16 Monate vor der Tat: Mörder von Friedland nötigte andere Frau mit seinem Penis
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Der Mord an der 16-jährigen Liana K. im niedersächsischen Friedland Mitte August wirft immer neue Fragen über den mutmaßlichen Täter auf. Der 31 Jahre alte Iraker sei bereits Monate zuvor wegen exhibitionistischer Handlungen verurteilt worden.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Göttingen hatte der Mann im April 2024 eine Frau bedrängt, indem er einen Arm um sie legte, gleichzeitig seine Hose öffnete und seinen Penis zeigte. Das Amtsgericht Einbeck verhängte dafür eine Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je 15 Euro. Da die Grenze zur offiziellen Vorstrafe bei mehr als 90 Tagessätzen liegt, wurde der Mann juristisch nicht als vorbestraft geführt.
Am 11. August soll er am Bahnhof Friedland die 16-Jährige an einen durchfahrenden Güterzug gestoßen haben. Ermittler fanden DNA-Spuren des Verdächtigen an der Schulter des Opfers. Seitdem gilt er als dringend tatverdächtig und verweilt in einer psychiatrischen Klinik.
Bekannt ist zudem, dass er im Juli eine Ersatzfreiheitsstrafe in Hannover verbüßte, weil er eine Geldstrafe nicht bezahlt hatte. Zu diesem Zeitpunkt lag bereits eine Abschiebeanordnung nach Litauen vor, doch ein Antrag auf Abschiebehaft wurde vom Amtsgericht Hannover – aufgrund des Versagens der Ausländerbehörde – abgelehnt.
Iraker reiste als verfolgter Homosexueller ein
Der Täter berief sich in seinem Asylverfahren auf „mehrfache Vergewaltigungen in seinem Heimatland aufgrund seiner Homosexualität“. Als es darum ging, ihn nach Litauen abzuschieben, führten seine Anwälte schwere Misshandlungen ins Feld: Als Schwuler sei er im Camp Kibati vergewaltigt, von der litauischen Polizei geschlagen und einen Monat lang in Einzelhaft gehalten worden.
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