Messer-Angriff an Paderborner Schule: „Wir waren rund vier Stunden eingeschlossen und konnten nicht zur Toilette“
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Leonie IpatiAn einer Berufsschule in Paderborn, dem Westfalenkolleg, wurde am Mittwoch ein Amokalarm ausgelöst. Wie die Polizei mitteilt, befand sich ein Großaufgebot an Einsatzkräften – darunter auch das SEK – vor Ort. Inzwischen sind die Durchsuchungen des Schulgebäudes abgeschlossen. Eine Mordkommission ermittelt.
Demnach soll eine Schülerin schwerverletzt sein – sie wurde notoperiert. Der Täter, ein 25-Jähriger mit deutscher Staatsbürgerschaft, ist in Polizeigewahrsam. Er soll ein Stichwerkzeug als Tatwaffe verwendet haben.
NIUS sprach mit Betroffenen vor Ort
Ein Schüler berichtet, er habe mehrere Stunden im Klassenzimmer ausharren müssen, während die Polizei das Gebäude sicherte. „Wir waren rund vier Stunden eingeschlossen und konnten nicht zur Toilette“, erzählt der Schüler. Besonders schwierig sei die Situation auch für eine schwangere Lehrerin gewesen. In der Klasse habe zunächst Schock und Angst geherrscht – niemand habe genau gewusst, was passiert.
Kurz nach 13:00 Uhr soll eine Schülerin von einem Mann mit einem Messer verletzt worden sein. „Anschließend flüchtete der Angreifer vom Tatort in eine unbekannte Richtung“, erklärt die Polizei Paderborn.
„Während der laufenden Fahndungsmaßnahmen meldete sich der flüchtige Tatverdächtige bei der Leitstelle der Polizei und wurde gegen 14 Uhr im Bereich des Padersees vorläufig festgenommen“, so die Polizei weiter.

Das Westfalenkolleg in Paderborn (Quelle: www.wkpb.de)
Laut Aussagen einer Mutter, soll auf die Schülerin dreimal eingestochen worden sein. Der Tatverdächtige wird von Mitschülern als sehr nett und unauffällig beschrieben.
NIUS unterhielt sich vor Ort mit einer weiteren Mutter:
Spezialkräfte betreten das Schulgebäude – offenbar werden Vorbereitungen getroffen, damit die Schüler das Gelände verlassen können.
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