Vater von CSD-Terrorist Abdul Ballout: „Habe ihm nicht erlaubt, einen langen Bart zu tragen“
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„Er wurde einer Gehirnwäsche unterzogen“: Nach der mutmaßlichen Terrorfahrt berichtet der Vater von Abdul Ballout gegenüber dem Spiegel von religiösen Konflikten mit seinem Sohn.
Zum Streit mit dem 64-jährigen Tawfik B., der sich aktuell im Libanon aufhalte, sei es unter anderem wegen seines Bartes gekommen: „Ich habe ihm nicht erlaubt, einen langen Bart zu tragen“, sagte er dem Magazin. Auch von einer Nähe zum Islamischen Staat, die dem mutmaßlichen Attentäter aktuell nachgesagt wird, distanziert sich der Vater. Die Familie sei schiitisch, „wir unterstützen den Islamischen Staat nicht“.
Fand IS angeblich „schlecht“
Anders als sein Sohn: Der habe den sunnitischen Glauben geliebt, und laut Ermittlern im vergangenen Jahr außerdem immer wieder versucht, sich dem Islamischen Staat anzuschließen. Angesprochen auf die Terrororganisation, soll Abdul B. seinem Vater versichert haben, den IS „schlecht“ zu finden.

Mit diesem Transporter sei Abdul B. am Samstag in die Menschenmenge gefahren.
Bis zur zehnten Klasse habe B. die Schule besucht, danach jedoch nie einen festen Arbeitsplatz besessen. Gearbeitet habe er „zum Beispiel als Sicherheitsmitarbeiter oder als Fahrer“, berichtet der Vater dem Spiegel. Stattdessen habe er die Nächte am Handy oder vor dem Fernseher verbracht, viel geschlafen und sei erst am späten Nachmittag aufgestanden.
„Haben ganz normal gesprochen, wie jeden Tag“
Das letzte Telefonat mit seinem Sohn habe Tawfik B. am Tag der Tat geführt: „Er hat mich angerufen und wir haben ganz normal gesprochen, wie jeden Tag.“ Er habe gesagt, dass er seinen Vater vermisse und sich wünsche, bei ihm im Libanon zu sein.“
Er sollte seinen Vater jedoch nie mehr wiedersehen: Am Sonntagabend gegen 18 Uhr erfolgte der Zugriff in einer Gartenparzelle: Spezialkräfte stürmten eine Laube, die dem Vater des Tatverdächtigen gehören soll.

Vermummte Beamte stürmten am Sonntag die Gartenparzelle.
Die Beamten umstellten die Parzelle zunächst, bevor sie zuschlugen. Der 21-Jährige habe die Polizisten dabei mit einer Stichwaffe angegriffen, woraufhin diese das Feuer auf den mutmaßlichen Attentäter eröffneten. Trotz Reanimationsversuchen sei Ballout seinen Verletzungen um 18:34 Uhr erlegen.
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Adina Adler
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