Todesliste und Kopfgeld auf Politiker: Polizei nimmt Mann fest, der im Darknet zu Anschlägen aufgerufen hat
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Die Bundesanwaltschaft hat am Abend des 10. November 2025 in Dortmund den deutsch-polnischen Staatsangehörigen Martin S. festnehmen lassen. Grundlage der Festnahme ist ein Haftbefehl des Ermittlungsrichters beim Bundesgerichtshof vom 8. Oktober 2025. Seit mindestens Juni 2025 habe Martin S. im Darknet zu Anschlägen auf namentlich genannte Politiker, Amtsträger und Personen des öffentlichen Lebens in Deutschland aufgerufen.
Der Beschuldigte steht nach Angaben der Ermittler unter dem dringenden Verdacht, Terrorismusfinanzierung, Anleitung zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, sowie das gefährdende Verbreiten personenbezogener Daten begangen zu haben. Die Festnahme erfolgte durch Einsatzkräfte des Bundeskriminalamts und Spezialkräfte der Bundespolizei.
„Kopfgeld für die Tötung der Zielpersonen“
Im Haftbefehl wird Martin S. im Wesentlichen folgender Sachverhalt zur Last gelegt:
„Martin S. ruft mindestens seit Juni 2025 im Darknet zu Anschlägen auf namentlich genannte Politiker, Amtsträger und Personen des öffentlichen Lebens in Deutschland auf. Hierzu betreibt er anonym eine Plattform, auf der er u.a. Namenslisten, von ihm selbst ausgesprochene Todesurteile und Anleitungen zum Bau von Sprengsätzen veröffentlicht. Zudem fordert er Spenden in Kryptowährung ein, die sodann als ‚Kopfgeld‘ für die Tötung der Zielpersonen ausgelobt werden sollen. Die Plattform enthält auch weitere Informationen mit sensiblen personenbezogenen Daten potentieller Opfer.“
Martin S. wird am 11. November 2025 dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt. Dieser wird ihm den Haftbefehl bekanntgeben und über dessen Vollzug entscheiden.
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