„Rassistischer Brandanschlag“ war pakistanischer Versicherungsbetrug
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Ein vermeintlich rechtsextremer Brandanschlag in Wächtersbach (Main-Kinzig-Kreis) hat sich als fingierte Tat herausgestellt. Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt, nachdem an Weihnachten 2023 in den Trümmern eines abgebrannten Hauses rassistische Parolen entdeckt worden waren. Die Staatsanwaltschaft ermittelte zunächst wegen eines möglichen rechtsextremen Motivs. Nun steht fest: Der Besitzer selbst hat das Feuer gelegt. Zuerst hatte der Blogger Argo Nerd das Thema aufgegriffen.
Die empörten Reaktionen auf den vermeintlich rassistischen Brandanschlag zogen weite Kreise. Politiker nutzten den Anlass, um gegen Rechts zu agitieren: Grünen-Politikerin Martina Feldmayer kommentierte etwa: „Die Parolen, die an den Wänden entdeckt wurden, sind verabscheuungswürdig und verhetzend.“ „Wer solche Taten begeht, greift unsere ganze Gesellschaft an“, so Feldmayer weiter.
Die Linken-Bundesvorsitzende Janine Wissler sagte dazu: „Es reicht nicht, diese Taten zu verurteilen, man muss den Nährboden bekämpfen, der rechte Gewalt begünstigt: das Erstarken der Rechten und die rassistische Hetze gegen Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchtete.“

Argo Nerd liefert auf X eine direkte Gegenüberstellung der Berichterstattung.
Sieben Jahre für schwere Brandstiftung und Betrug
Wie das Landgericht Hanau am Freitag mitteilte, wurde der Hausbesitzer wegen versuchter schwerer Brandstiftung und Betrugs zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt. Seine Frau erhielt wegen Beihilfe zum Betrug eine zweijährige Haftstrafe auf Bewährung. Nach Überzeugung des Gerichts hatte die Familie das eigene Haus vorsätzlich in Brand gesetzt und die rechtsextremen Schmierereien selbst angebracht, um einen fremdenfeindlichen Anschlag vorzutäuschen und Versicherungsleistungen zu erschleichen.
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