Hessischer Rundfunk gibt zu, BEWUSST eigene Mitarbeiterin als Interview-Gast verkauft zu haben
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In der Hessenschau vom 20. Januar 2024 berichtet der Hessische Rundfunk von einer Anti-AfD-Demonstration aus Frankfurt. Hadija Haruna-Oelker tritt als Sprecherin auf der Bühne auf, hält eine Rede und wird anschließend von ihren Kollegen zum Thema Rassismus und Fremdenfeindlichkeit interviewt. Sie wird als Aktivistin der Initiative „Schwarze Menschen in Deutschland“ vorgestellt.
Was der Zuschauer nicht erfährt: Haruna-Oelker ist eine Kollegin des Reporters und Mitarbeiterin der ARD. Sie spricht Kommentare in den Tagesthemen und gibt Interviews zu Rassismus und Diskriminierung.
Hessischer Rundfunk gibt den Fehler zu
Zwei Tage später räumt der Sender den Fehler ein und schreibt auf X (vormals Twitter):
„Wir haben Hadija Haruna-Oelker als Teilnehmerin der Demonstration gegen Rechtsextremismus in Frankfurt interviewt. Dabei ist uns ein Fehler unterlaufen. Wir hätten im Beitrag kenntlich machen müssen, dass sie auch als freie Mitarbeiterin für den hr tätig ist.“
Aus der kurzen Entschuldigung wird klar, dass es sich definitiv nicht um Unwissenheit handelte, wer die Demo-Teilnehmerin ist. Den Verantwortlichen war von vornherein klar, dass sie einen Beitrag mit ihrer Kollegin Haruna-Oelker produzieren. Sie täuschten die Zuschauer offenbar ganz bewusst.

Der Hessische Rundfunk postet die Entschuldigung auf X.
Zunächst wurde der Beitrag so ausgestrahlt:
Mittlerweile hat der Hessische Rundfunk den Sprechertext und die Texteinblendung in der Mediathek geändert. Ob die Fernsehzuschauer von der Korrektur erfahren, bleibt unklar.
Kein Einzelfall: Tatort-Schauspielerin als Demonstrantin
Im Bericht aus Berlin vom 21. Januar tritt Schauspielerin Roxana Samadi als Demonstrantin bei einer „Demo gegen Rechts“ auf und spricht über Fremdenfeindlichkeit in Deutschland. Auch Samadi ist für die Öffentlich-Rechtlichen tätig! Beispielsweise spielte sie im Kölner Tatort „Pyramide“ und für die ZDF-Serie „Füxe“.
Im Bericht aus Berlin entsteht der Eindruck, dass sie eine zufällig ausgesuchte Besucherin der Demonstration ist.
Warum verschweigt die ARD dem Publikum auch hier bewusst, dass es sich um eine Mitarbeiterin handelt?

Raxana Samadi bei einer Demo gegen die AfD.
Der Penny-Skandal von der Tagesschau
Der WDR produzierte einen Beitrag für die Tagesschau, in dem eine Mitarbeiterin eine Penny-Kundin spielte und einen Klima-Zuschlag auf Lebensmittel bei der Discounterkette ausdrücklich lobte. Als die Sache aufflog, wollte sich der WDR zunächst mit fadenscheinigen Begründungen herausreden. Angeblich wäre es im Penny zu laut gewesen und der zuständige Reporter hätte schlichtweg nicht verstanden, dass die Kollegin sich explizit als diese vorgestellt hätte. Erst später räumte der Sender den Fehler ein.

Eine WDR-Mitarbeiterin spielt eine Kundin bei Penny.
SWR-Köchin beim NDR Bürgerparlament
Beim NDR Bürgerparlament trat Caroline Autenrieth auf und gab sich als politisch interessierte Köchin aus Stuttgart aus, um über aktuelle Themen mit anderen Bürgern zu diskutieren. Der Zuschauer erfuhr nicht, dass sie SWR-Köchin ist und beispielsweise in der Nachmittags-Sendung „Kaffee oder Tee“ oder dem „Tellertausch“ regelmäßig zu sehen ist. Nachfragen von Zuschauern zu diesem Fall blieben vom NDR unbeantwortet.

Die SWR-Fernsehköchin Caroline Autenrieth.
Absichtliche Täuschung und mangelnde Transparenz
Der öffentliche Rundfunk bezeichnet die eigene Arbeit stets als Qualitätsjournalismus. Diese vier Fälle zeigen eindrucksvoll, wie skrupellos Beiträge bei ARD & ZDF produziert werden. Die Zuschauer werden absichtlich getäuscht. Und aus Fehlern wird offensichtlich nicht gelernt. Immer wieder sehen wir Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Beiträgen: mal als Kunden, mal als Demonstranten, mal als meinungsstarke Bürger.
Das Vertrauen der Bürger in den öffentlichen Rundfunk nimmt stetig ab, nicht zuletzt wegen dieser Schummel-Beiträge mit eigenen Mitarbeitern.
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Katharina Schmieder
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