Er bezeichnet Frauen als „Scheißhaufen“ und will „Nazis keulen“: So schützt Lisa Paus die Hetze von Jan Böhmermann
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Der Satiriker Jan Böhmermann hat in seiner Sendung „ZDF Magazin Royale“ zum Mord an AfD-Politikern aufgerufen. Dass Böhmermann für seine Entgleisungen keine Konsequenzen erfährt, könnte auch daran liegen, dass Familienministerin Lisa Paus (Grüne) mit Böhmermann politisch auf Linie ist – und ihm im ZDF-Fernsehrat den Rücken freihält.
Konkret geht es um ein 30-minütiges Video mit dem Titel „Die FPÖ und ihr Volkskanzler“. Darin vergleicht Böhmermann die AfD mit den Nationalsozialisten. Auch über die FPÖ in Österreich zieht der Satiriker her. Am Schluss verabschiedet er sich mit den Worten: „Nicht immer die Nazi-Keule raus holen, sondern vielleicht einfach mal ein paar Nazis keulen.“

Grünen-Politikerin Paus ist bekennender Böhmermann-Fan, teilte seine Sendung, in der er Frauen als „Scheißhaufen“ bezeichnet, sogar auf X (damals noch Twitter).
Mit dem Begriff „keulen“ bezeichnet man das Töten von kranken Tieren, um Seuchen zu verhindern. Böhmermann vergleicht hier also AfD- und FPÖ-Politiker mit Seuche-übertragenden Tieren und ruft zum Mord an ihnen auf, von hunderttausenden Menschen angeklickt, finanziert von öffentlichen Geldern.
Eigentlich hätte Böhmermann für eine solche Entgleisung Probleme mit dem ZDF-Fernsehrat bekommen sollen. Der Rat kümmert sich nicht nur um die Einhaltung des Rundfunk-Staatsvertrages, sondern auch um Programmbeschwerden, die wegen Böhmermanns Hetz-Kampagnen gegen Andersdenkende bereits in großer Menge den Rat erreicht haben.
Frauen als „Scheißhaufen“
Doch Böhmermanns Verhalten führte bisher zu keinen Konsequenzen. Das ist kein Wunder. Denn Familienministerin Lisa Paus sitzt seit Oktober 2022 als Vertreterin des Bundes im ZDF-Fernsehrat. Seit März 2023 sitzt sie dort auch im Programmausschuss Chefredaktion – und ist ein Fan von Böhmermanns Hetzkampagnen.
So beteuerte Paus ihre Bewunderung gegenüber dem Satiriker bereits auf Twitter. Dort teilte sie eine Magazin-Royale-Sendung, in der er Frauen, die den Trans-Aktivismus kritisieren, als „Terds“ – also „Scheißhaufen“ – bezeichnete.
Dazu schrieb sie: „Das neue Selbstbestimmungsgesetz kommt – egal, ob reaktionäre & menschenverachtende Personen(-Gruppen) etwas dagegen haben.“
Kurz: Um Werbung für ihr umstrittenes Selbstbestimmungsgesetz zu machen, befürwortet Paus auch Beiträge, in denen kritische Frauen erniedrigt und beschimpft werden. Gleichzeitig ist Paus mit daran beteiligt, Kritik an solchen Sendungen als Rundfunkrätin im Kollektiv abzuwiegeln.
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