Die Tagesschau verkündet: Erhöhung der ARD-Gebühren „entlastet die Bürger wirtschaftlich“
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Der Rundfunkbeitrag soll steigen. Die Gebührenkommission KEF hat dazu eine monatliche Erhöhung ab 2025 von 18,36 Euro auf 18,94 Euro eingeplant.
Nachdem der Bericht der KEF letzten Freitag vorgestellt wurde, unternahm der Vorsitzende der KEF, Martin Detzel, in der ARD-Tagesschau einen gewagten Erklärungsversuch: „Wirtschaftlich gesehen werden die Bürger in der Kaufkraft entlastet.“ Eine Entlastung der Bürger bei steigenden Kosten? Hier werden die Zuschauer offensichtlich getäuscht.
Framing und irreführende Aussagen
Detzel begründete diese irre Aussage damit, dass der Beitrag um 0,8 Prozent steigen werde und betonte in diesem Satz „pro Jahr“. Das ist Framing und suggeriert, dass die vermeintlich geringe Prozentzahl 0,8 mit einem relativ langen Faktor, wie „pro Jahr“ rechnerisch einen geringen Betrag ergeben würde. Fakt ist jedoch, dass der Beitrag generell um 0,8 Prozent steigt. Sei es auf den Monat oder eben das Jahr gerechnet. Konkret müssen mit der Erhöhung 58 Cent pro Monat und 6,96 Euro pro Jahr mehr gezahlt werden.
Warum der höhere Beitrag keine Entlastung ist
Weiter bezog sich Detzel auf die deutlich höhere Inflation (5,9 Prozent laut dem Statistischen Bundesamt) und auf die von der EZB angestrebten Inflationsrate von zwei Prozent. Die angestrebte Beitragserhöhung liege mit 0,8 Prozent darunter. Diese Beitragssteigerung den Bürgern als vermeintliche Entlastung schönzureden, ist mehr als abenteuerlich, da die Lohnsteigerungen die inflationsbedingte Teuerungsrate keineswegs abfedern.
Eine echte Entlastung der Bürger hieße, dass der Rundfunkbeitrag gesenkt oder abgeschafft werden würde. Mit der erneuten Erhöhung des Beitrags erhalten die Anstalten mehr als zehn Milliarden Euro pro Jahr. Bereits jetzt leistet sich Deutschland mit ARD und ZDF den teuersten öffentlichen Rundfunk weltweit.
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