler gehen nicht von einer spontanen Einzeltat aus, sondern von einem arbeitsteiligen Vorgehen mehrerer Einbrecher. Unklar ist, wie die Täter in das Haus gelangten – möglich erscheint ein Zugriff an der Haustür oder über ein geöffnetes Schlafzimmerfenster. Sicher ist: Der 93-Jährige war allein, schwerhörig und offenbar völlig schutzlos.
Nach dem Besuch beim Bäcker verliert sich die Spur des Opfers
Besonders bedrückend: Zwischen dem letzten sicheren Lebenszeichen und dem Auffinden des Toten liegt ein ganzes Wochenende. Noch am Morgen des 2. Mai soll Hans-Jürgen W. wie gewohnt mit dem Fahrrad zu einer nahegelegenen Bäckerei gefahren sein. Danach verliert sich seine Spur. Die Rechtsmedizin datiert den Todeszeitpunkt später auf mindestens 15 Stunden vor dem Fund, möglicherweise deutlich früher.
Den Ermittlern helfen schließlich Spuren, die die mutmaßlichen Täter zurückgelassen haben sollen. Am 6. Mai findet ein Passant rund zwanzig Gehminuten vom Tatort entfernt Gegenstände, die dem Opfer zugeordnet werden: darunter die EC-Karte.
DNA-Spuren von Nenad A. gefunden
Nach Informationen von Focus Online führen DNA-Spuren und Fingerabdrücke zu einem 30-jährigen Serben namens Nenad A. Am Tatort sollen sich zudem Zigarettenkippen befunden haben, die nicht vom Opfer stammen. Auch an Gegenständen, die von den Tätern berührt worden sein sollen, sichern die Ermittler Spuren. Der Verdächtige ist den Behörden demnach bereits bekannt: wegen Diebstahls, Betrugs, Urkundenfälschung und Erpressung. Bis Mitte April 2026 saß er laut Bericht noch in Haft.
Abschiebung durch Ausreise verhindert – und zurückgekehrt
Brisant ist seine ausländerrechtliche Vorgeschichte. Nenad A. soll als abgelehnter Asylbewerber bereits eine Ausweisungsverfügung samt Abschiebeandrohung erhalten haben. Am 21. April reiste er demnach freiwillig nach Serbien aus – offenbar, um einer Abschiebung zuvorzukommen. Kurz darauf soll er illegal wieder nach Deutschland eingereist sein. Wenige Tage später steht er nun unter Verdacht, an einem tödlichen Überfall auf einen 93-jährigen Rentner beteiligt gewesen zu sein.
Festgenommen wird Nenad A. schließlich nach einer Verfolgungsfahrt auf der A1 bei Remscheid. Verkehrsteilnehmer hatten einen unbeleuchteten Opel Corsa auf dem Standstreifen gemeldet. Als die Polizei den Wagen kontrollieren will, flüchtet der Fahrer. Nach riskanten Fahrmanövern stoppen die Beamten das Auto, schlagen Scheiben ein und ziehen den Mann heraus. Der Wagen und die Kennzeichen sollen zuvor gestohlen worden sein.
Bajram K. war geduldet – trotz dicker Polizeiakte
Doch Nenad A. ist offenbar nicht der einzige Tatverdächtige mit langer Vorgeschichte. Laut Focus Online zeigen Überwachungskameras einen weiteren Mann am Haus des Opfers: Bajram K., 36 Jahre alt, geboren in Skopje. Auch er soll polizeibekannt sein – unter anderem wegen Eigentums-, Sexual-, Gewalt- und Verkehrsdelikten.
Der Mann wurde dem Bericht zufolge bereits zweimal abgeschoben, reiste aber offenbar erneut unerlaubt nach Deutschland ein.
Die Ermittler spüren ihn später in Salzburg auf. Im Verhör soll er weitere mutmaßliche Beteiligte genannt haben. Einer von ihnen wird in einer Flüchtlingsunterkunft im Kölner Stadtteil Mülheim festgenommen: ein bosnischer Staatsangehöriger, der laut Bericht ebenfalls wegen zahlreicher Eigentums- und Verkehrsdelikte bekannt gewesen sein soll. Besonders pikant: Sein Aufenthaltsstatus wurde nach Focus-Online-Angaben durch sogenannte Fiktionsbescheinigungen verlängert – obwohl den Behörden seine kriminelle Vergangenheit bekannt gewesen sein soll.
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