Deutschlandfunk verbreitet Lüge über Terror von Bielefeld: „Anfangs dachte man, es hätte Ärger zwischen Fußballfans gegeben“
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Während ganz Deutschland fassungslos auf den Tatort in Bielefeld blickt, an dem am Wochenende fünf junge Menschen blutig niedergestochen wurden, versucht man beim Deutschlandfunk offenbar, ein anderes Bild zu zeichnen.
In der Nachrichtensendung „Informationen am Morgen“ behauptete der Moderator am Mittwochmorgen: „Erst dachte man, es hätte Ärger zwischen Fußballfans gegeben. Alkohol spielte eine Rolle.“ Erst „inzwischen“, so heißt es, gehe man von einem islamistisch motivierten Anschlag aus.
Diese Darstellung ist nicht nur grob irreführend – sie ist schlicht falsch.

Tatort in Bielefeld nur wenige Stunden nach dem brutalen Messerangriff.
Bereits am Sonntagmorgen, nur wenige Stunden nach der Tat, war von einem gezielten Angriff mit einem Messer die Rede. Eine Mordkommission wurde eingerichtet, die Fahndung nach dem flüchtigen Tatverdächtigen lief an. Schon zu diesem Zeitpunkt war klar, dass es sich nicht um eine Auseinandersetzung unter Fußballfans handelte. Am Dienstagmorgen bestätigten Polizei und Staatsanwaltschaft schließlich, dass auch ein islamistisches Motiv des Täters geprüft werde.

Die Polizei hat den Angriff bereits am Sonntag als Anschlag eingestuft.
Die Darstellung eines alkoholbedingten Konflikts unter Fans wurde zu keinem Zeitpunkt von offizieller Seite bestätigt, sie entspricht auch nicht den Aussagen von Polizei und Staatsanwaltschaft. Dennoch wurde sie im öffentlich-rechtlichen Rundfunk als anfängliche Annahme dargestellt.
Auf Nachfrage erklärt der Sender: Man habe sich auf eine dpa-Meldung vom Sonntag berufen. Dort sei bei den Opfern von „Problemfans“ die Rede gewesen. „Dass Alkohol eine Rolle gespielt haben könnte, lag beim Schauplatz ‚Bar‘ nahe, entpuppte sich aber als falsch.“, so der Sender. Eine Richtigstellung hält Deutschlandfunk daher nicht für nötig.
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Leonie Ipati
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