Doch kein antifeministisches Netzwerk: Spiegel fällt auf angebliche TU-Studie rein
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Der Spiegel publizierte am 6. März einen Artikel über eine vermeintliche Studie der Technischen Universität (TU) zu „antifeministischen Netzwerken“. Jetzt stellt sich heraus, dass die TU mit der Studie nicht zu tun hat. Auch NIUS wurde in der Studie erwähnt. Zuerst berichtete Tichys Einblick.
Auf Basis dieser Studie wollten der Spiegel und die grünen Auftraggeber Medien wie Tichys Einblick, Die Achse des Guten und auch NIUS als Teil eines angeblichen „antifeministischen Netzwerks“ einordnen.
Im Spiegel-Artikel heißt es dazu: „Durch Nachwuchsarbeit und Kooperationen mit rechten Medien wie ‚Achse des Guten‘, ‚TichysEinblick‘ und später ‚NIUS‘ lässt sich ein eng vernetztes Medienumfeld erkennen, in dem antifeministische, anti-queere und autoritäre Narrative wiederholt verbreitet werden.“
TU stellt klar: „Es handelt sich nicht um eine Studie der TU Berlin“
Es waren die Spiegel-Autorinnen Juliane Löffler und Ann-Katrin Müller, die jene Studie ihrem Artikel zugrunde legten, ihnen lag der Inhalt vorab exklusiv vor. Auf eine Anfrage von Tichys Einblick stellt die TU nun klar: „Es handelt sich nicht um eine Studie der TU Berlin – das ist ein Fehler in der Berichterstattung. Bitte wenden Sie sich für weitere Auskünfte an die Fraktion Bü90/GRÜNE im Berliner Abgeordnetenhaus.“

Diese Grafik stammt aus der Expertise über angeblichen Antifeminismus.
Worum geht es in der Studie?
Besagte Studie kommt in ihrer Untersuchung zu dem Ergebnis: Die deutsche Bundeshauptstadt sei Drehscheibe antifeministischer Netzwerke. Von der deutschen Hauptstadt aus würden international vernetzte konservative, rechte oder religiöse Bewegungen und Medien ihre Ideologien verbreiten, beschreibt die Analyse mit dem Titel „Antifeminismus in Berlin. Eine demokratiepolitische Herausforderung“.
Die Untersuchung wirft „rechten (Medien-)Netzwerken“ vor, gezielt „Kampagnen“ aufzubauen, die dann von konservativen Vereinen verbreitet würden. Als konkretes Beispiel wird der Fall der Juraprofessorin Frauke Brosius-Gersdorf genannt, die von der SPD für ein Richteramt am Bundesverfassungsgericht nominiert worden war. Nachdem durch mediale Berichterstattung ihre rechtlichen Positionen zur Menschenwürde und Abtreibung bekannt wurden, regte sich Widerstand aus der CDU/CSU-Fraktion. Schließlich zog Brosius-Gersdorf ihre Kandidatur im August 2025 zurück.

Prof. Frauke Brosius-Gersdorf
Studienautor arbeitet mit dem linksextremen Vordenker Guido Arnold zusammen
Was ist über den Verfasser der Studie, Andreas Kemper, bekannt? Der Soziologe ist kein neutraler Wissenschaftler. Er schreibt unter anderem Artikel für die linke Kampagnen-Organisation „Campact“, die Anfang 2025 zu Demonstrationen gegen CDU und AfD aufrief. Recherchen von Kemper zu Björn Höcke trugen dazu bei, dass die AfD vom Verfassungsschutz überwacht wurde.
Noch brisanter: Kemper ist für das weit links stehende Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS) tätig. Das auch mit staatlichen Geldern finanzierte Institut forscht und publiziert laut eigenen Angaben zu „gesellschaftlichen Entwicklungen im In- und Ausland“. Zu Kempers Kollegen dort zählt auch der Physiker Guido Arnold – ein zentraler Vordenker der ökoterroristischen „Vulkangruppen“, die sich seit 2011 wiederholt zu Brandanschlägen auf die kritische Infrastruktur bekannt haben.
Lesen Sie dazu: Verfasser arbeitet mit Klimaterror-Vordenker zusammen: NIUS im Fadenkreuz einer Grünen-Antifeminismus-Studie
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