Obdachloser Ungar soll mehrere Kältebusse in Berlin abgefackelt haben
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Eine Serie von Brandanschlägen auf Kältebusse der Berliner Stadtmission sorgt in der Nach-Weihnachtszeit für Wirbel. Nun stellt sich heraus: Bei dem 43-jährigen Mann, der beim zweiten Anschlag auf frischer Tat ertappt wurde, handelt es sich um einen obdachlosen ungarischen Staatsbürger.
Der Täter soll laut Polizei einen Alkoholpegel von 1,6 Promille gehabt haben. Er hat in Deutschland keine Meldeadresse, gehört also selbst zur potenziellen Hilfsgruppe der Kältebusse. Der ungarische Staatsbürger befindet sich momentan in Polizeigewahrsam. Die Berliner Polizei bestätigte gegenüber NIUS seine Staatsangehörigkeit.
Am Neujahrstag um 14:30 Uhr erwischte ihn das Sicherheitspersonal der Berliner Stadtmission, wie er in der Lehrter Straße in Berlin-Moabit eines der Fahrzeuge der Obdachlosenhilfe anzündete. Der Bus ist zerstört und kann nicht wieder eingesetzt werden.

Die Berliner Stadtmission will mit den Kältebussen Obdachlose vor Kälte schützen.
Erster Anschlag vor Silvester auf zwei Wägen
Bereits am Wochenende war ein Brandanschlag auf einen der drei Kältebusse verübt worden. Auch hier kam es bei einem Wagen zum Totalschaden. Ein danebenstehendes Fahrzeug erlitt schwere Schäden.

Der erste Anschlag ereignete sich in der Nacht zum 28. Dezember.
Inwieweit ein Zusammenhang zwischen den Taten besteht, ist laut Polizei derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Gegen den wohnungslosen Ungarn ermittelt sie wegen des Verdachts auf Brandstiftung. Er wurde laut Polizei gestern dem Haftrichter vorgeführt.
Großer Rummel um Taten
Die Taten sorgten politisch und gesellschaftlich für Wirbel. Berlins Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) verurteilte den ersten Anschlag scharf: „Wer Fahrzeuge zerstört, die dazu da sind, Menschen vor dem Erfrieren zu schützen, greift nicht nur Sachwerte an, sondern gefährdet unmittelbar Leben.“

Berlins Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) verurteilte den ersten Anschlag energisch.
Die Deutsche Bahn stellte 70.000 Euro für die Anschaffung eines neuen Busses bereit. Eine Autovermietung und der Berliner Verein Zukunftssicherung stellen laut Tagesspiegel vorübergehend zwei Fahrzeuge zur Verfügung.
Schon zuvor hatte die Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz, Träger der Berliner Stadtmission, ein neues Fahrzeug zur Verfügung gestellt. Die Hilfe kann also vorerst weitergehen.
Mehr NIUS: Vier Tage nach Weihnachten: Kältebus der Berliner Stadtmission in Brand gesetzt
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