Äthiopierin läuft Frauen-Weltrekord beim Berlin Marathon – und der RBB verpennt es
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Die Äthiopierin Tigist Assefa hat beim Berlin Marathon den bisheringen Frauen-Weltrekord pulverisiert: Mit 2 Stunden, 11 Minuten und 52 Sekunden unterbot sie den bis dahin gültigen Rekord der Kenianerin Brigid Kosgei (2:14:04 Stunden) um mehr als zwei Minuten. Bei den Herren lief Weltrekord-Halter Eliud Kipchoge nach 2:02:42 Stunden ein.
Während 48.000 Sportler mit Leibeskräften durch die Stadt rannten, ihnen Hunderttausende an den Straßenrändern zujubelten und Sportgeschichte geschrieben wurde, zeigte der öffentlich-rechtliche Sender RBB – seinem Informationsauftrag folgend – zwei Reportagen über die Essgewohnheiten Berlins. Vom größten Sportereignis des Jahres, dem Störversuch der Klimakleber kurz vor dem Start und dem neuen Frauen-Weltrekord: nichts!

Die Äthiopierin Tigist Assefa hält nun den Marathon-Weltrekord.

48.000 Läufer waren (oder sind noch) beim Berlin Marathon dabei.
Damit verpennt Ex-Regierungssprecherin und Neu-Intendantin Ulrike Demmer (Gehalt: 220.000 Euro) drei Wochen nach ihrem Einstand gleich mal ein regionales Großereignis mit Strahlkraft in die ganze Welt. „Ab 12 Uhr zeigt der rbb die Highlights des Eliterennens sowie Stimmen und Stimmungen von der Strecke“, hieß es auf der Website rbb24.
Dass es dann längst zu spät sein würde, dass die besten Läufer der Welt gute zwei Stunden nach dem Start, also um kurz nach 11 Uhr, auf der Straße des 17. Juni einlaufen würden, hätten Sportkenner leicht vorrechnen können.

Derweil beim rbb: „Dit isst Berlin“ mit Berliner Klassikern wie Königsberger Klopsen.
Wer Kipchoge und den emotionalen Weltrekord-Einlauf von Tigist Assefa sehen wollte, musste auf den englischsprachigen Livestream der Veranstalter zurückgreifen. Wer als Zahler von 18,36 Euro monatlicher Rundfunkgebühren beim RBB nach einer Übertragung des sportlichen Großereignisses gesucht hatte, ging leer aus, hat aber immerhin etwas über die traditionelle Machart von Königsberger Klopsen gelernt.
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Redaktion
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