Schloss von Gloria Thurn und Taxis angezündet – Antifa gibt Tagesschau-Podcast als Motiv an
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Das alte Jagdschloss der Familie Thurn und Taxis stand in der Nacht auf Montag in Flammen, der Schaden liegt im Millionenbereich. Das Gebäude nahe Donaustauf bei Regensburg, das als Clubhaus und Restaurant genutzt wurde, brannte vollständig aus. Nun ist ein Bekennerschreiben der Antifa auf der linksextremen Plattform Indymedia aufgetaucht, dessen Echtheit die Ermittler derzeit prüfen.
„Das Bekennerschreiben ist uns bekannt, es wird geprüft, wir ermitteln dennoch in alle Richtungen“, teilt die zuständige Polizeistelle in Regensburg auf eine NIUS-Anfrage hin mit.
Das Schloss, das Ende des 19. Jahrhunderts neu gebaut wurde, sei nicht „willkürlich ausgewählt“ worden, wird in dem Bekennerschreiben erläutert.
„Seid (sic.) Jahrhunderten steht Thurn und Taxis für Monarchie, Menschenverachtung und eine Klassengesellschaft. Während die Zeiten auch in Deutschland wieder für einen großen Teil der Bevölkerung härter werden, sehen wir uns damit konfrontiert, dass mit Gloria von Thurn und Taxis eine Großkapitalistin mitten in Regensburg residiert, in einem Schloss das mehr Zimmer als der Buckingham Palace hat.“
Linksextremisten ließen sich von ARD-Podcast zur Tat verleiten
Brisant: Ein ARD-Podcast über die Fürstin soll die mutmaßlichen Brandstifter zu ihrer Tat getrieben haben. In „Nicht mehr mein Land“, so schreiben es die Linksextremisten in ihrem Bekennerschreiben, habe von Thurn und Taxis „den führenden Faschisten Björn Höcke“ verteidigt.
Die Beweisführung, die die ARD-Journalisten zu dem nuancenlosen Ergebnis führt, die bekannte Fürstin sei eine „extreme rechte globale Netzwerkerin“, liest sich wie eine klassische Feindmarkierung der linken Szene. Mal wird von Thurn und Taxis als „Abtreibungsgegnerin“ und Wegbereiterin von „Rechtspopulisten“ zum Abschuss freigegeben. Dann wieder heißt es, die Fürstin verdrehe geschichtliche Fakten, oder: „Gloria von Thurn und Taxis ist in der rechtspopulistischen Szene gut vernetzt und fällt mit rechten Thesen auf“.

Der Podcast der ARD diffamiert Fürstin Gloria von Thurn und Taxis.
Immer wieder wurde den öffentlich-rechtlichen Medien in den vergangenen Wochen vorgeworfen, sie würden Gewalt gegen Andersdenkende verharmlosen, nachdem ARD-Moderatorin Dunja Hayali und der USA-Korrespondent des ZDF, Elmar Theveßen, den Mord an Charlie Kirk mit relativierenden und diffamierenden Falsch-Behauptungen wie Kirk habe sich dafür ausgesprochen, dass Homosexuelle gesteinigt werden sollten, kommentiert hatten.

Das über 100 Jahre alte Gebäude brannte vollständig aus.
„Vernetzung der reaktionärsten Teile der herrschenden Klasse“
Auch, dass Gloria von Thurn und Taxis für die „Vernetzung der reaktionärsten Teile der herrschenden Klasse“ stehe und zu den „Teilen der Bourgeoisie die in Deutschland aber auch der ganzen Welt den wiederkehrenden Faschismus fördern“ gehöre, haben die Linksextremisten im ARD-Podcast gehört.
Als Beispiel hierfür wird ein Treffen der Fürstin mit dem ehemaligen Trump-Strategen Steve Bannon auf der Dachterrasse eines Hotels in Rom im Jahr 2018 angeführt, wo sich „große Teile der ‚neuen Rechten‘ versammelt“ hätten. „Bannon hatte damals den Plan in einem italienischen Kloster eine faschistische Kaderschmiede mit dem Namen ‚Gladiatorenschule‘ aufzubauen“, heißt es im Bekennerschreiber weiter. Dabei habe die deutsche Adelige ihm helfen sollen.

Rund 200 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz.
„Thurn und Taxis Sympathie für die neue faschistische Bewegung zeigt sich auch an der Gästeliste von Schloss Emmeram: Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban, der rechte konservative Richter des US-Supreme Court, Samuel Alito, und die AfDler:innen Maximilian Krah und Alice Weidel waren alle bereits Besucher der Schlossfestspiele von Gloria.“
„Weitergehend ist Gloria von Thurn und Taxis eine Abtreibungsgegnerin“
Auch, dass der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen 2023 auf St. Emmeram ein Spendendinner veranstalten habe, werfen die Verfasser der Schrift ihr vor. „Weitergehend ist Gloria von Thurn und Taxis eine Abtreibungsgegnerin. In einer Talkshow sagte sie einmal: ‚Abtreibung ist Mord, das muss man beim Namen nennen.‘“ Im Jagdschloss soll zudem eine zentrale Behörde, die mit für den Holocaust verantwortlich war, untergebracht gewesen sein.

Nur die Außenmauern des alten Gebäudes stehen noch.
„4 Millionen Euro Schaden für 5 Jahre Haft für Hanna“
Abschließend konstatieren die Linksextremisten:
„Die oben genannten Punkte sind mehr als genug Gründe für uns Gloria eine deutliche Warnung zu schicken: Wenn du nicht aufhörst mit deiner menschenverachtenden Hetze, brennt das nächste mal nicht nur dein Golfclub. Der Adel in Deutschland muss endlich enteignet werden und der Wohnraum des Schlosses Emmeram in sozialen Wohnraum umgewandelt werden. Wie bereits in der Zeit der bayrischen Räterepublik gilt es sich zusammenzuschließen und eine andere Welt ohne Ausbeutung, Unterdrückung, Ausgrenzung und Patriarchat zu erkämpfen. In der aktuellen Phase von starker Repression gegen die antifaschistische Bewegung gilt es weiter offensiv zu bleiben. Unsere Aktion war eine direkte Reaktion auf die Angriffe des Staates auf die Beschuldigten im Antifa Ost/Budapest Komplex. 4 Millionen Euro Schaden für 5 Jahre Haft für Hanna.“
Hintergrund: Seit 2023 gehen deutsche und ungarische Behörden gegen eine lose vernetzte Antifa-Szene vor, die beim rechtsextremen „Tag der Ehre“ in Budapest Neonazis und Menschen, die sie für solche hielten, angegriffen haben sollen, was zu Haftbefehlen, Auslieferungen und Prozessen wegen gefährlicher Körperverletzung, Mitgliedschaft in kriminellen Vereinigungen und sogar versuchter Tötungsdelikte führte. Explizit hervorgehoben ist der Fall der 30-jährigen Nürnberger Kunststudentin Hanna S., die im September 2025 vom Oberlandesgericht München zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde, weil sie an brutalen Übergriffen auf drei Menschen beteiligt gewesen sein soll.
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