Hier wohnte der mutmaßliche CSD-Attentäter Abdul Rahman Ballout
Ein Beitrag von
Vor dem Wohnhaus des mutmaßlichen CSD-Attentäters Abdul Rahman Ballout herrscht am Tag nach dem Anschlag eine angespannte Ruhe, die Polizei ist vor Ort, riegelt ab. NIUS ist vor Ort in der Bissingszeile – nur rund einen Kilometer vom Tatort entfernt.
Im Kiez sind am Tag nach dem Terroranschlag auf den CSD zahlreiche Familien unterwegs, viele von ihnen sind erkennbar muslimisch, zahlreiche Frauen tragen Hijab. Die Stimmung wirkt angespannt, viele Anwohner scheinen aufgeregt, wollen sich aber gegenüber den Reportern vor Ort nicht öffentlich äußern.
In der Nacht hatten Spezialeinheiten der Polizei die Wohnung des 21-jährigen Abdul Rahman Ballout gestürmt. Den mutmaßlichen Attentäter trafen sie dort jedoch nicht an. Bundesweit wird inzwischen nach ihm gefahndet. Die Suche läuft nach dem sogenannten „FAKS 300“ („Fahndungs- und Aufklärungskonzept Staatsschutz“). Die Berliner Polizei veröffentlichte dazu ein Foto des Verdächtigen.
Abdul Rahman Ballout war am Samstag mit einem Fahrzeug in die CSD-Menge gefahren und im Anschluss mit einer Machete auf die Teilnehmer losgegangen, tötete eine Frau und verletzte 29 Menschen.

Die Ermittler vermuten ein islamistisches Motiv. Ballout war der Polizei bereits als Straftäter und Islamist bekannt. „Zu dem Beschuldigten liegen neben allgemeinpolizeilichen auch umfangreiche staatsschutzpolizeiliche Erkenntnisse im Bereich religiöse Ideologie/ Islamismus vor“, heißt es in einer internen Polizeimitteilung, die NIUS vorliegt. Auch öffentlich bestätigte ein Polizeisprecher, dass Ballout der islamistischen Szene Berlins zugeordnet wird. Laut Bild soll er Anhänger der Terrororganisation „Islamischer Staat“ sein.

Entsprechend stuft die Polizei den Angriff auf den Christopher Street Day als möglichen Terroranschlag ein. In einer internen Bewertung heißt es: „Aufgrund des Anschlagsziels und der sich darstellenden Tatausführung kann ein Bezug zum Phänomenbereich Religiöse Ideologie/Islamismus nicht ausgeschlossen werden. Nach Erstbewertung kann somit von Terrorismus oder politisch motivierter Gewaltkriminalität von bundesweiter Bedeutung ausgegangen werden.“

Der 21-Jährige saß bis Mai noch im Gefängnis und verbüßte einen Jugendarrest. Ballout war unter anderem wegen schwerer Körperverletzung und räuberischer Erpressung polizeibekannt. Wie die Welt berichtet, stand er auf Bewährung beziehungsweise Vorbewährung und war verpflichtet worden, an einem Deradikalisierungsprogramm teilzunehmen. Von insgesamt 26 angesetzten Gesprächen soll er lediglich zwei wahrgenommen haben.

Laut Bild wurde Abdul Rahman Ballout erst im Mai 2026 vom Amtsgericht Tiergarten zu einem Jahr und zehn Monaten Haft verurteilt – wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Zuvor war er im Libanon festgenommen und nach Deutschland überstellt worden. Zeitweise soll die Polizei ihn observiert haben.
Haben Sie einen Hinweis zu diesem Thema? Hier können Sie uns schreiben.
Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin.
Mehr NIUS:
Dobrindt: Abdul Rahman Ballout ging nach Terrorfahrt mit Machete auf Opfer los – mindestens 29 Verletzte
Zig Politiker-Reaktionen zum CSD-Terror – aber das Wort „Islamismus“ fällt nicht
Terror-Anschlag auf CSD: Mutmaßlicher Beifahrer gefasst – Festgenommener ist Iraner
Abdul Rahman Ballout plante schon einmal einen Anschlag: Die Akte des islamistischen CSD-Angreifers
Islamistischer Terror auf dem CSD! Polizei sucht IS-Mitglied Abdul B.
Ausländeranteil in deutschen Gefängnissen steigt auf fast 45 Prozent
Regensburg: Opfer der Messerattacke war Filialleiter (58) der Bank
Groß-Alarm in Stuttgart: Frau niedergestochen – Polizei meldet Festnahme!
Mehr NIUS:
Abdul Rahman Ballout plante schon einmal einen Anschlag: Die Akte des islamistischen CSD-Angreifers
Islamistischer Terror auf dem CSD! Polizei sucht IS-Mitglied Abdul B.
Ausländeranteil in deutschen Gefängnissen steigt auf fast 45 Prozent
Regensburg: Opfer der Messerattacke war Filialleiter (58) der Bank
Groß-Alarm in Stuttgart: Frau niedergestochen – Polizei meldet Festnahme!
Zeuge schildert brutalen Angriff in Regionalzug bei Ettlingen
Messertaten, Marihuana, migrantische Straftäter: Gewalteskalation im Bayernparadies
Exklusiv! 94 Prozent aller Terror-Ermittlungen haben mit Islamismus oder Migration zu tun
Joelle Rautenberg
Artikel teilen
Kommentare