Im Gaza-Krieg getötete Journalisten waren auch Terroristen
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Seit einiger Zeit veröffentlichen palästinensische Terrorgruppen die Namen von im Gaza-Krieg getöteten Mitgliedern. Etliche Fälle bestätigen die lange zurückgewiesene Darstellung Israels, dass Journalisten auch aktive Kämpfer waren.
Zu den häufigsten Lügen über den Gaza-Krieg gehört die Behauptung, die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) würden Journalisten ins Visier nehmen, um die Berichterstattung über ihre angeblichen Verbrechen zu unterbinden.
Reporter ohne Grenzen etwa wirft der israelischen Armee dergleichen vor. Ihren Zahlen zufolge sind seit Kriegsbeginn im Oktober 2023 über 220 palästinensische Journalisten ums Leben gekommen, 68 von ihnen im direkten Zusammenhang mit ihrer Arbeit, einige sogar gezielt.
Reporter ohne Skrupel
Allerdings wurden etliche Fälle bekannt, die belegen, dass echte oder vermeintliche Reporter Verbindungen zur Hamas oder zum Islamischen Dschihad hatten oder sogar ein Doppelleben führten. In Deutschland erregte im Oktober 2025 ein Fall Aufsehen, der den Mitarbeiter einer Partnerfirma des ZDF („Palestine Media Production“) betraf. Der angebliche Medienschaffende Abu Matar, um den man in Mainz trauerte, entpuppte sich als Zugführer der Al-Qassam-Brigaden der Hamas.

Nicht in jeder Presseweste steckt ein reiner Journalist.
Grundsätzlich liegt das Problem der unabhängigen Berichterstattung aus dem Gazastreifen darin, dass die palästinensischen Reporter – ob sie für den Sender Al-Jazeera in Katar (das auch die Hamas finanziert) arbeiten oder für westliche Sender, Zeitungen und Nachrichtenagenturen – alles andere als objektive Bilder aus dem Kriegsgebiet liefern können. Alles hängt davon ab, dass sie sich der Hamas beugen, wenn sie es nicht schon freiwillig tun, um der „palästinensischen Sache“ zu dienen.
Nicht wenige waren (und sind), wie Abu Matar, sogar Mitglied einer dschihadistischen Terrorgruppe im Gazastreifen. Etwa der Al-Jazeera-Reporter Abdallah al-Jamal, der drei israelische Geiseln im Heim seiner Familie in Nuseirat festhielt. Oder der vermeintlich harmlose Journalist Ismail al-Ghoul, der direkt am Massaker in Südisrael am 7. Oktober 2023 beteiligt war und später andere Hamas-Terroristen darin unterrichtete, wie man Videos von Angriffen auf israelische Truppen filmt und verbreitet.
Vielsagende Nachrufe
Für die Propaganda der Islamisten spielen Medien eine äußerst wichtige Rolle. Sie kontrollieren, welche Bilder aus Gaza gedreht werden und welche nicht, weshalb sie im Medienkrieg einmal mehr die Oberhand behielten: Das Narrativ (Israel begeht Kriegsverbrechen im Gazastreifen, sogar einen Genozid, hungert die Bevölkerung aus und ähnliche unbewiesene Anschuldigungen) hat sich weltweit durchgesetzt. Längst liegt der Fokus darauf, welche Methoden der jüdische Staat in dem ihm aufgezwungenen Krieg anwendet (stets unangemessene, so der Vorwurf), und nicht auf den Verbrechen der Hamas, ob gegen Israelis oder die eigene Bevölkerung begangene.
Dass viele der im Krieg getöteten Journalisten auf der Gehaltsliste von Hamas oder Islamischem Dschihad stehen oder standen, wird immer wieder angezweifelt, meist rundweg abgestritten. Allerdings zeigen die Nachrufe auf ihre Kämpfer, die von der Hamas veröffentlicht werden, dass an der Darstellung der Israelis einiges dran ist.
Eine Überprüfung durch die Times of Israel (ein kritisches und politisch definitiv nichts rechts zu verortendes Nachrichtenportal), deren Reporter die Namen mit denen getöteter „Medienschaffender“ abglichen, ergab entsprechende Erkenntnisse, die sogar schon dazu führten, dass die Medienrechtsorganisation „Committee to Protect Journalists“ (CPJ) zahlreiche Namen aus ihrer Datenbank getöteter Journalisten entfernte.

Al-Jazeera-Kameramann Ahmed Wishah (r.) war nebenberuflich Dschihadist.
Männer mit Doppelleben
Wie etwa den eines Mannes namens Ahmed Abu Eisha, Journalist bei Palestine Today, einem Fernsehsender, der dem palästinensischen Terrorverband Islamischer Dschihad nahesteht. Daneben war er Mitglied der „Zentralen Informationseinheit“ innerhalb der Zentralbrigade des militärischen Flügels des Islamischen Dschihad, wie dessen Bekanntmachung am 1. Juni zeigt.
Oder Mohammed Nasser Abu Huwaidi, dessen Liquidierung im Januar 2024 sogar zu einer Verurteilung durch die UNESCO geführt hatte. Am 19. März führte der Islamische Dschihad Abu Huwaidi jedoch auf einer Liste von Angehörigen der Organisation auf, die während des Gaza-Krieges getötet worden waren. In einer Erklärung des militärischen Flügels wurde er als Mitglied der „militärischen Medieneinheit“ beschrieben. Während das CPJ Abu Huwaidi von der Liste nahm, ist die UNESCO-Erklärung weiterhin auf der Website der Organisation verfügbar.
Auch Maysara Salah galt als unschuldiges Opfer israelischer Aggression gegen Journalisten, bis vor einem Monat Hamas-nahe Medien Salah als Mitglied des „militärischen Medienapparats“ der Organisation bezeichneten, das im Fawzi-Abu-al-Qara-Bataillon der Nordbrigade gekämpft habe.
Von wegen „Frauen und Kinder“
Erst in letzter Zeit geben die Terrorgruppen in Gaza Namen getöteter Mitglieder bekannt, nachdem die Propagandalüge, die meisten der Kriegsopfer in Gaza seien Frauen und Kinder, weltweit erfolgreich war.

Al-Jazeera-Reporter und Kommandeur einer Panzerabwehr-Einheit: Mohamed Washah.
Das CPJ erklärte, alle Personen erneut zu überprüfen, „sobald neue Informationen bekannt werden“, und erklärte, es werde „weiterhin jeden aus unserer Datenbank entfernen, bei dem festgestellt wird, dass er an Kampfhandlungen beteiligt war“. Etwa 20 Namen sind bereits gelöscht worden – Personen, die von Hamas oder Islamischem Dschihad als Beteiligte an den Kämpfen bezeichnet wurden.
Für die Aktivisten, die sich den Schutz von Journalisten auf die Fahnen geschrieben haben, sind die neuen Erkenntnisse ein herber Schlag, war doch zuvor die Darstellung der Israelis, Terroristen würden journalistische Kennzeichnungen als Tarnung für ihre Aktivitäten nutzen, zurückgewiesen worden. Jetzt erklärte das CPJ, dass „jeder Missbrauch von Pressekennzeichnungen das Vertrauen in die Presse untergräbt und Journalisten einem höheren Risiko aussetzen kann“.
„Stop Murdering Journalists“ macht weiter wie bisher
Andere Aktivisten, wie die Gruppe „Stop Murdering Journalists“, deren Voreingenommenheit sich bereits am Namen ablesen lässt, führen die Namen nachweislich terroristischer Aktivitäten überführter Reporter weiterhin in ihren Datenbanken. Für „Stop Murdering Journalists“ kann es gar nicht genug tote Journalisten geben, weshalb sie in ihrer Statistik nicht wie Reporter ohne Grenzen von 220, sondern von 366 „Opfern“ spricht.
Unabhängig davon und von der tatsächlichen Anzahl der Journalisten mit direktem Terrorbezug besteht der skandalöse Missstand weiter, dass auch solche ohne Mitgliedschaft in einer dschihadistischen Terrorgruppe mit unbelegten Gerüchten und wilden Behauptungen von „Hungersnot“ bis „Genozid“ die Propagandamaschine der Todfeinde Israels am Laufen halten. Für die öffentliche Wahrnehmung des Nahost-Konflikts, in der die Täter nun für Opfer gehalten werden und die Opfer für Täter, ist das weitaus verheerender, als es ein Geiseln nehmender oder am Blutbad des 7. Oktober Beteiligter jemals sein könnte.
Lesen Sie dazu auch: Hamas-Propaganda im Gaza-Krieg: Mit diesen Bildern macht die Medienwelt sich schuldig
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